Praktikum

Das Goethe-Institut Bangladesh in Dhaka bietet Studierenden in höheren Semestern oder nach abgeschlossenem Grundstudium die Möglichkeit eines Praktikums. Sie erhalten dadurch nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Goethe-Instituts und in die Außen-,kultur- und Bildungspolitik allgemein, sondern lernen auch, welche Rolle das Goethe-Institut und kultureller Austausch in einem Entwicklungsland spielt. Sie beteiligen sich durchaus auch selbst initiativ an der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen, übernehmen dabei auch Aufgaben in Zusammenarbeit mit Partnern des Goethe-Instituts, gewinnen Einblicke in die Sprachkursarbeit, in die Verwaltung (Finanzen/Personal) oder bringen sich in die Arbeit der Bereiche Bibliothek und Information ein.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Voraussetzungen, die verschiedenen Arbeitsbereiche und freien Stellen. Wenn Sie weitere Informationen haben möchten, lesen Sie auch unsere „Praktikantenseiten“, auf denen ehemalige Praktikanten eigene Tipps geben, über Land und Leute sowie das Goethe-Institut Bangladesh und ihre Arbeit hier informieren.

Sollten Sie Interesse an einem Praktikum im Goethe-Institut Dhaka haben, dann bewerben Sie sich bitte online:

Online-Formular

Weitere Informationen für Praktikanten


Für ein Praktikum am Goethe-Institut in Dhaka bestehen folgende Bedingungen:
  • Deutsche Staatsbürgerschaft und/oder sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (muttersprachliches Niveau)
  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Begonnenes bzw. abgeschlossenes Hochschulstudium im geisteswissenschaftlichen, betriebswissenschaftlichen, juristischen oder informationswissenschaftlichen Bereich, das zum Diplom, Magister, Bachelor, Master, Staatsexamen (Sek. II) oder einer Promotion führt
  • Mindestens drei Semester Studium
  • Höchstalter: 30 Jahre
  • Hohe Flexibilität und Kontaktfreudigkeit im Umgang mit Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt
  • Hohe zeitliche Flexibilität
  • Abschluss einer Reiserückholversicherung und einer Auslandsreiseversicherung vor Einreise nach Bangladesch

Am Goethe-Institut können in zwei Arbeitsbereichen Praktika absolviert werden, in der Kulturabteilung und im Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) im Rahmen der Bildungskooperation Deutsch.

In der Kulturabteilung erhalten Sie Einblicke in die folgenden Aufgabenfelder:
  • Konzipierung und Realisierung der deutsch-bangladeschischen kulturellen Zusammenarbeit
  • Mitarbeit bei der organisatorischen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Kulturveranstaltungen in allen Programmsparten
  • Aktive Teilnahme an der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts
Bei PASCH erfahren Sie mehr über die folgenden Tätigkeitsbereiche:
  • Konzipierung und Realisierung von Kulturprogrammen an den PASCH-Schulen
  • Organisation der sprachlichen und methodisch-didaktischen Qualifizierung der Deutschlehrer
  • Unterrichtshospitationen

Ein Praktikum am Goethe-Institut Dhaka dauert mindestens drei Monate. Gerne nehmen wir auch Bewerbungen für einen längeren Zeitraum entgegen. Sollte Interesse an einem Praktikum für mindestens sechs Monate bestehen, können sie sich auch über www.kulturweit.de bewerben.Vergessen Sie dabei nicht Ihr Interesse an einem Praktikum an unserem Institut in Bangladesch zu formulieren.

Ab Januar 2016 ist kurzfristig ein Praktikumsplatz in der Abteilung Kulturprogramme zu vergeben.

Praktikumsdauer: drei bis sechs Monate

Bewerbungen bitte direkt an die Institutsleitung:
director@dhaka.goethe.org

Um Entscheidungen für ein Praktikum zügig und reibungslos treffen zu können, möchten wir Sie bitten, den Online- Fragebogen in deutscher Sprache auszufüllen und direkt an unser Goethe-Institut zurück zu senden.

