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19:00 Uhr

Koloniale Architektur in Tianjin

Vortrag|Ein Vortrag von Dr. phil. PD habil. Michael Falser, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Generalkonsulat in Hongkong

  • Bibliothek, Goethe-Institut Hongkong, Hongkong

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

Austro-Hungarian Concession, Postcard around 1910 © Private Collection

Das Goethe-Institut Hongkong freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Generalkonsulat in Hongkong Dr. phil. PD habil. Michael Falser, einen in Deutschland lehrenden österreichischen Architekturhistoriker, zu einem Vortrag zum Thema "Die ganze Welt in China? The International Settlement of Tientsin/Tianjin and the Austro-Hungarian Concession then and now (1901-1917-2020)" in der Bibliothek des Goethe-Instituts am 31. Mai 2023 (Mi) um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

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Michael Falser forscht und lehrt an der TU München Theorie und Geschichte von Architektur und Kunst und nimmt vor allem globale und koloniale Zusammenhänge in den Blick. In seiner neuen Publikation "Habsburgs going global" (erschienen im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) untersucht er die bislang wenig bekannte, Beteiligung der späten k. u. k. Monarchie am "Internationalen Settlement" von Tientsin (heute Tianjin/China), wo Österreich-Ungarn ab 1900 eine eigene Handelsniederlassung ("Konzession") plante, bevor der Erste Weltkrieg dieser Episode ein jähes Ende bereitete.

Bei der Präsentation am Goethe-Institut Hongkong wird Michael Falser auf die städtebaulich architektonische Konzeption und die Umsetzung der Handelsniederlassung eingehen. Darüber hinaus stellt der Autor die Strategien der heutigen Stadtregierung von Tianjin vor, die versucht, die baulichen Relikte der ehemals imperialistischen Zeit als chinesisches Kulturerbe in Wert zu setzen.

MICHAEL FALSER

 © Michael Falser Michael Falser studierte Architektur und Kunstgeschichte in Wien und Paris, und promovierte an der TU Berlin zu politischen Geschichte der Denkmalpflege in Deutschland. Bis 2018 war er Projektleiter am Lehrstuhl für Globale Kunstgeschichte im DFG-Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“ an der Universität Heidelberg, wo er zur transkulturellen Erbe-Konstruktion des Temples von Angkor Wat/Kambodscha habilitierte (De Gruyter 2020). Nach Gastprofessuren an der Universitäten von Tokyo, Bordeaux, Paris-Sorbonne, Heidelberg und Wien ist er seit 2020 DFG-Heisenberg-Fellow an der TU München mit einem Forschungsprojekt zur deutschen Kolonialarchitektur.