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19:00–22:00 Uhr

"Riefenstahl" | Andres Veiel Q&A | Sydney

Film Screening|German Film Festival

old lady, black and white photo © riefenstahl

old lady, black and white photo © riefenstahl

Im Anschluss an die Filmvorführung von „Riefenstahl“ wird Andres Veiel an einer Live-Fragerunde teilnehmen.

Der gefeierte Regisseur Andres Veiel hat mit Riefenstahl ein meisterhaftes Dokumentarfilmwerk geschaffen, das einen faszinierenden Einblick in das private Anwesen von Leni Riefenstahl gewährt und ihre komplexe Beziehung zum Nazi-Regime beleuchtet. Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts – sowohl als Künstlerin als auch als Nazi-Propagandistin. Ihre Filme Triumph des Willens und Olympia stehen für perfekt inszenierte Körperverehrung und die Feier der Überlegenheit und des Sieges, während sie gleichzeitig Verachtung gegenüber dem Unvollkommenen und Schwachen projizieren.

Während ihres langen Lebens nach dem Ende des Nationalsozialismus blieb sie unversöhnlich, kontrollierte und prägte ihr Erbe und war entschlossen, ihre Ideale zu bewahren. Mit Materialien, die ihm durch einen bislang unvorstellbaren Zugang zu Riefenstahls privatem Anwesen zur Verfügung standen – darunter Filme, Fotos, Aufzeichnungen und Briefe – deckt Veiel ihr Leben und ihre künstlerischen Arbeiten auf und stellt die Frage, wie es möglich war, dass Riefenstahl die führende Filmemacherin des Reiches wurde, während sie gleichzeitig jede engere Verbindung zu Hitler und Goebbels bestritt.

Der Film wird von Andrew Bird erzählt und mit Musik von Freya Arde unterlegt. Riefenstahl erforscht die anhaltende Faszination für imperialen Größenwahn sowie Riefenstahls vielschichtiges Erbe in Kunst und Politik.

”5/5 stars. extraordinary deep-dive documentary about the original cancelled artist.”
the guardian

2024 - 115 MINS - DOKUMENTARFILM - DEUTSCHLAND - M
REGISSEUR: Andres Veiel 
BESETZUNG: Leni Riefenstahl, Andrew Bird
SPRACHE: Deutsch mit englischen Untertiteln und Englisch




Regisseur - Andres Veiel

Andres Veiel, geboren in Stuttgart, Deutschland, ist ein renommierter Film- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor. Nachdem er in den 1980er Jahren Psychologie studierte, absolvierte Veiel eine Regie- und Dramaturgieausbildung unter Krzysztof Kieślowski am Künstlerhaus Bethanien. Sein erster Spielfilm-Dokumentarfilm war Winternachtstraum (1992), gefolgt von Balagan (1993), der mit dem Berlinale Friedensfilmpreis ausgezeichnet wurde. Veiel erlangte größere Aufmerksamkeit mit den Dokumentarfilmen Black Box BRD (2001), dem Spielfilm Wer Wenn nicht wir? (2010) und dem Spielfilm Beuys (2017), der mit dem Deutschen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

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