The Wax and Gold of Hairstyles in Ethiopia

The Wax and Gold of Haitstyle in Ethiopia
Die Ausstellung „ Wax and Gold of Hairstyle in Ethiopia“ über Haarfrisuren in Äthiopien markiert die zweite Zusammenarbeit des Goethe-Instituts mit dem Frobenius-Institut seit 2019. Die Ausstellung ist nicht das erste Mal, dass sich das Goethe-Institut mit Fotografie, Dokumentation und Archivierung im thematischen Zusammenhang von Erinnerung, Repräsentation und kultureller Identität beschäftigt. 

Das Konzept für die Ausstellung ist aus dem Projekt Baxxe ፤ Home entstanden, zu dem der Fotograf Maheder Hailesellasie und der Kulturerbe-Experte Abel Assefa an das Frobenius-Institut für kulturanthropologische Forschung in Frankfurt eingeladen wurden. Während ihrer Besuche im März und Mai 2019 hatten sie Zugang zu den Fotoarchiven des Instituts und zu Artefakten, die von deutschen Anthropologen während des gesamten zwanzigsten Jahrhunderts in Südäthiopien gesammelt wurden.

Im Anschluss an die Ausstellung "Baxxe ፤ Home" Ende 2019 entstand die Idee zu "The Wax and Gold of Hairstyle in Ethiopia". Für das Projekt wurden Fotografien von Menschen und ihren Frisuren ausgewählt, die von deutschen Anthropologen während ihrer Exkursionen in Südäthiopien, insbesondere, aber nicht nur, in Gebieten wie Gedeo, den Konso-Bergen und der Süd-Omo-Region zwischen 1934 und 1971 dokumentiert wurden, mit dem Ziel, sie mit ihren originalen Bildunterschriften auszustellen, um zur Reflexion über diese Expeditionen anzuregen. Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, mit Hilfe von Experten die Ziele und Methoden der Expeditionen nach Äthiopien, die zwischen den 1930er und 1970er Jahren stattfanden, kritisch zu analysieren - eine Periode in der deutschen Geschichte, die durch den Nationalsozialismus und die NSDAP mit ihrer Rassenideologie, den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit geprägt ist. Das Projekt ist auch insofern zeitgemäß, als es sich mit aktuellen Diskussionen in Europa und Afrika zu Themen wie Dekolonisation überschneidet.

Nach der Fertigstellung der Ausstellung in Addis Abeba wird das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Frobenius-Institut und seinen Partnern prüfen, ob die Exponate dauerhaft nach Jinka, Äthiopien, verlegt werden können und wie die Ergebnisse der Arbeit online zugänglich gemacht werden können.

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