Online-Formular

Planen Sie bitte frühzeitig Ihr Praktikum. Mindestens sechs Monate Vorlaufzeit erhöhen Ihre Bewerbungschancen!

Goethe-Institute im Ausland fordern bei Interesse weitere Bewerbungsunterlagen an:
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben (min. eine DIN A4-Seite), warum Sie sich für ein Praktikum in Bangladesch interessieren
  • Bestätigungsschreiben, dass Sie Kenntnis davon nehmen, dass das Goethe-Institut Dhaka nachdrücklich den Abschluss einer Auslandsreise- und Rückholversicherung vor Einreise nach Bangladesch empfiehlt
  • Referenzschreiben(muss von einem Hochschullehrer oder Dozenten verfasst werden, sollte max. eine DIN A4-Seite umfassen, einen persönlichen Eindruck Ihrer Leistung wiedergeben und kurz begründen, warum Sie sich für ein Auslandspraktikum eignen)

Das Praktikum erfolgt unentgeltlich. Für die Finanzierung Ihres Lebensunterhalts und für Ihre Unterbringung müssen Sie selber aufkommen. Dabei kann Sie das Goethe-Institut leider nicht unterstützen. 

Im Rahmen des Kulturweit-Programms werden die Reisekosten und ein Teil der restlichen Kosten übernommen. 
Mehr Informationen dazu unter: www.kulturweit.de 
Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse in Deutschland Ihren Krankenversicherungsschutz, bevor Sie das Praktikum beginnen. Überprüfen Sie bitte auch Ihre Unfallversicherung für die Dauer des Auslandsaufenthaltes.

Informieren Sie sich ausgiebig über den Status Ihres Impfschutzes! Lesen Sie die Reisehinweise auf der Homepage des Auswärtigen Amts und schließen Sie eine international gültige Reiserückholversicherung ab. Der medizinische Standard in Bangladesch ist sehr niedrig. 

Bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie mit Ihrem Arzt, einem Tropenmediziner und Ihrem Apotheker sprechen und tragen Sie dafür Sorge, einen umfassenden Versicherungsschutz abzuschließen, damit Sie im Notfall (Dengue, Cholera, Typhus, Malaria, etc.) außer Landes geflogen werden können!

Deutsche Botschaft Dhaka

Sobald Sie eine Zusage zu einem Praktikum von uns erhalten, erhalten Sie auch eine Einladung und ein umfangreiches Informationspaket zur Visabesorgung. 

Erste Informationen finden Sie auf der Homepage der Botschaft von Bangladesch in Berlin, wo man auch das Visaformular laden kann.

Botschaft von Bangladesch in Berlin

Nur relativ wenige internationale Fluglinien fliegen Dhaka an. Mögliche Verbindungen gehen über die Golfstaaten, die Türkei oder Indien. Von Direktflügen mit bangladeschischen Fluglinien sei aufgrund bestehender Sicherheitsbedenken abzuraten.

Weitere Informationen und einen genauen Stadtplan finden Sie hier: Anfahrt

Reisekostenzuschuss durch DAAD
Bei Praktika von mindestens zwei Monaten gewährt der Deutsche Akademische Austauschdienst unter bestimmten Bedingungen einen Reisekostenzuschuss. Nach Ihrer Terminzusage übersenden wir Ihnen eine Bestätigung des Praktikumzeitraumes. Diese müssen Sie Ihrem Antrag an den DAAD beifügen.

Sie sind verpflichtet, am Ende des Praktikums einen Bericht zu erstellen, der als Grundlage der Praktikumsbestätigung dient. 

Eine Bewertung der Tätigkeit findet in aller Regel nicht statt, kann aber auf Wunsch erstellt werden. 

Bitte beantragen Sie die Bestätigung rechtzeitig bei der Praktikumsleitung. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf ein Beurteilungsschreiben.

