Was ist die Studienbrücke?

Studierende lernen © Getty Images/Foto: Frank Lukasseck

Die Studienbrücke ist ein Programm, das Schülerinnen und Schüler mit herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) und Deutschkenntnissen sprachlich und fachsprachlich auf ein Studium in Deutschland vorbereitet und ihnen die deutsche Lehr- und Lernkultur nahebringen soll.

Bislang konnten Schulabsolventinnen und -absolventen aus den meisten außereuropäischen Ländern nicht direkt nach dem Schulabschluss an einer deutschen Universität studieren. Sie mussten entweder ein bis zwei Jahre an einer einheimischen Hochschule studieren oder sich an einem Studienkolleg in Deutschland auf ein Studium vorbereiten. Nachdem das Bundesland Nordrhein-Westfalen nun einen alternativen Hochschulzugang durch das Ablegen einer Studierfähigkeitsprüfung ermöglicht, können die Studienbewerberinnen und -bewerber direkt mit dem Studium beginnen. Die Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Teilnahme an der Studienvorbereitung der Studienbrücke im Heimatland. Durch eine Kombination aus Sprachkursen und Prüfungen (TestDaF und TestAS inkl. Vorbereitung), MINT-Kursen, interkulturellen Trainings und Studienberatung werden die Schülerinnen und Schüler umfassend vorbereitet.

Deutsche Partneruniversitäten stellen jährlich eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen für die Teilnehmenden der Studienbrücke zur Verfügung. Sie bieten den Studienanfängerinnen und –anfängern ein umfassendes Betreuungsangebot beim Studienbeginn und während des Studiums. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Studienvorbereitungsprogramms können sich direkt an einer der Universitäten bewerben.

Die Studienbrücke wird seit 2015 in Russland, der Ukraine, Georgien und Kasachstan erfolgreich durchgeführt. Ab 2018 wird das Programm auf weitere Länder ausgeweitet. Das Pilotprojekt in der Region Osteuropa/Zentralasien wurde mit dem Kooperationspartner Universitätsallianz Ruhr entwickelt und wird vom DAAD unterstützt.