Nachhaltigkeit trifft Kultur
Nachhaltigkeit in der armenischen Kulturlandschaft
Das Forschungsprojekt „Green Armenia“ widmet sich der Schnittstelle von Kultur, Kunst und Ökologie und bildet die erste interdisziplinäre Studie zur Nachhaltigkeit im armenischen Kulturbereich. Es markiert damit einen bedeutenden Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen in einem Sektor, der tief in der Gesellschaft verankert ist.
Aus insgesamt 12 hochwertigen Bewerbungen aus Armenien und dem Ausland wurde der Vorschlag des CSN-Lab in einem zweistufigen Auswahlverfahren von einer Fachjury ausgewählt. Diese Jury setzte sich aus Vertreter*innen des Goethe-Instituts, EUNIC Armenia sowie einem lokalen wissenschaftlichen Experten der Organisation Socioscope NGO zusammen.
Das CSN-Lab überzeugte insbesondere durch seinen interdisziplinären Ansatz, der sowohl die freie Kunstszene als auch größere Kulturinstitutionen einschließt. Entscheidende Kriterien für die Auswahl waren die langjährige, sektorübergreifende Expertise des Labors in den Bereichen Kulturpolitik, Kulturrechte, kulturelles Erbe und Ökologie.
Im Rahmen der Studie hat das CSN-Lab die „grüne“ Kulturlandschaft Armeniens umfassend kartiert und Nachhaltigkeitsstrategien staatlicher wie nichtstaatlicher Institutionen analysiert. Durch Interviews, Recherchen und den Austausch mit Kulturorganisationen sowie unabhängigen Akteur*innen wird seit Anfang Juni der aktuelle Stand nachhaltiger Praktiken erhoben. Dabei untersucht das Projekt bestehende Ansätze, identifiziert Lücken und macht auf bisher unbeachtete Fragen aufmerksam.
Das Ergebnis ist eine Studie, die nicht nur zentrale Herausforderungen sichtbar macht, sondern auch konkrete Empfehlungen für eine nachhaltigere kulturelle Zukunft Armeniens formuliert. Sie soll den Diskurs erweitern, neue Impulse setzen und Kulturakteur*innen dazu ermutigen, ökologische Verantwortung aktiv in ihre Arbeit zu integrieren.
Im Laufe des Jahres wird – neben der umfassenden Publikation der Studie – mit weiteren Expert*innenimpulsen und Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit im Kulturbereich gerechnet. „Green Armenia“ trägt damit wesentlich dazu bei, ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein für Umweltfragen auch im kulturellen Kontext zu stärken.