Ines Geipel
(geb. 1960 in Dresden), Schriftstellerin, Dozentin
Ines Geipel studierte Germanistik in Jena. Die ehemalige Leistungssportlerin wurde aus politischen Gründen aus der DDR-Nationalmannschaft ausgeschlossen. Nach ihrer Flucht 1989 in die Bundesrepublik setzte sie in Darmstadt ihr Studium mit den Fächern Philosophie und Soziologie fort. Ab 1994 erhielt sie Lehraufträge als Philosophin und Literaturwissenschaftlerin. 1996 erschienen erste Veröffentlichungen. In ihrem literarischen Werk beschäftigt sich Ines Geipel vor allem mit der deutschen Gewaltgeschichte seit dem Nationalsozialismus und insbesondere der DDR‑Diktatur: mit Themen wie Doping, Amok, aber auch unterdrückter Literatur. 2020 erhielt sie den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise‑Fleißer‑Preis. Sie lebt in Zürich und in Berlin.