21.-22.05.2022
Angela Schubot & Jared Gradinger: YEW: outside
Tanz|Moving in November – Traces from November
-
Helsinki Central Park
- Preis 25€/15€
Vorführungen:
21.5. 19:00 Uhr22.5. 19:00 Uhr
Tickets
Der Wunsch, das Bewusstsein der Pflanzen zu verstehen und mit ihnen zu interagieren, führte Angela Schubot und Jared Gradinger zu einer tiefen Auseinandersetzung mit der Natur und ihrer inhärenten Intelligenz. Ausgangspunkt für dieses Werk waren intensive Begegnungen mit Pflanzen und Bäumen, wie der Eibe (auf Englisch Yew), die dem Werk den Titel gab.
Im Januar 2018 hatte YEW in Berlin seine Premiere. Es war ein experimenteller Abend in Zusammenarbeit mit neun pflanzlichen Wesen. Gemeinsam versuchten Sie einen erdlosen Garten aus Körper und Klang zu schaffen an einem Ort, wo vorher keiner war. Nun, im finnischen Frühling im Stadtwald Helsinki, werden Schubot und Gradinger ihre Arbeit in eine neue Umgebung verpflanzen und neue Wurzeln für ihre Arbeit YEW: outside schlagen.
YEW: outside versucht, die Dichotomie zwischen Natur und Mensch aufzulösen und diese Koexistenz in eine neue künstlerische Sprache und Bewegung zu übersetzen. Dies wird durch eine echte "Ko-Kreation" erreicht, d.h. die Natur der Pflanzen weder zu unterdrücken noch zu überhöhen, sondern in einem Akt der ko-kreativen Koexistenz anzukommen. Diese Outdoor-Performance intimer Begegnungen lädt das Publikum ein, gemeinsam mit Schubot/Gradinger und ihren pflanzlichen Partnern diesen einzigartigen Ort der urbanen Natur zu erleben.
Zu den Künstler*innen
Angela Schubot ist eine Tänzerin, Künstlerin, Choreografin, Forscherin und Heilerin aus Berlin mit Wurzeln in Peru und Kanada. Jared Gradinger ist ein in den USA geborener Choreograf, Künstler, Performer und Gärtner, der seit 2002 in Berlin lebt. Erstmals arbeiteten die beiden 2002 unter der Leitung von Constanza Macras zusammen. Schon damals entdeckten sie eine starke Verbindung und ein gemeinsames Interesse an rein physischen, aber sehr dynamischen Bewegungssprachen. Sie begannen, körperliche Praktiken mit philosophischen und sogar esoterischen Diskursen zu verbinden. Das Thema ihrer Zusammenarbeit war die Entgrenzung des Körpers mit dem Ausgangspunkt in der Suche nach einem bedingungslosen Miteinander, um der eigenen Identität zu entkommen. Von 2009 bis 2013 haben sie vier umfassende Werke geschaffen: What they are instead of (2009), Is maybe (2012), Dying together and I hope you die soon (2013) und All my holes are theirs (2013).Für das Duo Schubot und Gradinger hat ihr Wunsch, nicht-menschliche Wesen anzuerkennen und mit ihnen zu interagieren, ihre bedingungslose Zweisamkeit für die nicht-menschliche Welt geöffnet und ihnen ein intensives Gespräch mit Pflanzen und der Natur ermöglicht. Seit 2017 "ko-kreieren" sie Performances mit der Natur. Diese Arbeiten sind ein einfühlsames Plädoyer für die Auflösung der Mensch-Natur-Dichotomie und ein Versuch einer hierarchiefreien Koexistenz durch reale Begegnungen und radikales Experimentieren.
Links zum Thema
Ort
Helsinki Central Park
Helsinki Central Park
Ort
Helsinki Central Park
Helsinki Central Park