PAUSAR LA IA

Das Goethe-Institut Buenos Aires, die Fundación Medifé und die Fundación Andreani laden dazu ein, das hektische Tempo der KI für einen Moment anzuhalten, um ihre Prozesse und Logiken sichtbar zu machen, mögliche Folgen vorauszudenken und verantwortungsvolle sowie tragfähige Alternativen für ihre Entwicklung zu entwerfen.

Grafische Darstellung auf hellem beigem Hintergrund. In der Mitte befindet sich ein großer Kreis in Orange- und Gelbtönen. Im Zentrum des Kreises stehen zwei senkrechte dunkelblaue Balken, die das Symbol für „Pause“ bilden. Das Motiv kombiniert warme Farbübergänge mit einer reduzierten, geometrischen Gestaltung. © Design: Flor Gutman

Über das Projekt

„Pausar la IA. Ein Treffen zum Nachdenken über Künstliche Intelligenz“ vereint eine Vielzahl von Perspektiven: Technikphilosoph:innen, Programmierer:innen, Wissenschaftler:innen, Künstler:innen, Fachjournalist:innen, Wissenschaftskommunikator:innen und Influencer:innen kommen an drei Tagen zwischen dem 2. und dem 4. Oktober zusammen.

Zu den internationalen Gästen zählen die deutsche Philosophin Catrin Misselhorn („Künstliche Intelligenz - das Ende der Kunst?“) sowie die in Brasilien lebende argentinische Anthropologin Paula Sibilia („Ich habe es verdient: Von der alten Heuchelei zum neuen Zynismus“). Die deutsche Wissenschaftsjournalistin und Professorin Mercedes Bunz wird in einem hybriden Format teilnehmen. Die Veranstaltung ist kostenlos, öffentlich zugänglich und erfordert eine vorherige Anmeldung. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft begleitet die renommierte Zeitschrift Revista Ñ die Reihe.

ZIEL

„Pausar la IA“ lädt zu einem besonderen Wochenende ein, das Raum für die Vertiefung, Reflexion, Diskussion und sogar emptionale Erfahrungen bietet, gemeinsam mit Expert:innen verschiedener Disziplinen, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen. Ziel ist es, eine Debatte zu fördern, die angesichts der rasanten Entwicklungen im Bereich der KI von Tag zu Tag dringlicher wird.

ZIELGRUPPE

Allgemeines Publikum, Akademiker:innen.

ABLAUF

Der Auftakt dieser Veranstaltung im Auditorio Amigos del Bellas Artes umfasst die Eröffnungsvorträge von Paula Sibilia und Catrin Misselhorn sowie Beiträge von Ricardo Cruz, Direktor der Fundación Andreani, Daniela Gutierrez, Präsidentin der Fundación Medifé und Friso Maecker, Leiter des Goethe-Instituts Buenos Aires.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wird Paula Sibilia in einem öffentlichen Interview mit der Soziologin und Journalistin Danila Saiegh auftreten, während Catrin Misselhorn mit Héctor Pavón, stellvertretender Chefredakteur der Revista Ñ, ins Gespräch kommt. Zu den zentralen Programmpunkten gehört die Performance „Versprechen und Risiken der Integration von KI in unser Leben“, eine Simulation einer Fernseh-Präsidentschafts-Wahldebatte mit dem Informatiker Diego Fernández Slezak und der Sozialwissenschaftlerin Ingrid Sarchman als Debattierenden sowie der Journalistin und Wissenschaftsvermittlerin Emilse Garzón als Moderatorin. Darüber hinaus findet ein hybrides Gespräch über große Sprachmodelle (LLMs) und die Neudefinition von Kultur statt, moderiert von Daniela Gutierrez und mit Beteiligung von Mercedes Bunz (Deutschland) sowie Margarita Martínez.

Zu den weiteren Teilnehmenden von „Pausar la IA“ gehören der Philosoph Tomás Balmaceda, die Expertin für KI und Bildung Mariana Ferrarelli, der Soziologe und leitende CONICET-Forscher Mariano Zukerfeld, die Geologin Marina Lema und der Philosophiedozent Germán Rúa. Ebenfalls vertreten sind die Kunsthistorikerin und Kuratorin Jazmín Adler, der Schriftsteller Juan Mattio, der (Musik-)Journalist Pablo Schanton, die Psychologin und Forscherin Isha Kim, der Soziologe und Forscher Tomás Borovinsky, der Politikwissenschaftler und Streamer Tomás Trapé sowie der Biologe und KI-Programmierexperte Bruno Bianchi.

Darüber hinaus wird im Rahmen des erweiterten Programms Das Haus von Monkey Island von Rebekka Kricheldorf in einer Inszenierung von Monina Bonelli und Juan Branca präsentiert. Das Bühnenkonzept unter Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz stammt von Boris Eldagsen und Monina Bonelli.

