Maren Schiefelbein
Programmkoordinatorin
„Pausar la IA. Ein Treffen zum Nachdenken über Künstliche Intelligenz“ vereint eine Vielzahl von Perspektiven: Technikphilosoph:innen, Programmierer:innen, Wissenschaftler:innen, Künstler:innen, Fachjournalist:innen, Wissenschaftskommunikator:innen und Influencer:innen kommen an drei Tagen zwischen dem 2. und dem 4. Oktober zusammen.
Zu den internationalen Gästen zählen die deutsche Philosophin Catrin Misselhorn („Künstliche Intelligenz - das Ende der Kunst?“) sowie die in Brasilien lebende argentinische Anthropologin Paula Sibilia („Ich habe es verdient: Von der alten Heuchelei zum neuen Zynismus“). Die deutsche Wissenschaftsjournalistin und Professorin Mercedes Bunz wird in einem hybriden Format teilnehmen. Die Veranstaltung ist kostenlos, öffentlich zugänglich und erfordert eine vorherige Anmeldung. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft begleitet die renommierte Zeitschrift Revista Ñ die Reihe.
Friso Maecker
Leiter des Goethe-Instituts Buenos Aires
„Das Goethe-Institut als offizielles Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland möchte einen intensiven Austausch zwischen unseren beiden Ländern fördern. Das Thema ‚Künstliche Intelligenz‘ wird in beiden Ländern intensiv diskutiert, da es zunehmend alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens durchdringt.
Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftung Fundación Medifé und der Stiftung Fundación Andreani, stellen wir fest, dass die Frage nach den Auswirkungen der KI auf unsere Gesellschaften in der internationalen Debatte, sofern sie überhaupt gestellt wird, oft hinter wirtschaftlichen und finanziellen Fragestellungen zurücktritt. Mit Pausar la IA möchten wir diese Lücke schließen und die Auswirkungen von KI auf unser gesellschaftliches Zusammenleben ins Zentrum der Diskussion rücken.
Während viele Akteure aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz uns vermitteln, wir seien der KI ausgeliefert und hätten keinen Einfluss auf ihre Entwicklung, sagen wir: ‚Einen Moment!‘ Für drei Tage schaffen wir Raum für Austausch, Lernen, Verständnis und kritische Reflexion.“
Daniela Gutierrez
Präsidentin der Fundación Medifé
„Für die Stiftung Fundación Medifé zielt Pausar la IA darauf ab, die institutionelle Führungsrolle in einer dringenden Debatte über technologische Souveränität sowie die ethischen und kulturellen Auswirkungen von Algorithmen im Alltag zu stärken. In einem Umfeld, in dem die digitale Beschleunigung häufig die Reflexion verdrängt oder uns zu vorschnellem Denken verleitet, ermöglicht dieser Raum, der in strategischer Partnerschaft mit dem Goethe-Institut und der Fundación Andreani geschaffen wurde, der Stiftung, sich als wichtiger Akteur für ein notwendiges Innehalten zu positionieren und die Schnittstelle von Innovation, kritischem Denken und Kultur zu beleuchten.
Darüber hinaus stärkt die Initiative unser übergeordnetes Ziel, Gesundheit, Kunst und zeitgenössisches Denken als untrennbare Dimensionen eines ganzheitlichen Wohlbefindens zusammenzuführen. Die Organisation dieses Treffens bekräftigt nicht nur unser Engagement für die Demokratisierung von Wissen und den interdisziplinären Dialog, sondern positioniert uns auch im Zentrum der öffentlichen Agenda, um die Veränderungen, die unsere Gegenwart und Zukunft prägen, ethisch und humanistisch zu reflektieren.“
Germán Rúa
(no) Pensamiento, Fundación Andreani
„Pausar la IA entstand auf spontane, beinahe unvermeidliche Weise aus Gesprächen auf Fluren und in WhatsApp-Chats. Wir hatten das Gefühl, dass es notwendig ist, in Buenos Aires einen echten Raum des Austauschs zu schaffen, der unterschiedliche Perspektiven und qualifizierte Informationen zu jenem allgegenwärtigen und zugleich schwer fassbaren Phänomen zusammenbringt, das wir gewöhnlich ‚Künstliche Intelligenz‘ nennen.
Gemeinsam mit der Fundación Medifé und dem Goethe-Institut beschlossen wir daher, ein besonderes Wochenende zu gestalten. Der Plan besteht darin, Raum und Zeit für Reflexion und Debatte zu schaffen, gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Kunst, jedoch in einem zugänglichen, angenehmen und sogar spielerischen Format.
Die Idee, die Blackbox der KI zu öffnen, ihre Prozesse zu analysieren, ihre beunruhigenden Geheimnisse offenzulegen und zugleich ihre enormen kreativen Potenziale zu erkunden, begeistert uns.
Vor allem aber ist Pausar la IA ein Plädoyer für die Begegnung selbst, für ein wünschenswertes Miteinander des Digitalen und Analogen, für die Wiederbelebung unserer Sensibilität und für die Freude am gemeinsamen Austausch.“
Programmkoordinatorin