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17:00–20:00 Uhr

War on Art – wenn Kulturerbe zur Frontlinie wird

Gespräch und Filmvorführung|Andrzej Miękus im Gespräch mit Helene Rånlund über Erinnerung, Identität und Zukunft.

  • Goethe-Institut Schweden, Stockholm

  • Sprache Englisch
  • Preis Freier Eintritt. Anmeldung erfolgt über eventbrite.se.

War on Art © 2025 War on Art

War on Art © 2025 War on Art

Der Dokumentarfilm „War on Art“ zeigt eine der am wenigsten sichtbaren, aber entscheidendsten Fronten des Krieges: den Kampf um die Rettung des ukrainischen Kunst- und Kulturerbes vor Zerstörung, Plünderung und Auslöschung.

Der Film begleitet Museumsmitarbeiter, Künstler*innen, Konservator*innen, Ingenieur*innen und Freiwillige, die oft unter Lebensgefahr Millionen von unschätzbaren Objekten aus über 150 Museen im ganzen Land evakuieren und schützen. Einige Werke sind bereits verloren gegangen, andere wurden beschädigt oder von der einfallenden russischen Armee weggebracht. Vieles ist heute an Orten versteckt, die nur wenige Menschen kennen. Gleichzeitig zeigt der Film, wie der Kampf auch durch Sichtbarkeit geführt wird: Durch internationale Ausstellungen haben ukrainische Kunstwerke ein europäisches Publikum erreicht – oft zum ersten Mal. War on Art beleuchtet auch, wie Museen und Institutionen weltweit etablierte kunsthistorische Narrative überdenken und ukrainische Kunst sichtbar machen, die lange Zeit russischen Traditionen zugeschrieben wurde.

Zu Beginn wird der Regisseur eine kurze Einführung zu War on Art geben. Nach der Filmvorführung spricht Andrzej Miękus mit Helene Rånlund, ehemalige Museumsdirektorin der Schwedischen Museen für Verteidigungsgeschichte, über die Rolle des kulturellen Erbes in Kriegszeiten und seine Bedeutung für Erinnerung, Identität und Zukunft. Alle Gäste sind herzlich eingeladen, nach dem Gespräch den Abend bei einem Umtrunk in unserer Bibliothek ausklingen zu lassen. 

Die Veranstaltung wird vom Ukrainischen Institut Stockholm in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Schweden organisiert.

Mitwirkende

  • Andrzej Miękus

    Andrzej Miękus ist Dokumentarfilmer, Drehbuchautor und Produzent mit Sitz in Berlin. Er begann seine Karriere in den 1990er Jahren als Journalist und Fernsehproduzent in Polen und arbeitete anschließend als Verleger und Chefredakteur für mehrere Publikationen im Kulturbereich. Im Jahr 2015 kehrte er zum Filmemachen zurück und konzentrierte sich dabei auf die Arbeit mit unabhängigen Dokumentarfilmen. Zu seinen jüngeren Arbeiten gehören der Dokumentarfilm in Spielfilmlänge How Much for Art? – der erste Film über den polnischen Kunstmarkt – sowie Angels of Sinjar (HBO), produziert in Kooperation mit Hanna Polak und nominiert für den polnischen Filmpreis Orły (Polish Eagles).
     

  • Helene Rånlund

    Helene Rånlund war zuvor Generaldirektorin und Leiterin der staatlichen Verteidigungsmuseen mit Verantwortung für das Armeemuseum in Stockholm und das Luftwaffenmuseum in Linköping. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Blue Shield Sweden, einer Organisation, die sich für den Schutz des kulturellen Erbes gemäß der Haager Konvention von 1954 einsetzt, insbesondere im Zusammenhang mit Kriegen, bewaffneten Konflikten und Katastrophen. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich insbesondere auf Fragen zur Rolle des Kulturerbes in der Gesellschaft, zur institutionellen Verantwortung und zum Umgang mit Geschichte und kollektiven Erinnerungen in Krisenzeiten. In ihrer Arbeit konzentriert Helene sich insbesondere auf Fragen zur Rolle des kulturellen Erbes in der Gesellschaft, zur institutionellen Verantwortung und zum Umgang mit Geschichte und kollektiver Erinnerung in Krisenzeiten.
     

Über das Festival

Das European Festival: Ukrainian Spring 2026

Das European Festival: Ukrainian Spring 2026 dreht sich um das Thema Contra spem spero – „Ohne Hoffnung hoffe ich“. Diese Zeilen wurden Ende des 19. Jahrhunderts von der ukrainischen Dichterin Lesja Ukrajinka geschrieben. Für die Ukraine und für die Welt klingen sie heute schmerzlich aktuell.
Das diesjährige Festival präsentiert Musik, Poesie, Kunst und Film, die in schwierigen Zeiten entstanden sind – und die Hoffnung vermitteln. Das Festival findet mit Unterstützung von Kulturrådet und Stockholms stad statt.
Das gesamte Programm findet man hier: europeanspring.eu
 

  • Ukrainska Institutet i Sverige