MO 18.09.2017, 18.30 Uhr

Julian Rosefeldt: Manifesto, 2015

Film|beim Filmfestival Liebe & Anarchie

Julian Rosefelt: Manifesto Foto: Julian Rosefeldt

Manifesto ist eine deutsch-australische Filminstallation aus dem Jahr 2015 von Julian Rosefeldt. Sie besteht aus zwölf miteinander in Beziehung stehenden Einzelfilmen einer Länge von je 10 Minuten und 30 Sekunden, die synchronisiert in Endlosschleife auf verschiedenen Projektionsflächen in einem Raum simultan gezeigt werden. Die Intsllation wird gerade in der Kunsthalle Helsinki gezeigt.

Rosefeldt konstruiert eine Collage von historischen Texten und kombiniert die Inhalte mit aktuellen Kontexten. Das Ergebnis ist ein ‘Manifest aus Manifesten’: 13 poetische Monologe, wiedergegeben durch die Stimmen von Künstlern, von Dadaismus bis zu Situationismus, von Kasimir Malevich bis Jim Jarmusch. Die Texte, aus einer jugendlichen Leidenschaft heraus geschrieben, erzählen von dem Wunsch, die Welt durch Kunst zu verändern.

Die berühmte australische Schauspielerin Cate Blanchett vollbringt eine unglaubliche Schauspielleistung, indem sie 13 verschiedene Personen verkörpert – unter anderem eine Lehrerin, eine Nachrichtensprecherin und einen obdachlosen Mann – und sowohl weltberühmten, als auch weniger populären Texten neues Leben einhaucht.

Können die kraftvollen, pompösen Worte und die ekstatischen Emotionen der Manifeste der Zeit standhalten? Wie verändern sich Politik, Kunst und Lebensweise? Führen die Manifeste zu Taten?

Die Installation ist Teil des Programms von Helsinki Festivals. “Manifesto” wurde zuvor unter anderem schon in Berlin und New York gezeigt.

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