Zwei Städte, so weit entfernt und doch so nah wie nie. Die aktuelle Literaturszene in Hongkong und Minsk hat viele Gemeinsamkeiten. Die Herausforderungen, die Bedrohungen und gleichzeitig die Inspiration, die Verpflichtung und die Chancen. In einer Serie von drei Online-Gesprächen diskutieren Autor*innen aus Hongkong und Minsk über ihren kreativen Prozess in Zeiten der Unsicherheit. Wie reagieren ihre Werke auf ihre Gesellschaft und Zeit? Wie kommunizieren sie mit ihrem Publikum und wie schaffen sie eine Lesergemeinschaft auch in schwierigen Zeiten?
Bacharewitsch ist Autor zahlreicher Romane und Essaysammlungen: „Dzieci Alindarki“ (Alindarkas Kinder), „Biełaja mucha, zabojca mužčyn“ (Weiße Fliege, Mörderin der Männer), „Apošniaja kniha pana A.“ (Das letzte Buch des Herrn A.) u.a.. Sein Hauptroman „Sabaki Europy” (Die Hunde Europas) wurde von Bacharewitsch selbst ins Russische übersetzt. Die russische Version des Buches stand auf der Shortlist des größten russischen Literaturpreises „Bolschaja Kniga“ (Großes Buch). Das Belarusische Freie Theater hat eine Theateradaption des Romans erarbeitet. Seit April 2021 wird das Buch von den belarussischen Behörden auf den Verdacht von Extremismus hin untersucht.
Alhierd Bacharevič wurde zweimal mit dem Literaturpreis "Buch des Jahres" in Belarus ausgezeichnet und war insgesamt viermal Gewinner des Jerzy-Giedroyc-Preises. Bacharevičs Romane und Essaysammlungen wurden ins Deutsche, Englische, Französische, Russische, Polnische und andere Sprachen übersetzt.
Er war Stipendiat des Zentrums für Schriftsteller und Übersetzer in Visby (Schweden), des deutschen PEN-Zentrums (Hamburg), des Recolette-Zentrums des Französischen Instituts in Paris und des Literarischen Colloquiums in Berlin (LCB). Von 2007-2013 lebte er in Hamburg, dann kehrte er nach Minsk zurück. Er ist Mitglied des belarussischen PEN-Zentrums.
Seit Ende 2020 leben Alhierd Bacharevič und seine Frau, die Dichterin Jula Cimafiejeva, auf Einladung der Kulturvermittlung Steiermark in Graz (Österreich).