Bangladesch, das Land der Bengalen (Volksrepublik Bangladesch), ist ein kleines Land, eingerahmt von Indien, Myanmar im Südosten und dem Golf von Bengalen im Süden. Mit einer Größe von 147 570 qkm (ca. doppelt so groß wie Bayern) und einer Bevölkerungszahl von derzeit 153 Millionen gehört es zu den dichtest besiedelten Ländern der Welt (Bevölkerungsdichte von mehr als 1.000 Ew./km² - vgl. Bayern 177 Ew./km²). Bangladesch ist ein Entwicklungsland mit typischen Merkmalen, wie rapides Bevölkerungswachstum und ein schwaches Bruttoinlandsprodukt von 621 USD/ Kopf/ Jahr (2009). Es ist eines der ärmsten Länder überhaupt. 

Die Kluft zwischen Arm und Reich klafft weit und ist jederzeit offen sichtbar, vor allem in rasant wachsenden Städten wie der Hauptstadt Dhaka. In ihren Straßen existieren diese Unterschiede in unmittelbarer Nähe zu einander. Dhaka ist „sehr lebendig“, oder besser: eine der chaotischsten Metropolen Südasiens. Die Straßen sind voller Menschen und Verkehr, die Luft voller Abgase und Feinstaub – daneben, exotische Gerüche, bunte Märkte und insgesamt Vielfalt von Kultur. Es ist oft schwierig, sich zu Fuß auf den Straßen zu bewegen, da der Verkehr auf Rädern dominiert. Dennoch sollte man sich gelegentliche Entdeckungsreisen als Fußgänger nicht entgehen lassen. Einen guten Kompromiss zwischen Schlendern und Taxifahren bieten die etwa 1 Million Rickshaws. Trotz der voranschreitenden Urbanisierung leben noch immer 75 Prozent der Bevölkerung unter einfachsten Verhältnissen auf dem Land. Fischfang und Landwirtschaft, sprich Reisanbau, sind die Hauptbeschäftigungsfelder. Ob auf dem Land oder in der Stadt, was Besuchern in Bangladesch auffällt, ist die schier endlose Neugierde der Menschen. Es mag am Anfang eine große Umstellung sein, man gewöhnt sich aber schnell an das neue Umfeld. Die Menschen sind überall sehr freundlich, Fremden gegenüber offen, würden immer das letzte Korn Reis mit einem teilen und empfänden es sogar als Beleidigung, wenn man dieses ablehnte. Gastfreundschaft und Höflichkeit haben einen hohen Stellenwert, werden jedoch anders verstanden. Aus diesem Grunde kann man sich, obwohl ihrerseits gut gemeint, unter Umständen belästigt oder überrumpelt fühlen.

Da 90 Prozent der Bevölkerung Moslems sind (Die restlichen 10 Prozent gehören Buddhismus, Hinduismus, Christentum oder Naturreligionen an), wird es vor allem weiblichen Besuchern nicht entgehen, dass sie sich in der Öffentlichkeit nahezu nur unter Männern befinden. Als „weiße“ Frau fällt man da besonders auf und kann sich durch die oft starrenden Blicke sehr unbehaglich fühlen. Dagegen haben sie jedoch den Vorteil, besser mit Frauen in Kontakt zu kommen, was einem häufig in ländlichen Regionen passieren kann, sobald das erste Eis gebrochen ist.
Landschaftlich ist das kleine Bangladesh sehr vielfältig: einzigartige Mangrovenwälder im Südwesten, Teeplantagen im Nordosten oder die Chittagong Hill Tracks im Südosten laden zum Reisen ein, wenn auch die touristische Infrastruktur wenig entwickelt ist.

 
Es empfiehlt sich daher, vor allem auf längeren Touren, gemeinsam mit Einheimischen zu reisen.

Klimatisch ist Bangladesch tropisch. Es ist ganzjährig heiß und feucht, wobei besonders in den Monaten von Mai bis August der Monsun heftige Regenfälle bringt und die eigene Garderobe arg strapaziert.

