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20:00–21:30 Uhr

Weltweite Lesung für die Toten der Pandemie

Lesung

  • Goethe-Institut Nikosia, Nikosia

  • Sprache Griechisch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Deutsch
  • Preis Eintritt frei
    Anmeldung & SafePass notwendig

Eine brünette Frau hebt ihren linken Arm und hält einen weißen Luftballon an einem Band. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt und eine weiße Mund-und-Nasenmaske. © IMAGO/Xinhua

Das Goethe-Institut Zypern und Atlantis Culture nehmen an der weltweiten Lesung für die Toten der Pandemie teil. Die weltweite Lesung wird von dem internationalen literaturfestival berlin [ilb] organisiert.
 
Seit mehr als einem Jahr wird die Welt von der Pandemie heimgesucht. Fast viereinhalb Millionen Menschen sind weltweit an Covid-19 gestorben. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit Statistiken und Kurven über aktuelle Todesfälle und Krankheiten konfrontiert werden. Doch oft bleiben es abstrakte Zahlen. Der einzelne Mensch und die individuellen Geschichten dahinter sind in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsent. Krankheit, Tod und Trauer sind durch Vorsichtsmaßnahmen weitgehend unsichtbar geworden. Viele Menschen sterben allein, hinter verschlossenen Türen, und werden im kleinen Kreis beerdigt. In vielen Fällen gibt es für Angehörige und Freunde keine Möglichkeit, sich zu verabschieden - und wenn doch, dann aus der Ferne oder in einem digitalen Umfeld.
 
Literatur hat das Potenzial, dieser Situation Ausdruck zu verleihen, der Isolation zumindest durch Rezeption entgegenzuwirken. Sie findet Erzählungen abseits der alltäglichen Schreckensbilder, erzählt vom Verlust aus verschiedenen Perspektiven und hilft, das Unfassbare greifbar zu machen.
 
An der Lesung in Nikosia nehmen folgende Poet:innen und Schriftsteller:innen teil: Nora Nadjarian, Alexandros Chronides, Eleni Artemiou – Photiadou, Erato Ioannou, Manuella Mavromichalis, Paula Savvides, Neshe Yashin, Annetta Benzar, Ruta Dzikaraite, Alev Adil, Angela Kosti