Die drei M von Herrn Lang

Filmreihe|Drei Spielfilme in Sala Lugones. Fünfzig Jahre nach dem Tod des großen deutschen Regisseurs Fritz Lang.

  • Sala Leopoldo Lugones / Teatro San Martín, CABA

  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
  • Preis Eintritt: 9.000,- pesos. Mit Ermäßigung: 5.000,- pesos

Schwarzweißes Bild im Stil eines frühen Films: Nahaufnahme eines Gesichts einer Frau mit großen, hell hervorgehobenen Augen. Auf dem Kopf befindet sich ein technisches Gerät wie ein Helm mit seitlichen Elementen. Im Hintergrund sind dunkle Vorhänge zu sehen. © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Schwarzweißes Bild im Stil eines frühen Films: Nahaufnahme eines Gesichts einer Frau mit großen, hell hervorgehobenen Augen. Auf dem Kopf befindet sich ein technisches Gerät wie ein Helm mit seitlichen Elementen. Im Hintergrund sind dunkle Vorhänge zu sehen. © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

50 Jahre nach dem Tod von Fritz Lang präsentieren das Goethe-Institut Buenos Aires gemeinsam mit der Sala Lugones und dem Cine York die Filmreihe „Die drei M von Herrn Lang“. Das Programm umfasst drei Spielfilme, die Fritz Lang in seinem Heimatland gedreht hat und in denen der Buchstabe „M“ als unauslöschliches Zeichen seines Talents steht: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, „Metropolis“ und „Das Testament des Dr. Mabuse“, in restaurierten Kopien, die eigens aus Deutschland übermittelt wurden.

Die Filme

Das Testament des Dr. Mabuse
Regie: Fritz Lang.
Deutschland, 1933, 122 Min.

In einer Berliner Nervenheilanstalt entfaltet „Das Testament Des Dr. Mabuse“ seine unheimliche Macht: Das einstige Verbrechergenie Dr. Mabuse sitzt apathisch in seiner Zelle – und scheint doch weiter ein Netzwerk zu steuern, das für Attentate, Fälschungen und Brandanschläge verantwortlich ist. Klinikdirektor Dr. Baum steht längst unter Mabuses Bann und führt dessen mörderische Pläne fanatisch fort. Während die Polizei im Dunkeln tappt und Hinweise aus der Klinik ignoriert, wächst die Bedrohung zu einem Terrorplan von beispiellosem Ausmaß. Erst ein ausgestiegenes Bandenmitglied bringt Bewegung in den Fall – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Als stilprägender Klassiker gilt der Film heute auch als dezidiert antifaschistisches Werk, dessen düstere Warnung vor totalitären Mechanismen erschreckend prophetisch wirkt und Filmgeschichte geprägt hat.

Dienstag, 28.07. um 15 Uhr
Mittwoch, 29.07. um 17.30 Uhr
Sonntag, 02.08. um 15 Uhr

M – Eine Stadt sucht einen Mörder
Regie: Fritz Lang.
Deutschland, 1931, 111 Min.

Ein Kindermörder bedroht das friedliche Dasein in Berlin, beunruhigt die Bevölkerung, und die Ermittlungen der Polizei hindern die Gauner beträchtlich bei ihren einträglichen Geschäften. Daher macht sich die organisierte Verbrecherwelt parallel zu den Ordnungshütern auf die Suche nach dem pathologischen Täter. Den Ganoven gelingt es tatsächlich, ihn zu fassen, und er kommt vor ein Unterweltgericht, das ihn zum Tode verurteilt. Bevor der Mörder hingerichtet wird, erscheint jedoch die Polizei und nimmt ihn "im Namen des Gesetzes" fest.
 
Dienstag, 28.07. um 21 Uhr
Donnerstag, 30.07. um 15 Uhr
Sonntag, 02.08. um 20 Uhr

Metropolis          
Regie: Fritz Lang.
Deutschland, 1927, 148 min.

Wie stellte sich Regisseur Fritz Lang vor hundert Jahren das Heute vor? „Metropolis“ spielt im Jahr 2026, in unserem Heute. Der monumentale Science-Fiction-Film hatte im Jahr 1927 in Berlin Premiere. „Metropolis“, der vielleicht berühmteste aller Stummfilme, war 75 Jahre lang nur in gekürzten Fassungen zu sehen. Nach dem Fund in Buenos Aires, bei den Szenen entdeckt wurden, die als verloren galten, kann man heute dank der Murnau-Stiftung die vollständig restaurierte Fassung von „Metropolis“ in ihrer ganzen Pracht bewundern.

Die Bevölkerung von „Metropolis“, der „Stadt der Zukunft“, ist gespalten in Arbeiter, die in der dunklen Unterwelt leben müssen, und Reiche, die eine futuristische Stadt voller Pracht genießen. Das angespannte Gleichgewicht dieser beiden Gesellschaften wird durch Bilder veranschaulicht, die zu den ikonischsten des 20. Jahrhunderts zählen. Mit seinen aufwendigen Kulissen und seinem modernen Science-Fiction-Stil ist „Metropolis“ heute das Meisterwerk des deutschen Stummfilms. 

Mittwoch, 29.07. um 20.30 Uhr
Freitag, 31.07. um 17.30 Uhr
Samstag, 01.08. um 20.30 Uhr

Biografie

Fritz Lang

Friedrich „Fritz“ Christian Anton Lang (1890 - 1976) , geboren in Wien, war Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor. Nach seiner Heirat mit der deutschen Drehbuchautorin Thea von Harbou erwarb im Jahr 1922 auch die deutsche und nach seiner Emigration 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Lang prägte die Filmgeschichte mit, indem er neue ästhetische und technische Maßstäbe setzte.