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Porträt
Zhai Yongming (翟永明)

Zhai Yongming
Zhai Yongming | © ZYM

Zhai Yongming verarbeitet in ihrer Dichtung die Schrecken der Kulturrevolution ebenso wie ihre New Yorker Zeit, 1990-1992, oder ihren Berlin-Aufenthalt im Jahr 2000 als Stipendiatin des DAAD.

Die Dichterin Zhai Yongming (翟永明) wurde 1955 in Chengdu, Provinz Sichuan, geboren, wo sie heute das Künstlerkaffee Weiße Nächte betreibt. In ihrer Poesie verarbeitet sie die Schrecken der Kulturrevolution ebenso wie ihre New Yorker Zeit, 1990-1992, oder ihren Berlin-Aufenthalt im Jahr 2000 als Stipendiatin des DAAD. Nachzulesen beispielsweise in ihrer auf Deutsch erschienenen Anthologie Kaffeehauslieder (2004).

1. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?

Ich schreibe gerade an einem Buch. Am meisten beschäftige ich mich mit den Menschen, die ich liebe.

2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit Deutschland?

Im Jahr 2000, als ich mit einem DAAD-Stipendium ein Jahr in Berlin arbeitete.

3. In welcher Weise hat die Begegnung  mit Deutschland Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?

Ich habe Deutschland und die Deutschen damals wirklich kennen gelernt. Vorher kannte ich sie nur aus Büchern oder vom Hörensagen. Aber sie sind ganz anders.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in Deutschland?

Einmal betrat ich einen kleinen Laden und der Inhaber begrüßte mich in fließendem Chinesisch. Später wurden wir Freunde.

5. Was war Ihr unerfreulichstes Erlebnis in Deutschland?

Ich wurde von einem sympathischen Deutschen eingeladen, aber weil ich kein Deutsch verstehe, bin ich nicht zu dem Rendezvous gegangen.

6. Haben Sie eine deutsche Lieblingsspeise?

Tut mir leid, eigentlich nicht.

7. Was ist für Sie "typisch deutsch"?

Wenn Freunde einen besuchen, kommen sie immer auf die Minute genau.

8. Welche Kulturleistung aus Deutschland beeindruckt Sie am meisten?

Mein Herz gehört dem deutschen Film, auch dem zeitgenössischen; natürlich auch der deutschen Literatur. Und der zeitgenössische Tanz von Sasha Waltz fasziniert mich.

9. Mit wem in Deutschland würden Sie gerne für einen Tag tauschen?

Mit Heinrich Heine.

10. Welche Gewohnheit oder Idee würden Sie gerne in China übernehmen?

Natürlichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.

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