Für das Recht auf Existenz
Brasilien

Von Taís Koshino

Für das Recht auf Existenz © Tais Koshino

Inhalt

Indigene Völker in Brasilien haben seit 1500 Widerstand geleistet und gekämpft. Mit der europäischen Invasion und Kolonisierung begann ein Projekt des Völkermords und Ethnozids an den indigenen Völkern und ihren Kulturen, das noch heute nachklingt. Dieser Prozess zwang ihnen auch ein Moralsystem auf, das sich direkt darauf auswirkte, wie diese Bevölkerung ihre Sexualität wahrnimmt. Das erste homophobe Verbrechen, das 1614 in Brasilien registriert wurde, war die Verurteilung und Hinrichtung von Tibira, einer indigenen Person der Tupinambá, wegen ihrer Homosexualität. In den letzten Jahren hat die Debatte über indigene Sexualität zugenommen, vorangetrieben von Indigenen, die sich als LGBTQIA+ identifizieren und mehr Sichtbarkeit für ihre Sache fordern. Dieser kurze Comic erzählt nicht nur diese Geschichte, sondern auch die von Yakecan Potyguara und Yacunã Tuxá, zwei jungen lesbischen indigenen Aktivistinnen aus Brasilien.

Die Künstlerin

Tais Koshino
wurde in Brasília, Brasilien geboren, wo sie auch lebt und arbeitet. Sie ist visuelle Künstlerin, Forscherin und Kuratorin. Der Kern ihrer künstlerischen Arbeit ist das Zeichnen, weil sie gerade die Ungenauigkeit und Unbeständigkeit dieser Kunstform schätzt. Dies stellt sie in verschiedenen medialen Zusammenhängen zur Schau: Ihre Werke reichen von Comics über Videos bis hin zu digitalen Arbeiten. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Büchern und Zeitschriften in verschiedenen Ländern veröffentlicht und im Rahmen vieler Ausstellungen und Märkte in Brasilien und anderen Ländern gezeigt.

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