Ausstellungseröffnung in Anwesenheit des Künstlers am 22. Februar 2019 (Fr) um 19:00 Uhr.
Ein Begleitprogramm mit Gedichtlesung und Musik zu den Themen Migration, Grenze und Identität findet am 22. März 2019 (Fr) in der Goethe-Galerie statt.
Morgan Wongs künstlerische Praxis konzentriert sich auf die Zeitlichkeit und wie das Subjekt mit anderen Kontexten wie Wahrnehmung, Geopolitik oder gar Wissenschaft verflochten ist. In der Ausstellung Time Isn't Our Border untersucht Wong, wie sich die Manifestation der Zeit verändert und wie sie verläuft. Das gleichnamige Kunstwerk und seine Ergänzung, Time Is Our Border (2017), sind Neonschilder, die in Wongs handschriftlichem Text hergestellt werden und die die Worte des Titels wiedergeben. Obwohl es keine feste Beziehung zwischen den beiden Werken gibt, sprechen sie von Wongs frustriertem Dilemma der Zeit als Grenze, sowohl konzeptionell als auch in seiner eigenen persönlichen Beziehung. Andere Arbeiten, darunter die Dash - Serie (2016) und das Auftragsvideo The Proposed Boundary (2017), beschäftigen sich mit der Transformation von Grenzen im Laufe der Zeit.
Mich interessiert die Temporalität der Souveränität und wie sie durch geopolitische Grenzen untersucht oder veranschaulicht werden kann. Zum Beispiel haben mich die anhaltenden Debatten, wie die seit Ende der 1940er Jahre geführte über den allgemein als "Neun-Strich-Linie" bezeichneten, territorialen Anspruch im Südchinesischen Meer, den China und Taiwan über die Jahre hinweg aufrechterhalten haben, seit langem fasziniert. Die "Dash Series", die die Grenze zum Südchinesischen Meer als elf einzelne Gemälde darstellt, greift teilweise die Psychologie auf, wie wir eine Reihe von Strichen als durchgehende Linie wahrnehmen können. Es ist eine Geste der Zerstörung der Grenze und gleichzeitig ein Akt des Überdenkens der Bedeutung jedes Strichs.
(Morgan Wong, Artforum International)
MORGAN WONG
Morgan Wong (geb. 1984) lebt und arbeitet derzeit in Hongkong. Er wurde zu Biennalen eingeladen, darunter: Die 8. Shenzhen Skulpturen-Biennale, 18. Videobrasil. Zu seinen ausgewählten Einzelausstellungen gehören: Time Isn’t Our Border (Goethe-Institut Hongkong, Hong Kong, 2019), An Inch of Time; An Inch of Gold (Art Basel Hong Kong-Discoveries, Hong Kong, 2018), Mean Time (Centre A, Vancouver, 2016), The Dashes; The Laughter; The Reservoirs ( Asia Art Center Taipei II, Taipei, 2016), KIGOJA Standard Time (KST) (KIGOJA, Seoul, 2016), Filing Down a Steel Bar Until a Needle is Made (Tintype Gallery, London, 2013), One Hour (2P Contemporary Art Gallery, Hong Kong, 2011). He was invited for group exhibitions including: MILL6 Foundation, Para Site, Videotage, Hong Kong Visual Arts Centre (all Hong Kong), Times Art Center (Berlin), Media Museum ZKM (Karlsruhe), Tate Modern (London), Borusan Contemporary, 5533 (both Istanbul), ArtScience Museum (Singapore), CAFA Art Museum, OCAT Institute (both Beijing), Kuandu Museum of Fine Arts (Taipei), Seoul Museum of Art (Seoul).
Morgan Wong wurde 2018 mit dem Asian Cultural Council New York Fellowship ausgezeichnet und wird ab Juni 2019 einen 6-monatigen Rechercheaufenthalt in New York verbringen.
Ort
Goethe Gallery
14/F Hong Kong Arts Centre 2 Harbour Road Wanchai Länderübergreifend