Vor der Abreise


Zur Einreise nach Bangladesh wird ein Visum benötigt, welches rechtzeitig bei der Botschaft von Bangladesh in Berlin beantragt werden sollte. Wichtig dabei ist ein Einladungsschreiben der jeweiligen Institution, das die Übernahme aller Kosten garantiert. Es empfiehlt sich ein „double“ oder „multiple entry“ Visum zu beantragen – auch wenn man vielleicht noch nicht plant, in ein angrenzendes Land zu reisen. Späteres Gerangel mit den örtlichen Visabehörden ist kräftezehrend und  meistens aussichtslos. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass bei Einreise nach Bangladesch auf dem Luftweg für eine spätere Ausreise auf dem Landweg (und umgekehrt) eine sog. Route Changes Permission beim Department of Passports and Immigration in Dhaka (Agargaon) erforderlich ist.

Bangladesch Embassy

Bangladesch Embassy Visa

Deutsche Botschaft Dhaka
 

Viele Wege führen nach Dhaka. Es gibt keine Direktflüge und je nach Fluglinie steigt man in Dubai, Doha, Delhi oder Istanbul um. Folgende Airlines bieten Flüge an:

Turkish Airlines
Emirates
Qatar Airways
Gulf Air
Jet Airways

Studententarife gibt es unter:

Sta Travel

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Sinnvoll ist auch der Impfschutz gegen Tollwut sowie Typhus auf Grund erhöhter Infektionsgefahr durch verunreinigte Speisen oder Getränke. Ein Besuch bei einem Tropenarzt in Deutschland vor und nach der Abreise ist empfehlenswert.

www.gesund-reisen.de

  • HIV/Aids ist ein weltweites Problem, auch wenn verlässliche Angaben über die Verbreitung der Krankheit in Bangladesh nicht vorliegen. Es bestehen Infektionsrisiken: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen sowie Bluttransfusionen können sehr gefährlich sein. Nach Angaben der WHO sind rund drei Viertel aller zu medizinischen Zwecken benutzten Spritzen in Bangladesch nicht hinreichend desinfiziert.
  • Dengue-Fieber (vor allem im Raum Dhaka).
  • Diverse Darminfektionen (Parasiten, Bakterien, Viren).
  • Prophylaxe: Durch hygienisches Essen (nur Gekochtes und nichts Aufgewärmtes) und Trinken kann die Gefahr von Durchfallerkrankungen und anderen Darminfektionen erheblich gesenkt werden. Leitungswasser kocht man vor dem Trinken ab (nicht nur aufkochen sondern min. eine halbe Stunde kochen!). Auch beim Kauf von Wasser sollte man darauf achten, dass die Flaschen wirklich verschlossen sind. Wenn man Obst wäscht oder Zähne putzt sollte man auch dafür gekauftes oder abgekochtes Wasser benutzen. Vorsicht ist außerdem beim Kauf und Verzehr von Lebensmitteln aus Straßenrestaurants, Märkten oder sogenannten „Teastalls“ geboten (einfache Holzbuden, in denen Tee, Kuchen und Zigaretten verkauft werden). Ist der Laden jedoch gut besucht, kann das ein positives Zeichen für Reinheit und Geschmack sein.
  • Schutz vor Mücken ist wichtig, weshalb hautbedeckende Kleidung und Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze etc. zu jedem Aufenthalt dazu gehören - kann alles vor Ort besorgt werden.
  • Ausreichender Krankenversicherungsschutz incl. Reiserückholversicherung durch eine deutsche Versicherung.

Paracetamol, Ibuprofen, KEIN Aspirin (schränkt Diagnose von Dengue-Fieber ein), Loperamid (Durchfall), Tannin (Antiseptikum), Elektrolyt-Glucose-Präparate (auch lokal sehr gut erhältlich: Oral-Saline), Metoclopramid (Übelkeit, Magen-Darm), Dimenhydrinat oder Domperidon (Reisekrankheit), Desinfektionsmittel (Betaisadona), Verbandszeug, Pinzette, kleine Schere, Insektensektenabweisende Cremes (Autan, Zedan, Azaron), Antiallergische Cremes (auch lokal sehr gut erhältlich: Odomos), Fenistilgel.

