Performance und Gespräch A Skip of the Beat A Change of the Heart

A Skip of the Beat A Change of the Heart © Will Fredo & Lomaasbello

Sa, 11.07.2020

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Die Tanz-Lecture Performance von Will Fredo Furtado und Lomaasbello erzählt von Musik- und Tanzkulturen, von Techno bis Cumbia, die aus der afrikanischen Diaspora im globalen Süden entstanden sind und untersucht deren befreiendes Potenzial. Drei Lieder von Lomaasbello (Queer Black Bitch Killa, Shut Up und Pose) über die Erfahrungen von Afro-Queers schlagen Lesarten vor, die Geschichten des Afrotanzes mit sexueller, sozialer, politischer, geschlechtlicher und metaphysischer Befreiung verbinden, inspiriert von den Kulturen der Maroons in den Amerikas.

A Skip of the Beat A Change of the Heart (Ein Sprung im Takt, eine Veränderung des Herzens) beginnt mit einer Episode im Berghain, einem Techno-Club in Berlin. Auf diese Weise werden die Taxonomien analysiert, die auf die Künste afrikanischer Herkunft angesichts der staatlichen Politik durch die Aneignung und den Kapitalismus des Paradigmas des weißen Mestizo in Lateinamerika angewandt werden. Durch die Verbindung von Tanzbewegungen wie dem Kuduro und der House-Ballroom-Kultur mit Theorien von Argelia Laya, Hortense Spillers, Fred Moten u.a. rekonstruiert A Skip of the Beat A Change of the Heart eine afro-musikalische Welt, die wieder mit ihrer befreienden Geschichte verbunden ist. 

Um an der Präsentation der Performance und dem Gespräch mit den Künstler*innen und der Kuratorin Luisa Ungar teilzunehmen, ist eine Voranmeldung erforderlich. Dieses Event kann auch per Stream auf Facebook verfolgt werden. Eine Produktion des Goethe-Instituts.
 
A Skip of the Beat A Change of the Heart
© Will Fredo & Lomaasbello

Lomaasbello ist eine Afro-Marica-Artivistin und lebt in Chapinero, Bogotá. Sie* verwendet Musik und Reime aus dem Widerstand, um die meist gewalttätigen Erfahrungen auszudrücken, die Körper erleben, die sich der Norm entziehen.

Will Fredo Furtado ist ein nicht-binärer Künstler, Schriftsteller und Herausgeber, der sich mit der Dynamik von Macht, kulturellen Verwerfungen und der Überschneidung von Popkultur, dekolonialem Denken, Négritude und Technologie befasst. Will ist in Portugal geboren, guatemaltekischer und kapverdischer Herkunft und lebt in Berlin, Deutschland.

Luisa Ungar ist eine kolumbianische Künstlerin und Kuratorin. Sie interessiert sich für die Mechanismen, mit denen Geschichte konstruiert wird, und experimentiert mit Sprache als Werkzeug für Verschiebung und Verzerrung. Ihre jüngsten Arbeiten untersuchen Erzählungen über Animalität, das Nicht-Menschliche und koloniale Zusammenhänge.


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