[EOL]. End of Life

VR-Performance installation|

  • Alle School of Fine Arts and Design

End of Life © DARUM

Wie viel Leben bleibt in der digitalen Rekonstruktion eines verstorbenen Menschen?
Was wird in der künftigen, unternehmensgesteuerten digitalen Welt keinen Platz mehr haben?

Aufbauend auf den Themen der Hyperlink-Installation 404-TOTLINK aus dem Jahr 2021, entwickelt für das Impulse Theater Festival (Deutschland), ermöglicht [EOL]. End of Life einen Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft – erlebbar durch ein Meta Quest 3 VR-Headset. Das Publikum schlüpft in die Rolle eines „ausgelagerten Freelancers“ des fiktiven Multimilliarden-Unternehmens IRL (Imaginary Reality Landscapes).

Als Freelancer entscheiden sie, welche verlassenen Welten weiterhin einen Platz in den virtuellen Utopien des Metaverse von morgen verdienen – und welche endgültig gelöscht werden sollen.

[EOL]. End of Life konfrontiert diese virtuellen Reisenden mit begehbaren 3D-Umgebungen, die Spuren ihrer menschlichen Schöpfer enthalten. In diesem langsam zerfallenden Metaverse 1.0, das inzwischen von den Online-Servern getrennt ist, bleiben digitale Echos vergangener Existenzen erhalten – zusammen mit der Frage, wie wir eines Tages erinnert werden und wie wir erinnert werden wollen.

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Wie funktioniert diese Performance in VR?
[EOL]. End of Lifeist eine vollständig immersive VR-Performance, programmiert in Unity und exklusiv entwickelt für eines der fortschrittlichsten derzeit verfügbaren Headsets: die Meta Quest 3. Die Interaktion im virtuellen Raum erfolgt ausschließlich mit den Händen – ohne Controller.

Bewegungsraum:
Jede Besucherin und jeder Besucher erhält etwa 10 Quadratmeter Bewegungsfläche. In der virtuellen Realität bewegt man sich wie in der realen Welt. Werkzeuge wie Teleportation oder Controller-basierte Fortbewegung werden nicht genutzt, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Motion Sickness deutlich reduziert wird.

Dauer:
Jedes Publikummitglied verbringt etwa 85 Minuten in VR. Es gibt kurze Momente, in denen man sich (auf den Boden) setzen kann, doch die Performance ist als begehbare Installation im virtuellen Raum gestaltet, in der man häufig steht oder sich bewegt.

Äthiopien-Premiere
Die äthiopische Premiere von [EOL]. End of Life wird durch die Unterstützung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland sowie durch die Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut Äthiopien und der Österreichischen Botschaft Addis Abeba ermöglicht. Die Alle School of Fine Arts and Design in Addis Abeba dient als Gastgeberin der afrikanischen Erstaufführung der hochgelobten Medieninstallation.

Im Rahmen des Gesamtprogramms sind folgende Aktivitäten geplant:
Workshop/Vortrag (nur mit Einladung) zu VR-Design und Programmierung/Storytelling
Mittwoch, 15. April 2026, an der Alle School of Fine Arts and Design und am Goethe-Institut Äthiopien.

Offizielle Eröffnung von [EOL]. End of Life
Freitag, 17. April 2026, um 18:00 Uhr im Goethe-Institut Äthiopien.
Die Veranstaltung ist öffentlich und beinhaltet eine hybride Diskussion mit Kai Krösche von DARUM.

Öffentliche Ausstellung
18. April bis 18. Mai 2026, Alle School of Fine Arts and Design in Addis Abeba (Ort), Montag bis Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Die Installation läuft parallel auf drei VR-Headsets, sechs Tage pro Woche.