NICHT von der Länge dieser Liste erschrecken lassen. In Dhaka gibt es sehr viele Apotheken, in denen man alle Arten von Medikamenten kaufen kann. Daher ist es nicht zwingend notwendig, alle aufgeführten Medikamente bei der Einreise parat zu haben.

Sprechen Sie am besten mit einem in Reisesachen bewanderten Arzt und informieren Sie sich auf entsprechenden Seiten.

www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/index.html

Die Landessprache ist Bangla. Ein Bengale ist hoch erfreut, wenn man ihn auf Bangla begrüßt. Einige Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln zu erlernen, ist daher von Vorteil. Die Rickshawfahrer sprechen meistens auch nur Bangla, und da ist es ungemein hilfreich, Orts- und Richtungsangaben sowie Zahlen zum Aushandeln des Preises zu kennen. Die Umgangssprachen an der jeweiligen Institution sind Deutsch und Englisch.

Literatur: Kauderwelsch Bengali. Wort für Wort. Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2000.

Die Temperaturen fallen selten unter 20°C, und es empfiehlt sich leichte Baumwollkleidung – am besten etwas länger und weiter, um sich dem einheimischen Kleidungsstil anzupassen. Für Frauen gilt dieser Kleiderkodex besonders – kurze Röcke/Hosen sowie Trägershirts können anstößig wirken. Auch nicht die besten Kleidungsstücke einpacken, es wird alles reichlich strapaziert. Dennoch empfehlen sich feste, geschlossene Schuhe (besonders in der Regenzeit). Ansonsten reichen Sandalen und Flip Flops, die man auch leicht vor Ort bekommt. Badezeug ist für die wenigen privaten Club- oder Hotelpools in Dhaka nützlich. Gewaschen wird entweder mit der Hand oder in Wäschereien. Einige Wohnungen haben auch eine Waschmaschine.

Wichtige Dokumente:
  • Reisepass
  • Flugtickets
  • Impfpass
  • (Reisekranken-)Versicherungsunterlagen (Wichtig sind die Notrufnummer und persönliche Versichertennummer!!)
  • Passbilder vor Ort kein Problem
  • US Dollar oder Euro in bar
  • Kreditkarte oder EC-Karte, ATMs gibt es in Dhaka überall
  • KOPIEN!!! Macht von allen Dokumenten Kopien; ratsam außerdem: alle Dokumente einscannen und per Internet abrufbar halten. Kopien immer getrennt von den Originalen aufbewahren.
Weitere wichtige Dinge:
  • Sonnenbrille
  • Taschenlampe (gut ist eine, die man sich am Kopf festmachen kann, um bei Stromausfall freie Hände zu haben)
  • Evtl. „film safe“ – Spezialbeutel für Filme, um sie unbeschädigt durch die Röntgenkontrolle zu bringen.
Günstig vor Ort zu erstehen sind:
Moskitonetze, Klamotten aller Art, Textilien, Bettwäsche, Schuhe aller Art, Waschpulver, Handtücher, Kinderspielzeug, Briefpapier, Souvenirs, Postkarten, Schmuck aller Art (auch Silber).

über Bangladesch

auswaertiges-amt.de

suedasien.info

Fotos:

dhaka.diplo.de Bangladesh Bildergalerie

dhaka.diplo.de Sundarbans Bildergalerie

Freiwilligentagebuch Netz Bangladesh

liportal.inwent.org


Sicherheit und Reisehinweise

Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass in letzter Zeit (Anfang 2009) vermehrt Überfälle in CNGs (Babytaxis) in Dhaka stattgefunden haben. Das heißt, es ist schwierig, abends alleine im CNG unterwegs zu sein. Sicherer sind Taxen, wobei näturlich das Beste ist, wenn man in Begleitung fährt oder ein Privatauto nutzt.