Weitere Informationen

Pausar la IA. Ein Treffen zum Nachdenken über Künstliche Intelligenz

Stimmen zu „Pausar la IA“

Friso Maecker
Leiter des Goethe-Instituts Buenos Aires


„Das Goethe-Institut als offizielles Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland möchte einen intensiven Austausch zwischen unseren beiden Ländern fördern. Das Thema ‚Künstliche Intelligenz‘ wird in beiden Ländern intensiv diskutiert, da es zunehmend alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens durchdringt.

Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftung Fundación Medifé und der Stiftung Fundación Andreani, stellen wir fest, dass die Frage nach den Auswirkungen der KI auf unsere Gesellschaften in der internationalen Debatte, sofern sie überhaupt gestellt wird, oft hinter wirtschaftlichen und finanziellen Fragestellungen zurücktritt. Mit Pausar la IA möchten wir diese Lücke schließen und die Auswirkungen von KI auf unser gesellschaftliches Zusammenleben ins Zentrum der Diskussion rücken.

Während viele Akteure aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz uns vermitteln, wir seien der KI ausgeliefert und hätten keinen Einfluss auf ihre Entwicklung, sagen wir: ‚Einen Moment!‘ Für drei Tage schaffen wir Raum für Austausch, Lernen, Verständnis und kritische Reflexion.“

Daniela Gutierrez
Präsidentin der Fundación Medifé


„Für die Stiftung Fundación Medifé zielt Pausar la IA darauf ab, die institutionelle Führungsrolle in einer dringenden Debatte über technologische Souveränität sowie die ethischen und kulturellen Auswirkungen von Algorithmen im Alltag zu stärken. In einem Umfeld, in dem die digitale Beschleunigung häufig die Reflexion verdrängt oder uns zu vorschnellem Denken verleitet, ermöglicht dieser Raum, der in strategischer Partnerschaft mit dem Goethe-Institut und der Fundación Andreani geschaffen wurde, der Stiftung, sich als wichtiger Akteur für ein notwendiges Innehalten zu positionieren und die Schnittstelle von Innovation, kritischem Denken und Kultur zu beleuchten.

Darüber hinaus stärkt die Initiative unser übergeordnetes Ziel, Gesundheit, Kunst und zeitgenössisches Denken als untrennbare Dimensionen eines ganzheitlichen Wohlbefindens zusammenzuführen. Die Organisation dieses Treffens bekräftigt nicht nur unser Engagement für die Demokratisierung von Wissen und den interdisziplinären Dialog, sondern positioniert uns auch im Zentrum der öffentlichen Agenda, um die Veränderungen, die unsere Gegenwart und Zukunft prägen, ethisch und humanistisch zu reflektieren.“

Germán Rúa
(no) Pensamiento, Fundación Andreani


„Pausar la IA entstand auf spontane, beinahe unvermeidliche Weise aus Gesprächen auf Fluren und in WhatsApp-Chats. Wir hatten das Gefühl, dass es notwendig ist, in Buenos Aires einen echten Raum des Austauschs zu schaffen, der unterschiedliche Perspektiven und qualifizierte Informationen zu jenem allgegenwärtigen und zugleich schwer fassbaren Phänomen zusammenbringt, das wir gewöhnlich ‚Künstliche Intelligenz‘ nennen.

Gemeinsam mit der Fundación Medifé und dem Goethe-Institut beschlossen wir daher, ein besonderes Wochenende zu gestalten. Der Plan besteht darin, Raum und Zeit für Reflexion und Debatte zu schaffen, gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Kunst, jedoch in einem zugänglichen, angenehmen und sogar spielerischen Format.

Die Idee, die Blackbox der KI zu öffnen, ihre Prozesse zu analysieren, ihre beunruhigenden Geheimnisse offenzulegen und zugleich ihre enormen kreativen Potenziale zu erkunden, begeistert uns.

Vor allem aber ist Pausar la IA ein Plädoyer für die Begegnung selbst, für ein wünschenswertes Miteinander des Digitalen und Analogen, für die Wiederbelebung unserer Sensibilität und für die Freude am gemeinsamen Austausch.“

  • Catrin Misselhorn
  • Paula Sibilia
  • Jazmín Adler 
  • Tomás Balmaceda 
  • Bruno Bianchi 
  • Tomás Borovinsky
  • Mercedes Bunz
  • Diego Fernández Slezak 
  • Mariana Ferrarelli 
  • Emilse Garzón 
  • Isha Kim 
  • Marina Lema
  • Margarita Martínez
  • Juan Mattio 
  • Héctor Pavón 
  • Germán Rúa 
  • Danila Saiegh 
  • Ingrid Sarchman 
  • Pablo Schanton 
  • Tomás Trapé 
  • Mariano Zukerfeld

Kontakt

projektpartner

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