Das Hong Kong International Literary Festival (HKILF) findet in diesem Jahr vom 5. bis 15. November statt und widmet sich den Themen Resilienz, Genesung und psychische Gesundheit, wobei der Schwerpunkt auf neuer Belletristik und der Freude am Lesen liegt.
Das Goethe-Institut Hongkong freut sich, die Zusammenarbeit mit HKILF fortzusetzen und einen weiteren seltsamen und wundersamen Versuch der deutschen Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky zu präsentieren.
Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt.
Unter der Moderation von Julia Kuehn, Professorin für englische Literatur an der Universität Hongkong, wird sich das Gespräch auf Judith Schalanskys originelle Herangehensweise an die immer wiederkehrenden Themen Verlust und Verschwinden, Erinnern und Vergessen konzentrieren.