Siehe auch:

Auswärtiges Amt Sicherheithinweise Bangldesh

Es ist sinnvoll sich vor der Ort in die Krisenvorsorgeliste ("Deutschenliste") bei der deutschen Botschaft einzuschreiben. Näheres dazu unter folgendem Link:

www.dhaka.diplo.de/Vertretung/dkaka/de/04/Krisenvorsorgeliste/Krisenvorsorgeliste.html

Weitere Sicherheits- und Reisehinweise

www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformation/Bangladesch/Sicherheitshinweise.html

www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/asia/vbgd/rhban.html

In Bangladesh


Bis auf das Goethe-Institut befinden sich alle deutschen Unternehmen und Institutionen im Diplomatenviertel Gulshan. Dieses Viertel unterscheidet sich enorm von der restlichen Stadt Dhaka. Dort gibt es große Supermärkte mit westlichen Standards, diverse ausländische Clubs und Restaurants. In Gulshan wohnen die meisten Mitarbeiter und Praktikanten. Praktikanten bzw. Assistenten wohnen oftmals in WGs, und es lohnt sich, bei der jeweiligen Institution nachzufragen, ob es irgendwo ein freies Zimmer gibt.

Die Praktikanten des Goethe-Instituts beziehen eine 3er WG in dem Stadtteil Dhanmondi, nicht weit entfernt vom Goethe-Institut. Die Wohnung hat 3 Schlafzimmer, eine Küche, ein Wohn- und Essbereich, 2 Badezimmer und 2 Balkone. Die Zimmer werden von Praktikanten zu Praktikanten weitergegeben. Bei Übernahme der Wohnung war diese komplett leer und musste von den jeweiligen Praktikanten eingerichtet werden. Daher wird von jedem neuen Mieter ein Abschlag verlangt, um die Kosten für die Einrichtung aufzuteilen. Die Miete beträgt monatlich 90,00 € (Stand: Juni 2014). Einmalig werden eine Kaution von zwei Monatsmieten und der genannte Abschlag von jedem neuen Mieter verlangt. 

Sollten Sie Interesse an der WG haben, schreiben Sie ihrem Ansprechpartner am Goethe-Institut Bangladesch. Dieser wird Ihnen den Kontakt zu den derzeitigen Praktikanten vermitteln.

Das Mieten dieser Wohnung ist jedoch keine Pflicht, Sie können sich gern auch auf eigenen Weg eine Wohnmöglichkeit suchen.

In Bangladesch zu leben bedeutet auf jeden Fall eine Umstellung für jeden. Doch nach einiger Zeit gewöhnt man sich an den Trubel der Stadt. Das Leben in der Hauptstadt ist sehr extrem und typisch für seine Kontraste. Dhaka ist eine schnell wachsende Metropole, die sich in den letzten 10 Jahren sehr verändert hat. Während man sich damals noch zu Fuß oder mit dem Rad auf den Straßen bewegen konnte, sind die Verkehrsadern Dhakas zunehmend verstopft und künden vom bevorstehen Infarkt. Da es keinen öffentlichen Verkehr gibt, ausgenommen der Buslinien, ist jeder für sich selbst unterwegs. Die zahllosen Rickshaws, CNG´s, Autos und Busse drosseln die Geschwindigkeit auf Schritttempo.

Infolge dessen gibt es kein geordnetes Straßenleben. Kleinere Straßen lassen sich gut zu Fuß erkunden – Hauptverkehrswege besser per Rickshaw oder CNG. Um lautstarke Diskussionen hinterher zu vermeiden, sollten (Fahrt-)Preise generell vorher ausgehandelt werden. Grundsätzlich wird versucht, Ausländer doppelt zur Kasse zu bitten. Die Rickshaw-Fahrt kostet im Schnitt 10 Taka pro Kilometer. Bei CNG und Taxis darauf bestehen, dass der Zähler läuft – kennt man sich aus, vereinbart man einen „fixed price“.

