A look back on the Guarding the Baltic Sea residency

Guarding ryhmäkuva © Kristi Leht

Die Residenz von Guarding the Baltic Sea ist nun zu Ende gegangen, und die Künstler*innen nehmen viele Eindrücke und Erkenntnisse aus ihrer Zeit an der Ostsee mit.

Das diesjährige Residenzprogramm hatte das Ziel, den Dialog zwischen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen weiter zu vertiefen, indem beide Gruppen an Standorten der Meeresforschung zusammengebracht wurden. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, durch direkte Begegnungen zu lernen: Sie tauschten Methoden aus, beobachteten Ökosysteme und diskutierten darüber, wie unterschiedliche Arten, das Meer zu verstehen, einander ergänzen können.

Guarding ryhmäkuva © Kristi Leht

An der Zoologischen Forschungsstation Tvärminne kamen die Künstler*innen den Unterwasserökosystemen der Ostsee ganz nah. In Zweierteams beobachteten sie beim Schnorcheln lokale Pflanzen- und Tierarten und erkundeten das Wasser mithilfe von Watstiefeln und Aquaskopen. Neben diesen praktischen Aktivitäten standen die Ökologie der Ostsee sowie lokales ökologisches Wissen (Local Ecological Knowledge, LEK) im Mittelpunkt der Gespräche. Dabei handelt es sich um Wissen, das über Generationen weitergegeben wird und durch kulturelle sowie institutionelle Kontexte geprägt ist. Gemeinsam untersuchte die Gruppe, wie dieses Wissen zur ökologischen Forschung beitragen kann und wie künstlerische Praktiken dabei helfen können, es zu unterstützen und zu stärken.

Anschließend reiste die Gruppe auf die Insel Seili, die Heimat des Schärenmeer-Forschungsinstituts der Universität Turku. Durch Besuche von Forschungseinrichtungen und Laboren sowie praktische Aktivitäten wie die Beobachtung von Plankton unter dem Mikroskop gewannen die Künstler*innen weitere Einblicke in die Ostsee und ihre Ökosysteme, einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels auf die Region.

Im Video teilen die Kuratorinnen sowie die Künstler*innen des Projekts ihre Erfahrungen und Perspektiven. |

Die Residenz bot außerdem mehrere Gelegenheiten für die Öffentlichkeit, die Künstler*innen kennenzulernen und ihre Arbeit zu entdecken. Noch bevor die Besuche der Forschungsstationen begannen, präsentierten die Künstler*innen ihre künstlerischen Praktiken und Erfahrungen bei einem öffentlichen Artist Talk in der SOLU Bioart Society. Die Residenzwoche wurde mit den Vartiosaari Artists’ Open Studios Days fortgesetzt, bei denen Besucher*innen die Künstler*innen treffen und mehr über ihre Entdeckungen während der Residenz erfahren konnten.

Vartiosaari Open Day © Kristi Leht

Was werden die Künstler*innen mit all den Erfahrungen und Begegnungen anfangen? Und wie könnte eine Woche, die der Erkundung der Ostsee gewidmet war, ihre Arbeit und ihre künstlerischen Praktiken verändern?

Bleibt dran: Im November 2026 werden diese Erfahrungen bei einer öffentlichen Veranstaltung in Form eines umfassenden Feldführers zusammengeführt. Dieser bietet einen Einblick in die Reaktionen der Künstler*innen auf die Residenz und in alles, was sie aus ihrer Zeit an der Ostsee mitgenommen haben.