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19:00 Uhr
Connective Videos: Berlin – Hongkong 4/6
Video Art|Ein gemeinsames Projekt der „Videoart at Midnight Edition“ (Berlin) und der Video-Kunstsammlung „Videotage Media Art Collection“ (Hongkong)
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Goethe-Galerie, Goethe-Institut Hongkong, Wan Chai
- Preis Freier Eintritt
- Teil der Reihe: Connective VideosBerlin - Hongkong
Zwei erfahrene und wegweisende Videokünstler, Klaus vom Bruch (Berlin) und Ellen Pau (Hongkong), tun sich zusammen für Connective Video 4/6 und offenbaren ihre einzigartige Vision der Videoproduktion Seite an Seite. Vom Bruch ist bekannt für seine Vermittlung und Neu-Kontextualisierung von dem persönlichen und nationalen, banalen und historischen; zwei seiner ausgewählten Videos, welche bei Connective Video 4/6 präsentiert werden, Das Alliertenband und Das Duracellband, veranschaulichen diese Eigenschaft prägnant. Durch das Zusammenschneiden von kommerziellen Nahaufnahmen des Künstlers selbst und Filmmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg hinterfragt vom Bruch effektiv die alltägliche Auffassung des Vergangenheitsverständnisses. Andererseits zeigt Time without End, eine Überarbeitung eines weniger als dreißig Sekunden langen Clips aus dem Hollywood-Film Leave Her to Heaven, eine humorvolle und spielerische Seite von vom Bruch Videopraktik.
Obwohl Ellen Pau in einer Stadt mit einer komplett unterschiedlichen Kultur und Tradition lebt, zeigen ihre Videos thematische und stilistische Ähnlichkeiten zu vom Bruch. Diversion und Song of the Goddess benutzen bereits existierendes Material, Archivmaterial eines Schwimmwettbewerbs in den 1960ern im ersten und Auszüge aus einem Film von Yam Kim-fai/ Bak Shuet Sin im zweiten Video, um die komplizierte koloniale Vergangenheit und die mehrdeutige sexuelle Repräsentation abzuhandeln. Drained II, vergleichbar zu vom Bruchs Time without End in Sinne der Neuartigkeit der Videosprache, demonstriert Paus Fähigkeit, unscheinbares Videomaterial in atemberaubende visuelle Experimente mit Hilfe neuester Bearbeitungstechniken zu verwandeln. Einige Jahre nach Vollendung ihrer früheren Videos ist Paus Einfallsreichtum und Sensibilität so scharfsinnig wie immer, wie wir in ihrem Video For Some Reasons aus 2003 und Fanfare for the Common People aus 2010 sehen.
Online-Registrierung
Berlin: Klaus vom Bruch
Alliiertenband, 1982, 10'43"
Duracell Tape, 1980, 9'55"
Time Without End, 1996 / 2017, 6'39"
Klaus vom Bruch
Klaus vom Bruch (geboren 1952 in Köln) studierte an dem California Institute of the Arts bei John Baldessari und Bruce Nauman von 1975 bis 1976 sowie einige Semester Philosophie, Kunstgeschichte und Ägyptologie an der Universität Köln bis 1981. Er produzierte sein erstes Videotape in 1975.
Hong Kong: Ellen Pau
Drianed II, 1989, 05’40”
Diversion, 1990, 05’30”
Song of the Goddess, 1992, 06’50”
For Some Reasons, 2003, 05’12”
Fanfare for the Common People, 2010, 04’20”
Ellen Pau
Ellen Pau brachte sich Videokunst selber bei. Ihre früheren Arbeiten erschienen zunächst in örtlichen Filmvorführungsclubs und tauchten dann auf der internationalen Bühne ab 1987 wieder auf. Seitdem widmet Ellen Pau ihr Leben der Videokunst und der Entwicklung von Medienkunst in Hongkong. In 1986 begründete Ellen Pau Videotage, ein Medienkunstkollektiv in Hongkong mit. Videotage ist als Dachverband für Medienkunst und Künstler für den künstlerischen und kulturellen Austausch und die Bewerbung von Video- und Medienkunst in Hongkong federführend. Ellen Pau ist außerdem Gründerin und Kuratorin des Microwave International New Media Arts Festival. Sie arbeitet als unabhängige Kamerafrau, Kuratorin, Kunstkritikerin und Wissenschaftlerin mit dem Fokus auf neuer Medienkunst aus Asien. Außerdem arbeitet sie als Beraterin für ihr neu gegründetes Unternehmen Inter-Act Arts. Ihre Einkanal-Videos und Videoinstallationen wurden weltweit bei Filmfestivals gezeigt. In 2001 wurde "Recycling Cinema" für den Hongkong Pavillion bei der 49. Venice Biennale ausgewählt und gezeigt.
