Lesung | Gespräch Der populistische Planet | Autor Jonas Lüscher im Gespräch mit Hanna Hannappel

Jonas Lüscher © Ulrike Arnold

Mi, 18.05.2022

20:00

Goethe-Institut Amsterdam

Jonas Lüscher

30. Deutsch-Niederländischer Literaturwettbewerb

► Anmeldung per E-Mail erbeten Im Rahmen des 30. Deutsch-Niederländischen Literaturwettbewerbs der Deutschen Internationalen Schule Den Haag (DISDH) wird der schweizerisch-deutsche Schriftsteller und Essayist Jonas Lüscher aus seinem Buch Der populistische Planet – Berichte aus einer Welt in Aufruhr, das er zusammen mit Michael Zichy herausgegeben hat, lesen.

Hanna Hannappel, Lehrerin für Deutsch an der DISDH und langjähriges Mitglied der Jury des Deutsch-Niederländischen Literaturwettbewerbs, wird Jonas Lüscher interviewen und durch die Veranstaltung führen.

Über das Buch

Der populistische Planet – Berichte aus einer Welt in Aufruhr © Verlag C.H. Beck Hat die "Elite" tatsächlich den Kontakt zum "Volk" verloren? Was bedeutet es wirklich, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen? Was verbirgt sich hinter der Floskel "Das muss man doch noch sagen dürfen"? Eine internationale Gruppe von Denkerinnen und Denkern stellt die gängigen Erzählungen der Populisten in unterschiedlichen Ländern zur Debatte.
Rechte und linke Populisten auf der ganzen Welt eint dieselbe Erzählung: Der Staat befinde sich in der Hand einer abgehobenen, global denkenden, meist urbanen Elite, die den Kontakt zu den "normalen" Bürgerinnen und Bürgern längst verloren habe und die alltäglichen Sorgen des "Volkes" gar nicht mehr nachvollziehen könne. Sie aber, die Populisten, gehörten nicht zu dieser Elite und sie würden daher als einzige die Ängste der Bürgerinnen und Bürger verstehen, offen artikulieren und ernst nehmen.
Der Schriftsteller Jonas Lüscher und der Philosoph Michael Zichy haben eine diverse Gruppe zusammengestellt, um den Gemeinsamkeiten, aber auch den Unterschieden zwischen den vielen Erscheinungsformen des Populismus unter den Vorzeichen unterschiedlicher gesellschaftlicher, ökonomischer und religiöser Bedingungen nachzuspüren.

Über den Autor

Jonas Lüscher, 1976 in Schlieren (Schweiz) geboren und in Bern aufgewachsen, lebt und arbeitet seit 2001 in München. Seine Novelle Frühling der Barbaren (2013) entwickelte sich zum Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis. Sie wurde inzwischen in rund 20 Sprachen übersetzt. Lüschers Roman Kraft (2017) gewann den Schweizer Buchpreis. Jonas Lüscher erhielt außerdem u.a. den Hans-Fallada-Preis, den Prix Franz Hessel und 2022 den Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich.
Auf Empfehlung der Max-Frisch-Stiftung zeichnet die Stadt Zürich mit ihm einen Autor aus, "der in seinen Romanen und Essays die großen Fragen von Politik und Gesellschaft auf literarisch bezwingende Weise zu gestalten vermag: seien es Fragen der Globalisierung, die er auf engstem Raum erzählerisch verdichtet, seien es Fragen der Ideologie, die er in all ihren inneren Widersprüchlichkeiten vorführt, oder seien es Fragen des Populismus, die er aus unterschiedlichsten Perspektiven angeht".

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Internationalen Schule Den Haag (DISDH).
Diese Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

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