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18:00 Uhr
Frankfurter Schule mit Dr. Simon P. L. Tjahjadi
Diskussion | Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Eröffnungswoche des Goethe-Instituts Jakarta statt.
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GoetheHaus Jakarta, Jakarta
- Sprache Indonesisch
- Preis Freier Eintritt | Mit Registrierung
In Zeiten der Unsicherheit und Turbulenzen dient das GoetheHaus Jakarta als Zufluchtsort für kritische Perspektiven. Nach unseren nachhaltig wirkenden Veranstaltungen zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant und zum 50. Todestag von Hannah Arendt setzen wir diese Tradition auch nach dem kürzlichen Tod von Jürgen Habermas fort. Gemeinsam werden wir das Vermächtnis und die Bedeutung einer der einflussreichsten intellektuellen Traditionen des 20. Jahrhunderts erkunden: die Frankfurter Schule – offiziell bekannt als Institut für Sozialforschung – und ihre Kritischen Theorien. Wir sind davon überzeugt, dass es unerlässlich ist, sich heute erneut mit der Frankfurter Schule auseinanderzusetzen, da es Parallelen zwischen den Umständen zur Zeit der Frankfurter Schule und der Gegenwart gibt – dem Aufkommen des Totalitarismus, Krieg und dem Zusammenbruch revolutionärer Hoffnungen.
Dr. Simon Petrus Lili Tjahjadi, Rektor der Driyarkara-Schule für Philosophie, wird einen Überblick über die Bewegung geben, der verschiedene Strömungen der kritischen Theorie umfasst:
Habermas Konzept der Volkssouveränität und der Öffentlichkeit steht insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Demokratie in Deutschland. Dazu kommen Adornos und Horkheimers Kritik an der Kulturindustrie, Authentizität und Spontaneität sowie die Grundlagen für ein positives Konzept der Aufklärung. Des Weiteren geht es um Fromms Überlegungen dazu, dass moderne kapitalistische Gesellschaften Bedingungen schaffen, die sowohl zu persönlicher Entfremdung als auch zu sozialer Konformität führen. Den Abschluss bildet Marcuses sozialpsychologisches Werk „Eros und Zivilisation“, das die intellektuelle Entwicklung der Studentenbewegung in Deutschland beeinflusste. Diese Gedanken genießen auch heute noch hohes Ansehen und sind für die gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Verhältnisse in Indonesien und Deutschland von großer Bedeutung.
Zusammen mit
Simon Petrus L. Tjahjadi
geboren am 13. Juni 1963 in Jakarta, ist ein Diözesanpriester der indonesischen katholischen Kirche, der am 18. August 1992 geweiht wurde. Seine Spezialgebiete sind die westliche Philosophie, insbesondere die deutsche Philosophie, die östliche Philosophie, insbesondere die Philosophie, Kultur und Geschichte Japans, und die Nusantara-Philosophie, insbesondere die javanische Ethik. Er beendete sein Masterstudium 1997 in München mit seiner Abschlussarbeit über Kants Religionskritik. Im Jahr 2004 promovierte in modernem Atheismus an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 1997 bis heute ist er Dozent an der STF Driyarkara. Von 2015 bis 2018 forschte er über japanische Kultur und Geschichte in Tokio, Kyoto und Nagasaki. Im Jahr 2023 studierte er Zen in Tokio.
Ort
Pusat Kebudayaan Jerman
Jl. Sam Ratulangi 9-15
Jakarta 10350
Indonesien