12.11.-14.11.2020

LIIKKEELLÄ MARRASKUUSSA 2020: CONSUL & MESHIE

Tanzfestival

  • Taidehalli, Helsinki

  • Preis 28/15 €

Kaksi henkilöä apinapuvuissa Anja Weber

 Wegen der momentanen Covid-19 Situation und den Reisebeschränkungen wird das Moving in November 2020 Festivalprogramm anders ausfallen als geplant. Zusätzlich zu den kurzen und intensiven Festlichkeiten im November 2020 wird sich das Festival bis 2021 erstrecken, wo es zwei Werke präsentieren wird, die vom Goethe-Institut unterstützt werden: Meg Stuart & Damaged Goods: Solos and duets sowie Sheena McGrandles: FIGURED.
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ANTONIA BAEHR & LATIFA LAÂBISSI & NADIA LAURO: CONSUL AND MESHIE​

 
In Consul and Meshie der Choreografinnen Antonia Baehr und Latifa Laâbissi besetzen die Figuren zweier Schimpansen ein Basislager, das dem Inneren einer Limousine ähnelt. Die von der bildenden Künstlerin und Bühnenbildnerin Nadia Lauro entworfene Installation formt sein eigenes autonomes Kunstwerk, das die beiden pelzigen, promiskuitiven, frechen Affen für die Dauer der Aufführung einnehmen. Die Zuschauer sind eingeladen, Teil der Landschaft zu sein, auf dem Boden zu sitzen oder zu liegen, neben dem Fahrzeug, das sich in den Raum ausbreitet. Consul und Meshie sind tatsächlich historisch dokumentierte Affen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten und wie Menschen erzogen wurden. Affen gelten als „fast menschliche“ Tiere, und dieses „fast“ hat sie zu einer Oberfläche für die Projektion dessen gemacht, was von anderen Menschen als menschlich angesehen wird. Obwohl es sich die Figuren ausleiht, strebt "Consul and Meshie" nicht danach, eine Biographie der beiden Affen zu sein. Stattdessen sind ihre Figuren hybride und seltsame Komposite, die mit Schichten poetischer, anthropologischer und politischer Referenzen vermischt sind, die ihre eigene Geschichte kreieren. Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Natur und Kultur, die Idee der Domestizierung und Fragen der Marginalität. Donna Haraways Forschung über die Beziehung zwischen Feminismus und der Figur des Affen oder Gorillas inspirierte die Arbeit. "Consul Baehr" und "Meshie Laâbissi" stellen hybride Figuren dar, die die Gewalt in Zuweisungen untersuchen und das Chaos in den Kategorien Natur vs. Kultur, Mann vs. Frau und Selbst vs. Andere schüren.

Unterstützt vom Goethe-Institut Finnland sowie vom Auswärtigen Amt.