Maya
Programmkoordinatorin
Schwerpunkt: Kunst | Theoretische Diskurse
Während der vergangenen zehn Jahre ist künstlerisches Arbeiten ausgesprochen politisch geworden. Angesichts demokratischer Rückschritte, Umweltkrisen, wirtschaftlicher Instabilitäten und des Aufstiegs der KI wird von der Kunst heute erwartet, dass sie Sand im Getriebe ist und Missstände offenlegt, anstatt lediglich zur Unterhaltung zu dienen und dem Auge des Betrachters zu schmeicheln. Das wirft dringende Fragen auf: Wie können sich unsere Arbeitsweisen an aktuelle Gegebenheiten anpassen? Wie sorgen wir für uns selbst und unsere engsten Kreise? Und auf welche Weise können wir weiterhin Räume schaffen, die gesund, bewältigbar und nachhaltig sind?
Laut einer von Artnet und der Association of Women in the Arts durchgeführten Studie (2026) erwägt beinah die Hälfte der Frauen der Generation Z und der Millennials, die in der Kunst tätig sind, in einem Zeitraum von fünf Jahren sich einem anderen Bereich zuzuwenden. Für einen Bereich, in dem Frauen 80 Prozent der Beschäftigten ausmachen, ist das alarmierend. Die Kunstszene Südostasiens ist rasant gewachsen und hat sich – dank neuer Museen, Biennalen, Kunstmessen und Festivals in der gesamten Region – von einem regionalen Markt zu einem globalen Trendsetter entwickelt. Dennoch mangelt es nach wie vor an formalen Ausbildungsangeboten im Kunst- und Kulturmanagement. In der Folge liegt es bei den Beschäftigten selbst, sich in ihrem Arbeitsalltag weiterzubilden und zu lernen sowie sich auf ihre persönlichen Netzwerke zu stützen, was wiederum die Kluft zwischen erfahrenen Profis und aufstrebenden Talenten vergrößert.
"I wish it gets easier – assembling chaos" (dt. etwa: „Ich wünschte, es würde einfacher – Chaos organisieren“) ist ein Leadership-Programm für Kunst- und Kreativschaffende, insbesondere für Community-Leader, Festivalorganisator*innen, (Kunst-) Raummanager*innen, Sozialunternehmer*innen, Programmkoordinator*innen, Vermittler*innen, Initiator*innen und Unterstützer*innen. Im Mittelpunkt des Programms stehen Softskills und praktische Werkzeuge, die aus alltäglichen Fallbeispielen aus Indonesien und darüber hinaus hergeleitet wurden.
Das Programm richtet sich an erfahrene Kunst- und Kreativschaffende in der Mitte ihrer beruflichen Laufbahn. Es vermittelt praxisnahe Instrumente für das Knüpfen von Netzwerken, für die transparente Entscheidungsfindung, für Mentoring und administrative Entlastung und bietet zugleich Raum für die persönliche Entwicklung.
Programmkoordinatorin
Schwerpunkt: Kunst | Theoretische Diskurse