Diskussion

Temperature Rising

Der Klimawandel und die Solidarität zwischen den Generationen

Sign with writing "There is no Planet B" at a Fridays for Future demonstration © TAU
17. Juni
13:15–14:10 Uhr CEST
Der vom Menschen verursachte Klimawandel besitzt eine tückische Eigenschaft, die ihn besonders schwer beherrschbar macht: Die Folgen unseres heutigen Handelns, im Guten wie im Schlechten, werden nicht unmittelbar spürbar, sondern erst mit etlichen Jahren Verzögerung. Nicht diejenigen, die heute Treibhausgase produzieren, leiden am meisten an den Folgen, sondern die Generationen ihrer Kinder, Enkel*innen und Urenkel*innen. Hinzu kommt eine ungleiche geographische Verteilung: Viele Teile der Welt spüren die drastischen Folgen des Klimawandels in Form von Erwärmung, Stürmen, Waldbränden und Überflutungen schon heute, während andere Regionen bisher (noch) weitgehend unbeschadet geblieben sind. Wie lässt sich dem beispiellosen, generationsübergreifenden Dilemma begegnen, dass Milliarden von Menschen, die später einmal die Konsequenzen unseres heutigen Handelns tragen werden, ihre Stimme nicht erheben können, weil sie noch nicht einmal geboren sind, während diejenigen, die in der Gegenwart weitreichende Entscheidungen treffen, deren dramatische Folgen in vielen Fällen selbst gar nicht mehr erleben werden? Über diese und weitere Fragen diskutieren wir mit der neuseeländischen Parlamentsabgeordneten Chlöe Swarbrick, dem indischen Klimaforscher Navroz K. Dubash und Tobias Reuss, Nachhaltigkeitsexperte bei Volkswagen, Deutschland.

Moderation: Katarzyna Wielga-Skolimowska, Goethe-Institut
 

Mit

Tobias Reuss © Claudia Casagrande
Chlöe Swarbrick © Tim Onnes