19. Januar 2026
Goethe-Institut eröffnet neue Präsenz in der Republik Moldau
Das Goethe-Institut erweitert sein weltweites Netzwerk und eröffnet eine neue Präsenz in der Republik Moldau. Damit setzt die Institution ein klares Zeichen für kulturelle Zusammenarbeit, europäische Integration und zivilgesellschaftliche Stärkung in einer Region, die durch geopolitische Spannungen besonders herausgefordert ist.
Die Republik Moldau befindet sich aktuell in einer entscheidenden Phase ihrer politischen Entwicklung. Das Land setzt seinen Weg in Richtung EU-Mitgliedschaft mit großer Entschlossenheit fort. Die EU betont dabei die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Resilienz, kultureller Bildung und institutioneller Reformen für den Beitrittsprozess. Gleichzeitig gehört die Republik Moldau zu den Staaten, die besonders unter den Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine leiden – geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. „Die neue Präsenz des Goethe-Instituts in Chişinău ist ein konkreter Schritt zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Moldau und Deutschland. Wir vertiefen damit unsere Partnerschaft mit Moldau“, so Dr. Bernhard Kotsch, Staatssekretär des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland. Die neue Präsenz des Goethe-Instituts eröffnet eine wichtige Chance für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP): Sie schafft Raum für Austausch, Dialog und den Aufbau nachhaltiger Kooperationen zwischen Moldau und Deutschland – als Beitrag zu einer stabilen, demokratischen und europäischen Republik Moldau. „Die Förderung von Kulturaustausch ist gerade in Ländern im Wandel, wie der Republik Moldau, von entscheidender Bedeutung. Sie stärkt nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern auch die gesellschaftliche Resilienz und die europäische Perspektive“, betont die Präsidentin des Goethe-Instituts Prof. Dr. Gesche Joost.
Arbeitsschwerpunkte des neuen Standorts
Der neue Standort in der Republik Moldau knüpft an die erfolgreiche Kultur- und Spracharbeit des seit 2020 bestehenden Goethe-Zentrums Chișinău an. Gemeinsam bauen Verbindungsbüro und Goethe-Zentrum den Kulturaustausch weiter aus. Im Mittelpunkt stehen künftig vielfältige kulturelle Programme, die moldauisch-deutsche Initiativen fördern, Austauschinitiativen ermöglichen und die Zusammenarbeit mit lokalen Kulturschaffenden intensivieren. Darüber hinaus engagiert sich das Verbindungsbüro in der Unterstützung europäischer Transformationsprozesse, etwa durch Kooperationen zu Themen wie Digitalisierung, Jugendförderung und EU-Integration. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Stärkung der Zivilgesellschaft: Mit Workshops, Dialogformaten und Bildungsangeboten richtet sich das Goethe-Institut an junge Menschen, NGOs und Multiplikator*innen. Durch die kombinierte Präsenz von Goethe-Zentrum und Verbindungsbüro ist das Goethe-Institut in der Republik Moldau künftig breiter und wirkungsvoller aufgestellt als bisher.
Das neue Verbindungsbüro fügt sich in die strategische Neuausrichtung des Goethe-Instituts ein. Im Jahr 2023 hat die Institution einen umfassenden Transformationsprozess angestoßen, der neben Schließungen anderer Standorte neue Präsenzen in Regionen mit besonderer geopolitischer Bedeutung vorsieht – darunter die Republik Moldau. „Die Eröffnung in Chișinău ist ein wichtiger Schritt in unserem Transformationsprozess. Sie zeigt, wie wir uns strategisch neu ausrichten und gleichzeitig eine europäische Zukunft der Republik Moldau unterstützen. Der kulturelle Austausch ist dabei ein Schlüssel für Integration und Dialog“, erklärt Generalsekretär Johannes Ebert anlässlich der Eröffnung. Die neue Präsenz soll besonders wirkungsvoll in den Bereichen kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Dialog agieren. Damit reiht sich das Verbindungsbüro Chişinău inhaltlich und strategisch in die Eröffnung neuer Präsenzen des Goethe-Instituts an den Standorten Eriwan (Armenien) und Houston (USA) ein.
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de
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Stellv. Pressesprecherin
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