A Bite of Berlin
Ausstellung | Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Eröffnungswoche des Goethe-Instituts Jakarta statt.
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GoetheHaus Jakarta, Jakarta
- Sprache Indonesisch
- Preis Freier Eintritt | Mit Registrierung
- Eröffnung: 05.11.2026 | 18:00 Uhr
- Ausstellung: 06.–29.11.2026 | 10:00–19:00 Uhr
- Jeden Montag geschlossen
Plakate, Flyer, Aufkleber und öffentliche Ankündigungen: Was verraten sie? Erleben Sie Berlin durch die Linse von Sukma Smita und Sigit Darmawan Pratama.
Die Wände des GoetheHaus waren Stille Zeugen dafür, wie der kulturelle Austausch die Arbeit des Goethe-Instituts geprägt hat. Ob durch Zufall oder auf Einladung – hier treffen bereits seit Jahren Ideen und das Publikum aufeinander. Unsere Räumlichkeiten sind inhaltlich ebenso deutsch wie multikulturell geprägt. Die kommende Ausstellung knüpft an diese Tradition an. Wir präsentieren die Erfahrungen von Sukma Smita und Sigit Darmawan Pratama aus Berlin.
Während Sukmas Aufenthalt in Berlin im Rahmen des REFLEKT-Residenzprogramms hat sie die Art und Weise fasziniert, wie die Stadt durch ihre Mauern spricht. Gehen wird zu einer Übung darin, Details wahrzunehmen, verschiedene Ebenen nachzuvollziehen und die Straße zu beobachten – eine ihrer Lieblingsmethoden während des Aufenthalts. Das führt sie auch zu Begegnungen mit ihren Nachbarn, durch die sie Geschichten sammelt und gleichzeitig in der Nachbarschaft Fuß fasst. In Wedding und Moabit stieß sie auf eine Wand, die mit sich überlappenden Aufklebern, Flyern, Plakaten und öffentlichen Ankündigungen beklebt war. Diese schrien, flüsterten überschnitten und sich bisweilen widersprachen. Ideen, Bestrebungen und Ideologien, die von verschiedenen Akteuren – von staatlichen Stellen bis hin zu Bürgerinitiativen – vertreten werden, zirkulieren auf derselben Fläche. Ein Plakat einer Kindertagesstätte zum Thema Vielfalt hängt neben einem antirassistischen Aufkleber; eine kommerzielle Werbung bedient sich der Sprache des Aktivismus. Solche Gegenüberstellungen deuten für sie darauf hin, dass Druckerzeugnisse nicht nur Informationen vermitteln oder als visueller Ausdruck dienen. Sie legen auch die Spannungen einer Stadt offen und prägen, wie diese Stadt gelesen, in Erinnerung behalten und erlebt wird.
Durch verschiedene Begegnungen entdeckte Sigit Darmawan Pratama, Ausstellungsspezialist und Installationskünstler, eine gemeinsame Energie zwischen Berlin und seiner eigenen künstlerischen Praxis. Er fühlte sich von den vielfältigen Rhythmen der Stadt angezogen: offener, experimenteller und bewusster als die energiegeladene, vielschichtige Atmosphäre Jakartas. Berlin konnte kalt, rau und distanziert wirken, war aber gleichzeitig warm und einladend. Für Sigit spiegelt diese Spannung seine künstlerische Praxis wider, die sich zwischen dem Rohen und dem Raffinierten, dem Strukturierten und dem Spontanen, dem Kalten und dem Warmen bewegt. Im Zentrum beider steht ein Sinn für individuellen Ausdruck und Ehrlichkeit. In Berlin dürfen Materialien und Räume für sich selbst sprechen, wobedessen endgültiger Form verborgen bleibt. Sigit bringt diese Erfahrung mit nach Jakarta und verbindet die Eigenschaften, denen er in Berlin begegnet ist, mit der Sensibilität der Stadt, die er sein Zuhause nennt.
In ihrer gemeinsamen Präsentation stellen Sukma und Sigit ihre Beobachtungen aus und lassen diese Begegnungen durch Sehen, Hören und Schmecken wiederaufleben.
Zusammen mit
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Sukma Smita
ist Kulturarbeiterin und Kunstmanagerin mit Sitz in Yogyakarta, Indonesien. Ausgehend von ihrer Position innerhalb des Kultursektors konzentriert sich ihre Forschung auf die Arbeitsbedingungen künstlerischer Arbeit und die moralische Ökonomie, die künstlerische Produktion insbesondere in Festival-, institutionellen und kollektiven Kontexten prägt. Sie ist Mitbegründerin und Programmdirektorin von Krack Studio, einem Druckgrafik-Kollektiv, das sich mit politischer Druckkultur, Publikationen und kollaborativer Produktion im asiatisch-pazifischen Raum auseinandersetzt. Gemeinsam mit Krack erforscht Sukma, wie Druck nicht nur als künstlerisches Medium fungiert, sondern auch als bürgerliche Technologie, die durch populäre Formate wie Flugblätter, Poster, Aufkleber und Graswurzelpublikationen Aspirationen, Alltagsideologien und Gegenerzählungen in Umlauf bringt. Ihre aktuelle Forschung betrachtet Druckerzeugnisse als Linse, um städtische Veränderungen, informelle Diplomatie und visuelle Ausdrucksformen des Widerstands im Alltag innerhalb sich wandelnder kultureller Landschaften zu lesen.
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Sigit D. Pratama
ist ein Spezialist für Filmproduktionen, Musikfestivals und Kunstausstellungen. Er begann seine Karriere als professioneller Fotograf. Er ist Gründer von this/PLAY Studio, einem der wenigen Kunstagenturen in Indonesien, die häufig mit internationalen Künstlern zusammenarbeitet und deren Werke in ganz Indonesien und anderen Regionen ausstellt. Seine Vision und Leidenschaft als Produktionsdesigner ist es, die Lücke zwischen Geschichten und visuellen Präsentationen zu schließen.
Ort
Pusat Kebudayaan Jerman
Jl. Sam Ratulangi 9-15
Jakarta 10350
Indonesien