Interview

Japan & Niger

Einblicke in das älteste und das jüngste Land der Erde

Niger vs. Japan © TAU
17. Juni
14:45–15:20 Uhr CEST
In keinem Land der Welt sind die Menschen älter als in Japan. Schon heute ist jede*r dritte Bewohner*in des Inselstaats älter als 60 Jahre, Tendenz steigend. Die Folgen: Eine beispiellose Auswahl an Sport-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Senior*innen, aber auch überlastete Sozialsysteme, langsam aussterbende Geisterstädte und eine Politik, die oft eher die nächste Rentenerhöhung im Blick hat als Investitionen in Zukunft und Bildung. Damit zeichnet das Land eine Entwicklung vor, die mit wenigen Jahren Verzögerung auch vielen anderen Weltregionen bevorstehen könnte – von China über weite Teile Europas bis nach Südamerika. Welche Konsequenzen es für eine Gesellschaft mit sich bringt, wenn der Anteil der Älteren in der Bevölkerung größer und größer wird, darüber sprechen wir mit dem japanischen Ökonomen Keisuke Otsu.

Einen deutlichen Kontrast zum langsam vergreisenden Japan bildet Niger, das Land mit der jüngsten Bevölkerung weltweit: In dem westafrikanischen Binnenstaat bekommt jede Frau statistisch mehr als sieben Kinder, das Durchschnittsalter liegt bei nicht einmal 16 Jahren. Bis zum Jahr 2050 könnte die Bevölkerung von heute 23 Millionen auf dann mehr als 60 Millionen Menschen anwachsen. Was die Ursachen dieser Dynamik sind, und was für Folgen es für das Land hat, dass die jüngste Generation so explosionsartig wächst, dazu befragen wir den Demographen Nouhou Abdoul Moumouni, der selbst aus Niger stammt.

Moderation: Benjamin Bergner, 1014 - Space for Ideas / Goethe-Institut 
 

Mit

Keisuke Otsu © privat
Nouhou Abdoul Moumouni © Abdoul Aziz A. Yahaya