Welt am Draht
Streaming|Goethe on Demand – Genrekino aus Deutschland
-
Online Online
- Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
- Preis Kostenlos, eine Anmeldung beim Goethe on Demand Portal ist erforderlich
- Teil der Reihe: Genrekino aus Deutschland
Science-Fiction // Rainer Werner Fassbinder // 1973
Das Projekt „Simulacron” im IKZ (Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung) soll die Zukunft der Menschheit erkunden; zu diesem Zweck wurden im Computer Menschen als Simulationsmodelle programmiert. Der skeptische Projektleiter Vollmer kommt unerwartet ums Leben. War es Mord oder Selbstmord? Günther Lause, der Sicherheitsbeauftragte der Firma, ist plötzlich so spurlos verschwunden, als hätte es ihn nie gegeben.
Vollmers Nachfolger Fred Stiller hat einen beängstigenden Verdacht: Die Welt, in der er sich bewegt, könnte ebenfalls nur eine digitale Simulation sein. Aber es muss Verbindungen zwischen den Ebenen geben. Er ahnt, wie gefährlich sein Verdacht ist – wenn er selbst nur eine Computer-Simulation ist, kann man ihn wegen seines Wissens jederzeit abschalten.
Die im Computer simulierten Menschen fühlen sich lebendig, sie sind zu allen Emotionen fähig, und doch sprechen ihre Erfinder*innen von „einprogrammierten Identitätseinheiten”; diese haben sich so weit entwickelt, dass in ihnen Bewusstsein entstanden ist. Fassbinders Werk kreist stets auch um das Thema „Unfreiheit”; dies macht den Film immer noch brandaktuell. Nur war sich Fassbinder der Möglichkeiten seines Mediums viel zu bewusst, um dieses Thema durch zusätzliche Verbalisierung zu strapazieren. Er vertraut vielmehr den Bildern; sie sind geprägt von einer unterschwelligen Klaustrophobie. Immer wieder rückt Fassbinder visuelle Hindernisse ins Bild, die die Einstellungen visuell zusätzlich begrenzen, oder er sperrt Menschen gleichsam in Spiegel ein – oder
eben in den Computer. Es gibt wohl keinen anderen Film Fassbinders, in dem der Regisseur sichtbarer seine Freude am Inszenieren, an Kino und Action, gezeigt hat.
Das Projekt „Simulacron” im IKZ (Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung) soll die Zukunft der Menschheit erkunden; zu diesem Zweck wurden im Computer Menschen als Simulationsmodelle programmiert. Der skeptische Projektleiter Vollmer kommt unerwartet ums Leben. War es Mord oder Selbstmord? Günther Lause, der Sicherheitsbeauftragte der Firma, ist plötzlich so spurlos verschwunden, als hätte es ihn nie gegeben.
Vollmers Nachfolger Fred Stiller hat einen beängstigenden Verdacht: Die Welt, in der er sich bewegt, könnte ebenfalls nur eine digitale Simulation sein. Aber es muss Verbindungen zwischen den Ebenen geben. Er ahnt, wie gefährlich sein Verdacht ist – wenn er selbst nur eine Computer-Simulation ist, kann man ihn wegen seines Wissens jederzeit abschalten.
Die im Computer simulierten Menschen fühlen sich lebendig, sie sind zu allen Emotionen fähig, und doch sprechen ihre Erfinder*innen von „einprogrammierten Identitätseinheiten”; diese haben sich so weit entwickelt, dass in ihnen Bewusstsein entstanden ist. Fassbinders Werk kreist stets auch um das Thema „Unfreiheit”; dies macht den Film immer noch brandaktuell. Nur war sich Fassbinder der Möglichkeiten seines Mediums viel zu bewusst, um dieses Thema durch zusätzliche Verbalisierung zu strapazieren. Er vertraut vielmehr den Bildern; sie sind geprägt von einer unterschwelligen Klaustrophobie. Immer wieder rückt Fassbinder visuelle Hindernisse ins Bild, die die Einstellungen visuell zusätzlich begrenzen, oder er sperrt Menschen gleichsam in Spiegel ein – oder
eben in den Computer. Es gibt wohl keinen anderen Film Fassbinders, in dem der Regisseur sichtbarer seine Freude am Inszenieren, an Kino und Action, gezeigt hat.