Zivilgesellschaft und Kunst stehen oft in einem dynamischen Wechselverhältnis: Gesellschaftliche Themen, die als relevant und bedeutungsvoll empfunden werden, finden ihren Ausdruck in den Künsten. Und Kunst bietet ein Medium für gesellschaftliche Debatten. Hongkong mit seiner lebendigen Kultur- und Kreativszene und einer sehr aktiven Zivilgesellschaft ist dafür ein eindrucksvolles Zeugnis.
Das Goethe-Institut eröffnet eine neue Gesprächsreihe zum Thema Zivilgesellschaft und Kunst, in der in lockerer Folge verschiedene Bereiche in den Fokus genommen werden. In der vierten Veranstaltung geht es um Kunst im öffentlichen Raum. Die Gäste sind: Wen Yau, Kacey Wong und Him Lo. Die Diskussion wird von Vivienne Chow moderiert.
Auf Einladung von HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipzig, Deutschland und mit Unterstützung des Goethe-Instituts Hongkong nahm Wen Yau an der Ausstellung "The Ends of Freedom" teil, die vom 7. September bis 7. Dezember 2019 läuft. In der Ausstellung führte Wen Yau eine Live-Performance durch, die unter dem Titel „Wir sind das Volk“ das 30-jährige Jubiläums des Mauerfalls mit den Ereignissen in Hongkong in Verbindung brachte. Ausschnitte werden bei dem Publikumsgespräch gezeigt.
Lo schafft neben der Malerei auch multimediale Skulpturen und Installationskunst. Er ist auch Performance-Künstler und präsentiert sich beim Hong Kong International Performance Art Festival 2014. In den letzten Jahren beschäftigte er sich aktiv mit Community Art und Community Empowerment. Von 2012 bis 2016 war er Kurator des Hong Kong House of Stories, das sich zum Ziel gesetzt hat, die öffentliche Aufmerksamkeit für den regionalen und kulturellen Schutz zu wecken. Um mit der Öffentlichkeit (oder "Kaifong", den Bewohnern und Menschen, die in einer bestimmten Gemeinschaft leben) mehr Diskussionen über die Themen Gemeinschaft und kulturelle Konversation zu entwickeln, führt das Hong Kong House of Stories Recherchen und Aufzeichnungen über die Geschichte und Kultur der Gemeinschaft durch. Sie lädt auch traditionelle Handwerker, Biobauern und Hausfrauen als Workshop-Instruktoren ein, um die handwerklichen Fähigkeiten und die Kultur der Gemeinschaft zu teilen.