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16:45–17:45 Uhr, AEST
Spaces, Language, Encoding
Podiumsdiskussion | Ein internationales Panel beleuchtet Sprache, Raum, Kultur und die Frage, wie Live Coding etablierte Normen herausfordern kann
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RMIT University, Melbourne
- Preis nach Anmeldung kostenfrei
- Teil der Reihe: THE LIVING CODE
Das Hyperspace Live Coding Festival beginnt mit zunächst mit einer Begrüßung durch den Kurator Christopher Taudt und das Organisationsteam. Dabei werden die Künstler*innen und Gäste willkommen geheißen.
Es folgt eine Podiumsdiskussion, in der internationale und lokale Künstler*innen sich über die Themen wie Sprache und Kultur und deren Rolle im Live Coding austauschen. Im Live Coding ist eine (Programmier-)Sprache nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein wichtiges Ausdrucksmittel. Künstler*innen, die mit Code arbeiten, bewegen sich ständig zwischen Informatik, kulturellen Traditionen und menschlichen Sprachen. Das zeigt sich in der großen Vielfalt von Programmiersprachen ebenso wie in den vielen künstlerischen Formen, die beim Live Coding zusammenkommen: Musik, visuelle Kunst, Sprache, Tanz und Poesie.
Unter dem Titel „Spaces, Language, Encoding" geht es um die folgenden Fragestellungen:
- Entstehen neue kreative Räume durch Programmiersprachen, Code und andere Formen des digitalen Ausdrucks?
- Wie stark sind Algorithmen und digitale Muster von Menschen, Kulturen und Geschichte geprägt?
- Können Programmiersprachen neue Möglichkeiten schaffen, Ideen und Erfahrungen auszudrücken?
- Beeinflussen bestimmte digitale Werkzeuge und große Technologieunternehmen die Art und Weise, wie wir das Internet nutzen und gestalten (digital colonialism) ?
Teilnehmer*innen
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Alexandra Cárdenas ist eine in Bogotá, Kolumbien, geborene Künstlerin, die heute in Berlin lebt. In ihrer Arbeit verbindet sie Komposition, Programmierung und Improvisation und entwickelt experimentelle elektronische Musik mit den Mitteln des Live Codings. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Frage, welche musikalischen Möglichkeiten durch Algorithmen und Code entstehen können.
Mit ihren Performances und Projekten erforscht sie die Verbindung von Technologie und Musik und setzt sich für einen offenen Zugang zu technischer und künstlerischer Bildung ein. Dabei versteht sie Code als Werkzeug kreativen Ausdrucks und als universelle Sprache für künstlerische Experimente.
Als prägende Persönlichkeit der internationalen Live-Coding- und Algorave-Szene war Alexandra Mitbegründerin mehrerer TOPLAP-Initiativen, darunter Toplap Mexico und Toplap Berlin. Sie unterrichtet und performt weltweit mit den Open-Source-Live-Coding-Sprachen SuperCollider und TidalCycles. Ihr Hintergrund umfasst Studien in Komposition, Mathematik und klassischer Gitarre sowie einen Masterabschluss in Sound Studies and Sonic Arts der Universität der Künste Berlin.
Darüber hinaus engagiert sie sich für mehr Diversität in den digitalen Künsten. Als Mitbegründerin des internationalen Netzwerks Livecodera unterstützt sie insbesondere Frauen und weiblich gelesene Personen dabei, kreative und technische Kompetenzen im Bereich Live Coding zu entwickeln und sichtbar zu machen. -
Flor de Fuego lebt und arbeitet in Deutschland und ist eine digitale Künstlerin, die vor allem mit Programmierung und Live Coding performative künstlerische Arbeiten entwickelt.
In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Themen wie Körper, Raum, Code sowie dem Spannungsverhältnis zwischen Chaos und Kosmos. Sie war sowohl als Solokünstlerin als auch in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen bei zahlreichen internationalen Festivals in Europa und Nord- und Südamerika vertreten.
Flor de Fuego engagiert sich aktiv in der internationalen Live-Coding-Community. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Community rund um Hydra, eine browserbasierte Software für visuelles Live Coding, die von Olivia Jack entwickelt wurde. -
Hayden Ryan ist ein Klangkünstler und Wissenschaftler der Yuin-Walbanja von der Südostküste von New South Wales und lebt derzeit in Naarm (Melbourne, Australien). In seiner künstlerischen Arbeit untersucht er indigene Identitäten, Geschichten und Beziehungen zu Orten durch den Einsatz von räumlichem Audio, Feldaufnahmen, Signalverarbeitung und Akustik.
Hayden absolvierte von 2022 bis 2024 den Masterstudiengang Music Technology an der New York University. 2025 war er Stipendiat des Helsinki International Artist Programme (HIAP). Derzeit ist er Vice-Chancellor’s Indigenous Pre-Doctoral Research Fellow an der RMIT University, wo er promoviert und als Associate Lecturer tätig ist.
Darüber hinaus arbeitet er als Creative Producer für First Nations Programming bei Liquid Architecture.
Seine Doktorarbeit untersucht, wie klangliche Praktiken und akustische Räume unser Verständnis von Umwelt, Geschichte, Recht und der eigenen Positionierung innerhalb indigener Kulturen prägen. Dabei verbindet er Signalverarbeitung, (psycho-)akustische Forschung und räumliches Audio mit indigenen Forschungsmethoden, um die vielschichtigen Beziehungen zwischen den First Peoples und Klang erfahrbar zu machen. -
„harte echtzeit“ (HE) ist das künstlerische Projekt des Wissenschaftlers Christopher Taudt, der derzeit in Naarm/Melbourne, Australien, lebt und arbeitet. Die Arbeit konzentriert sich vorwiegend auf Algorithmen, wissenschaftliche Daten und Live Coding.
Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel abstrakter Klänge und konkreter rhythmischer Strukturen. Die Musik basiert auf wissenschaftlichen Daten, die sich menschlichen Maßstäben von Geschichte und Vorstellungskraft entziehen und stattdessen größere, komplexere Zusammenhänge von Raum und Zeit sichtbar beziehungsweise hörbar machen.
Christopher Taudt ist Mitbegründer des Live-Coding-Festivals futur AAA (Deutschland) sowie des neu gegründeten Kollektivs Live Coders Naarm. Neben der künstlerischen Tätigkeit organisiert er Algoraves, Workshops und weitere Veranstaltungen.
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Alex McLean ist Musiker und unabhängiger, durch UKRI geförderter Forscher. Seine Arbeit beschäftigt sich mit pattern-based music, textiles and dance.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat er den Ansatz des „Live Coding“ für algorithmische Musik maßgeblich weiterentwickelt. Dazu gehört die Mitentwicklung der populären Live-Coding-Umgebungen Strudel und TidalCycles sowie der weltweiten Algorave-Bewegung für algorithmische Tanzmusik. Er lebt und arbeitet in Sheffield, wo er am Sheffield Pattern Club und am Alpaca Festival für algorithmische Muster mitwirkt.
Als Künstler ist er international aufgetreten, unter anderem bei den Festivals Sónar, Glastonbury, No Bounds, transmediale und Ars Electronica. https://slab.org/
Ort
Building 12, BlackBox Multimedia Space (12.02.103)
124 La Trobe St
CBD
Melbourne 3000
Australien