Freizeit, Ausgehen oder einfach Einkaufen unterliegen in Dhaka eigenen Regeln. Es gibt bisher nur wenige Cafés, in denen man Zeit verbringen und kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen kann – ihre Zahl nimmt aber stetig zu. Typisch sind die tea-stals, kleinen Teestuben auf der Straße, die auf den ersten Blick vielleicht nicht immer einladend aussehen – doch es gibt einige qualitative Unterschiede, die man am besten selbst heraus findet. Will man seinen Bedarf an alltäglichen Produkten wie Wasser, Saft, Milch, Toast, Obst decken, findet man überall kleine Läden, ähnlich der deutschen Kioske. Auch Fotos entwickeln lassen oder Telefonkarten kaufen ist möglich. Oft etwas versteckt, vielleicht im 2. Stock, entdeckt man auch Restaurants, die ein Mittags-Buffet für ca. 140 Taka anbieten. Man muss einfach suchen und entdecken. Entlang der Hauptstraßen wie der Mirpur Road in Dhanmondi gibt es zahllose Shopping-Centren. „Agora“ zum Beispiel ist eine Art Supermarktkette mit westlichen Produkten. Im „Aarong“ gibt es massig Souvenirs, Textilien und Accessoirs etc. Absolut sehenswert ist auch der New Market, der mit seinen vielen kleinen Geschäften und dem bunten Treiben einen Hauch von altem orientalischen Flair verbreitet. Jedoch haben sich die Produkte dem Zeitgeist angepasst.

Ähnliche Atmosphäre und traditionelleres Leben findet man in Old Dhaka. Hier sind es kleine Gässchen, vereinzelte Häuser aus der Kolonialzeit und besondere Sehenswürdigkeiten, die die Vergangenheit mit dem heutigen Leben verknüpfen. Vom Hafen aus starten die meisten Schiffe entgegen der Deltamündungen oder anderer Ziele. Old Dhaka ist voll von Menschen, es werden Waren abgeladen, oder ein vollgestopftes Schiff setzt gerade zur Reise an. Bei einer kleinen Rundfahrt auf dem Buriganga lässt sich dieses Treiben auch vom Fluss aus genießen.

Sucht man aber das Leben mit westlichen Cafes, Geschäften und Restaurants, findet man dies eher in Gulshan. Dort und in den angrenzenden Vierteln wie Banani ergibt sich ein ganz anderes Bild. Hier kann man die Straßen entlang bummeln und entspannt die Gegend und Geschäfte erkunden. Man trifft auf Menschen der neureichen Mittelschicht, und die meisten Ausländer leben hier. Es gibt Fastfood-Restaurants, leckeres Eis im „Club Gelato“, die meisten Clubs wie der German Club befinden sich hier, und vor allem zahllose internationale Restaurants, vom Mexikaner bis hin zum Koreaner – manche sogar mit alkoholischen Getränken auf der Karte.

Aber es gilt ganz Dhaka zu entdecken. Alle Stadtteile haben einen eigenen Charakter und Charme. Gulshan ist das pulsierende und westlich orientierte Zentrum der Stadt. In Shamoly sind es die kleinen Seitenstraßen mit den zahllosen Schuhläden, Schneidern, Gemüsehändlern. In Dhanmondi sind viele Schulen, der Dhanmondi Lake bietet Erholung, und auch eine Künstlerszene hat sich hier etabliert. Sucht man einen Vergleich, wäre es das Kreuzberg von Dhaka.

Das Land der Bengalen ist ein hauptsächlich landwirtschaftlich genutztes Land und berühmt dafür, dass es unglaublich grün ist (symbolisiert durch die grüne Farbe der bengalischen Flagge). Das Grün findet sich hier in den verschiedensten Nuancen, und die Tatsache, dass es drei Ernten im Jahr gibt (bei entsprechendem Regen), lässt auf die Fruchtbarkeit des Landes schließen. Wer in der Hauptstadt des Landes arbeitet, sollte unbedingt versuchen, das Land zu bereisen, da sich hier erst der eigentliche Charakter offenbart, der im krassen Gegensatz zu Dhaka steht.

