Zwei Städte, so weit entfernt und doch nie so nah wie nie. Die aktuelle Literaturszene in Hongkong und Minsk hat viele Gemeinsamkeiten. Die Herausforderungen, die Bedrohungen und gleichzeitig die Inspiration, die Verpflichtung und die Chancen. In einer Serie von drei Online-Gesprächen diskutieren Autor*innen aus Hongkong und Minsk über ihren kreativen Prozess in Zeiten der Unsicherheit. Wie reagieren ihre Werke auf ihre Gesellschaft und Zeit? Wie kommunizieren sie mit ihrem Publikum und wie schaffen sie eine Lesergemeinschaft auch in schwierigen Zeiten?
Darüber hinaus ist Tang Siu-Wa auch für ihre Arbeit als Gründungsredakteurin des Literaturmagazins Fleurs des lettres und als Mitbegründerin des House of Hong Kong Literature bekannt. Die Literaturorganisatorin und Menschenrechtsaktivistin unterrichtet kreatives Schreiben und verschiedenen Institutionen in Hongkong und bringt Kolumnen und Kritik in eine Vielzahl lokaler Medien ein.
Ihre Gedichte wurden ins Polnische, Ukrainische, Russische, Schwedische, Norwegische, Deutsche, Tschechische und Englische übersetzt.
Sie ist Finalistin und Preisträgerin mehrerer unabhängiger Literaturpreise, u. a. des Maksim-Bagdanowitsch-Debütpreises für das beste erste Buch in Übersetzung und den ersten Gedichtband in weißrussischer Sprache sowie des Natallia-Arsenneva-Nationalbuchpreises. Zusammen mit Dmitry Strotsev wurde sie 2020 mit dem Preis für Meinungsfreiheit des norwegischen Schriftstellerverbandes ausgezeichnet. Mitglied des unabhängigen belarussischen Schriftstellerverbandes und des PEN Belarus.