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14:00–19:00 Uhr

Diversität, Gender und Inklusion im Comic

Ausstellung|Zwölf grafische Erzählungen, die im Rahmen des Mentoring‑Programms gemeinsam mit Expert*innen aus Deutschland, Frankreich und Argentinien entstanden sind.

  • Centro de la Historieta y el Humor Gráfico Argentinos der Nationalbibliothek der Republik Argentinien Mariano Moreno (BNMM), CABA

  • Preis Kostenlos

Illustration mit dem zentralen Schriftzug auf Spanisch „DIVERSITÄT“ und dem Untertitel „Genre und Inklusion im cómic“. Rundherum sind farbige, gezeichnete Elemente wie ein Schallplatten‑Player, Figuren, ein Fahrzeug, Schuhe und eine Katze angeordnet.

Illustration mit dem zentralen Schriftzug auf Spanisch „DIVERSITÄT“ und dem Untertitel „Genre und Inklusion im cómic“. Rundherum sind farbige, gezeichnete Elemente wie ein Schallplatten‑Player, Figuren, ein Fahrzeug, Schuhe und eine Katze angeordnet.

Die Ausstellung Diversität, Genre und Inklusion im Comic präsentiert zwölf herausragende grafische Erzählungen, die im Rahmen eines intensiven kreativen Prozesses unter der Leitung der Tutor*innen Noëlle Kröger (Deutschland), Thomas Dassance (Frankreich) und José María Gutiérrez (Argentinien) entstanden sind.

Diese Werke wurden im Jahr 2025 für das Mentoring-Programm ausgewählt, das vom Goethe-Instituts Buenos Aires und Córdoba, der Alliance Française Buenos Aires und Córdoba, des Institut Français d’Argentine und der Fundación Medifé organisiert wurde— unterstützt vom Deutsch-Französischen Kulturfonds und in Zusammenarbeit mit dem Centro de Historieta y Humor Gráfico Argentinos der Biblioteca Nacional.

Eine interdisziplinäre Jury würdigte die künstlerische und erzählerische Qualität aller Beiträge. Neben drei besonderen Erwähnungen vergab sie den ersten Preis an “La casa de la diferencia” von Daniel Perrotta. Hervorgehoben wurden die emotionale Kraft seiner Bildsprache und die Sensibilität, mit der eine schwule Kindheit aus der Perspektive des Erwachsenen erzählt wird — offen für Interpretation, ohne eine bestimmte Lesart vorzugeben.

Getragen von der Idee, allen Projekten Sichtbarkeit zu geben, und unterstützt durch die Fundación Medifé, wurden die ausgewählten Comics in einem Band vereint, der als Katalog und Vorgeschmack auf weitere Publikationen dient. Die Ausstellung zeigt diese Werke erstmalig im Rahmen eines kuratierten Rundgangs und eröffnet gleichzeitig einen neuen Bereich in der permanenten Sammlung des Centro de Historieta y Humor Gráfico Argentinos.

Die entstandenen Werke zeigen ein breites Spektrum künstlerischer Handschriften und Erzählweisen. Sie reichen von poetischen Bildsprachen über humorvolle Reflexionen bis hin zu kraftvollen, dokumentarischen oder experimentellen Formen. Manche Projekte entstanden aus ersten Ideen und Skizzen, andere knüpfen an bereits bestehende Geschichten an. Viele nahmen im Prozess völlig neue Gestalt an. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie diskriminierende Strukturen sichtbar machen, marginalisierte Erfahrungen erzählen und empowernde Perspektiven eröffnen. 

Die Themen reichen von Identitätsfindung, Geschlechterrollen und queerer Erinnerungskultur bis hin zu gesellschaftlicher Ungleichheit und familiären Prägungen. Sie zeigen, wie vielfältig und vielschichtig die Auseinandersetzung mit Diversität im Medium Comic sein kann. Die Auswahl spannt einen erzählerischen Bogen vom Humor zum Drama, vom Realismus zum magischen Denken, vom Testimonial zur experimentellen Bildpoesie. 

Die Ausstellung lädt dazu ein, gesellschaftliche Vielfalt in ihren vielen Facetten zu betrachten – nicht als abstrakten Begriff, sondern als gelebte Erfahrung. Sie zeigt, wie Comics als kulturelle Ausdrucksform zu mehr Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Inklusion beitragen können und wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen solche Stimmen gehört und gesehen werden. 

Künstler*innen

Diego Berger (Altibajos)
Katny Ferrer (Disonante) - Besondere Erwähnung
Yuyo Grinberg (Séptimo)
Malena Guerrero (Sábado)
Julieta Gutnisky (Hey ho let´s go)
Lucía Manca (La conspiración de lxs cuerpxs de latex)
Catriel Martínez (Dos copas de vino)
Lucía Martinez Mayer (Acá estamos bien)
Patricio Oliver (Somos) - Besondere Erwähnung
Florencia Otero (Mujer lluvia) - Besondere Erwähnung
Daniel Perrotta (La casa de la diferencia) - Erster Preis
Virginia Torrano (Alas propias)

Vernissage

Donnerstag, 26. März um 19 Uhr.
Für die Öffentlichkeit zugänglich.

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