Die ersten Reisen auf das Land macht man am besten in einer Gruppe und, besser noch, mit bengalischer Begleitung, die sich schneller in den örtlichen Begebenheiten zurechtfindet und weniger Sprachprobleme hat als unsereins. Wer den Subkontinent schon öfters bereist hat, kann natürlich auch seine ersten Reisen alleine machen – grundlegend bestehen keinerlei Probleme. Die Bengalen sind auch hier hilfsbereit und es kommt immer wieder in scheinbar komplizierten Situationen vor, dass eine Stimme von der Seite fragt, ob man Hilfe bräuchte. Probleme bereitet oft nur die Sprache bzw. die Schriftsprache.

Man sollte sich aber vor jeder Reise über deren Risiken wie Malaria informieren und entsprechend vorbeugen. Besonders der Osten in den Gebieten Sylhet, den Chittagong Hill Tracks und Cox’s Bazar ist als Malariagebiet ausgewiesen. Ansonsten sind alle westlich gelegenen Gebiete (Dhaka-, Kulna- und Rajshahi-Division) frei davon. Ein guter und aktueller Informationsstand ist dennoch wichtig, um anderen Ereignissen zu begegnen. Man sollte immer relativ gut über politische Aktivitäten oder Situationen Bescheid wissen. Besonders Grenzgebiete wie das zu Myanmar hin oder die Ostgrenze zu Indien sind bekannte Regionen, in denen die Sicherheit nicht immer gewährleistet ist (dort leben besonders ethnische Minderheiten, die selbst jedoch nicht für Probleme sorgen, sondern eher ihrerseits mit gesellschaftlicher Nichtachtung zu kämpfen haben).

Logistisch kommt man in Bangladesh in jeden Zipfel des Landes. Beliebte Verkehrsmittel sind Bus und Bahn. Das Schienennetz ist sehr gut ausgebaut (ein Überbleibsel der englischen Kolonialherrschaft). Die Züge fahren gemeinhin sehr langsam und man sollte genügend Zeit einplanen – einfach eine „romantische“ und bequeme Art zu reisen. Unterwegs gibt es viel zu sehen, und auch das Treiben in den Bahnhöfen sollte man zumindest mal erlebt haben (besonders das professionelle Auf- und Absteigen der „Billigreisenden“ auf den Zugdächern ist interessant). Busreisen können unter Umständen weniger bequem sein (ab einer Größe von 1,75m wird es eng). Will man zielstrebig von A nach B kommen, nimmt man sogenannte „Direct-buses“, die relativ schnell fahren und nicht ganz so überfüllt sind. Zwischen den großen Städten fahren auch klimatisierte Busse. „Local-buses“ haben dagegen viele Stops, brauchen viel Zeit, sind oft voll, heiß und einfach eng. Trotzdem sollte man auch das, bei entsprechend guter Anpassung, mal erlebt haben. Ebenfalls gute  Verkehrsstraßen sind die zahlreichen Flüsse, die durch das ausgedehnte Delta viele Verbindungen bieten. Auch hier sollte man sich eine Reise mit dem Dampfschiff, egal ob bei Tag oder Nacht, nicht entgehen lassen.

Etwas vorsichtiger sollte man auf dem Land mit dem Essen sein, zumindest mit der Schärfe. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass es dort immer frisch und natürlich zubereitet ist, aber nicht jeder ist gleichermaßen daran gewöhnt. Wasser ist genau wie in Dhaka am besten aus versiegelten Flaschen zu genießen. Die Suche nach geeigneten Toiletten führt nicht immer zum gewohnten Ergebnis – auf gewisse Wagnisse sollte man sich da schon einlassen. Aber das Land in seiner Vielfältigkeit, seiner Natur und der Ursprünglichkeit entschädigt für alles. Die Menschen, denen man hier begegnet, zeigen manchmal Scheu oder ungetrübte Neugierde, rufen einem ungeniert hinterher oder wollen einfach nur Kontakt zu selten gesehenen Ausländern. Oftmals fühlt man sich durch ihre natürliche Unschuld verzaubert – besonders in ruhigen und entspannten Momenten. Dann zeigt sich meist die wahre Vorliebe der Bengalen – das Singen von der Liebe. Doch auch die Aufforderung, ein eigenes Lied zu singen, lässt meist nicht lange auf sich warten.

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