Kursteilnehmende machen eine Wortübung auf dem Tisch. Zu sehen sind Wortkarten und Lehrbücher. © Goethe-Institut


Teilnahme 

Sie sind neu in Deutschland und wollen die Sprache lernen: Dafür können Sie den Integrationskurs besuchen. Wenn Sie kein Deutsch oder nur sehr wenig Deutsch können, haben Sie eine Teilnahmepflicht, das heißt, Sie müssen den Integrationskurs machen.

Das Ausländeramt gibt Ihnen eine Teilnahmeberechtigung und eine Liste mit Kursträgern, also Sprachschulen. Dann können Sie sich eine Sprachschule in Ihrer Nähe suchen und sich dort anmelden.

Sie können die Adressen aller Kursträger von Integrationskursen auch unter Wichtige Adressen finden. Dort können Sie nach Kursträgern direkt in Ihrer Nähe suchen. Die Ergebnisse mit Informationen wie zum Beispiel Adresse oder Telefonnummer sehen Sie dann auf einer Karte. 

Der Ablauf eines Integrationskurses ist auf einem Whiteboard schematisch dargestellt. © Goethe-Institut

Einstufung, Stunden und Prüfung 

Nach der Anmeldung machen Sie beim Kursträger einen Einstufungstest. So findet man für Sie den passenden Kurs. Die Kosten für Sie sind 1,95 € pro Unterrichtsstunde. Wenn Sie sehr wenig Geld haben, müssen Sie nichts bezahlen und/oder bekommen die Fahrtkosten bezahlt. Der Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs.

Der normale Sprachkurs hat 700 Unterrichtsstunden. Hier lernt man die Sprache mit Alltagsthemen wie Einkaufen, Wohnen, Kinder, Medien, Freizeit, Schule und Arbeit oder Arztbesuche.

Am Ende machen Sie die Abschlussprüfung („Deutschtest für Zuwanderer“). Nach der Prüfung bekommen Sie ein „Zertifikat Integrationskurs“. Sie sprechen, lesen und schreiben dann Deutsch auf dem Niveau A2 oder B1. Viele Arbeitgeber wollen dieses Zertifikat sehen. Auch bei einem Amt, wie das Ausländeramt, brauchen Sie es manchmal. Wenn Sie sich einbürgern lassen wollen, also wenn Sie Deutsche/-r werden wollen, ist das „Zertifikat Integrationskurs“ auch hilfreich.

Nach dem Sprachkurs machen Sie den Orientierungskurs. Der Orientierungskurs hat 100 Unterrichtsstunden. Hier lernt man viele Dinge über die deutsche Rechtsordnung, die Geschichte und die Kultur. Wichtige Themen sind auch Werte oder das Zusammenleben in der Gesellschaft. Am Ende machen Sie den Abschlusstest „Leben in Deutschland“.

Sie bestehen die Abschlussprüfung nicht? Dann können Sie noch einmal 300 Stunden Unterricht bekommen. Und die Prüfung können Sie auch noch einmal machen.  

Ein Kursteilnehmer ist im Klassenzimmer zu sehen. © Goethe-Institut

Besondere Kurse 

Für junge Leute bis 27 Jahre gibt es einen speziellen Integrationskurs, den Jugendintegrationskurs. Er hilft Ihnen, wenn Sie eine Ausbildung machen möchten. Informationen bekommen Sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. 

In manchen Städten gibt es auch spezielle Kursangebote, wie Kurse nur für Frauen, Alphabetisierungskurse oder Kurse mit Kinderbetreuung. Fragen Sie in der Sprachschule.
 

Häufige Fragen

Haben Sie weitere Fragen? Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir leiten Ihre Frage anonym an die Beraterinnen und Berater der Jugendmigrationsdienste weiter.

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