“Connective Video” ist eine neue Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Hongkong. Das Projekt wird vom Goethe-Institut Hongkong präsentiert und umfasst die Video-Kunstsammlungen der Videoart at Midnight Edition (Berlin) und der Videotage Media Art Collection (Hongkong). Ziel der Veranstaltungsreihe Connective Video ist es, anhand einer Vielzahl von Vorstellungen 2018 fesselnde Geschichten von verschiedenen deutschen und Hongkonger Künstlern zu vergleichen und erlebbar zu machen. Dabei werden Geschichten aus verschiedensten geografischen Räumen Einblicke in das bestehende Wissen über Video-Produktionen ermöglichen. Gleichzeitig wird aber auch ein Überblick über ehemalige Produktionsformen der Video-Kunst gegeben.
Die Filmvorführung und anschließende Podiumsdiskussion wird von Isaac Leung moderiert.
www.videoart-at-midnight-edition.info
www.vmac.org.hk
Obwohl Ellen Pau in einer Stadt mit einer komplett unterschiedlichen Kultur und Tradition lebt, zeigen ihre Videos thematische und stilistische Ähnlichkeiten zu vom Bruch. Diversion und Song of the Goddess benutzen bereits existierendes Material, Archivmaterial eines Schwimmwettbewerbs in den 1960ern im ersten und Auszüge aus einem Film von Yam Kim-fai/ Bak Shuet Sin im zweiten Video, um die komplizierte koloniale Vergangenheit und die mehrdeutige sexuelle Repräsentation abzuhandeln. Drained II, vergleichbar zu vom Bruchs Time without End in Sinne der Neuartigkeit der Videosprache, demonstriert Paus Fähigkeit, unscheinbares Videomaterial in atemberaubende visuelle Experimente mit Hilfe neuester Bearbeitungstechniken zu verwandeln. Einige Jahre nach Vollendung ihrer früheren Videos ist Paus Einfallsreichtum und Sensibilität so scharfsinnig wie immer, wie wir in ihrem Video For Some Reasons aus 2003 und Fanfare for the Common People aus 2010 sehen.
Online-Registrierung
Berlin: Klaus vom Bruch
Alliiertenband, 1982, 10'43"
Duracell Tape, 1980, 9'55"
Time Without End, 1996 / 2017, 6'39"
Klaus vom Bruch
Klaus vom Bruch (geboren 1952 in Köln) studierte an dem California Institute of the Arts bei John Baldessari und Bruce Nauman von 1975 bis 1976 sowie einige Semester Philosophie, Kunstgeschichte und Ägyptologie an der Universität Köln bis 1981. Er produzierte sein erstes Videotape in 1975.
Hong Kong: Ellen Pau
Drianed II, 1989, 05’40”
Diversion, 1990, 05’30”
Song of the Goddess, 1992, 06’50”
For Some Reasons, 2003, 05’12”
Fanfare for the Common People, 2010, 04’20”
Ellen Pau
Ellen Pau brachte sich Videokunst selber bei. Ihre früheren Arbeiten erschienen zunächst in örtlichen Filmvorführungsclubs und tauchten dann auf der internationalen Bühne ab 1987 wieder auf. Seitdem widmet Ellen Pau ihr Leben der Videokunst und der Entwicklung von Medienkunst in Hongkong. In 1986 begründete Ellen Pau Videotage, ein Medienkunstkollektiv in Hongkong mit. Videotage ist als Dachverband für Medienkunst und Künstler für den künstlerischen und kulturellen Austausch und die Bewerbung von Video- und Medienkunst in Hongkong federführend. Ellen Pau ist außerdem Gründerin und Kuratorin des Microwave International New Media Arts Festival. Sie arbeitet als unabhängige Kamerafrau, Kuratorin, Kunstkritikerin und Wissenschaftlerin mit dem Fokus auf neuer Medienkunst aus Asien. Außerdem arbeitet sie als Beraterin für ihr neu gegründetes Unternehmen Inter-Act Arts. Ihre Einkanal-Videos und Videoinstallationen wurden weltweit bei Filmfestivals gezeigt. In 2001 wurde "Recycling Cinema" für den Hongkong Pavillion bei der 49. Venice Biennale ausgewählt und gezeigt.
“Connective Video” ist eine neue Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Hongkong. Das Projekt wird vom Goethe-Institut Hongkong präsentiert und umfasst die Video-Kunstsammlungen der Videoart at Midnight Edition (Berlin) und der Videotage Media Art Collection (Hongkong). Ziel der Veranstaltungsreihe Connective Video ist es, anhand einer Vielzahl von Vorstellungen 2018 fesselnde Geschichten von verschiedenen deutschen und Hongkonger Künstlern zu vergleichen und erlebbar zu machen. Dabei werden Geschichten aus verschiedensten geografischen Räumen Einblicke in das bestehende Wissen über Video-Produktionen ermöglichen. Gleichzeitig wird aber auch ein Überblick über ehemalige Produktionsformen der Video-Kunst gegeben.
Die Filmvorführung und anschließende Podiumsdiskussion wird von Isaac Leung moderiert.
www.videoart-at-midnight-edition.info
www.vmac.org.hk
Ort
Goethe-Galerie, Goethe-Institut Hongkong
Hong Kong Arts Centre
2 Harbour Road
Wan Chai
Hongkong (SAR)
Hong Kong Arts Centre
2 Harbour Road
Wan Chai
Hongkong (SAR)