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19:00–22:00 Uhr

Die Freiheit zu schweigen

Liederabend|Zwischen Protest, Unterhaltung und Propaganda. Künstler*innen in Deutschland 1930-1945

  • Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam

  • Sprache Deutsch / Niederländisch
  • Preis gratis, Anmeldung notwendig

Adrian van Dorresteijn + Frederik Hartig (c)Manon van der Knaap-Hartig

Adina van Dorresteijn en Frederik Hartig (c) Manon van der Knaap-Hartig

Ein Musikprogramm von Adina van Dorresteijn und Frederik Hartig (Premiere)

Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland die Macht übernommen hatten, war die Meinungsfreiheit und damit die Freiheit der Kunst eines der vielen Opfer. Das neue Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda war deutlich: Die Kunst muss sich in den Dienst der nationalsozialistischen Politik und Ideologie stellen. Viele Musiker*innen, Schauspieler*innen und Schriftsteller*innen flüchteten aus Deutschland. Aber wie erging es denen, die Deutschland nicht verlassen konnten oder wollten? Wenn nur noch die Kunst erlaubt ist, die der Mission der Machthaber dient, welche Freiheit bleibt dann den Künstler*innen?
Adina van Dorresteijn und Frederik Hartig singen Lieder aus dieser Zeit und geben Einblicke in das Leben der Künstler*innen. Das Programm wird auf Niederländisch präsentiert, alle Lieder werden auf Deutsch gesungen. Ein musikalisches Abendprogramm über Protest, Unterhaltung, Propaganda — und Hoffnung.

Nach dem Programm gibt es ein durch den Historiker Krijn Thijs (DIA) moderiertes Q&A.

In Zusammenarbeit mit dem Duitsland Instituut Amsterdam.

Mitwirkende

  • Adina van Dorresteijn (*1990) wuchs in Wermelskirchen (Deutschland) auf und lebt seit 2009 in den Niederlanden. Sie studierte Gesang im Vorstudium und Bachelor-Programm an der ArtEZ Hochschule für die Künste in Zwolle und Enschede. Als vielseitige Sängerin begeistert sie sich für unterschiedlichste Stilrichtungen. So trat sie sowohl als Solistin im Bereich der klassischen Musik auf als auch auf Festivals wie Defqon und Titanium. Seit 2015 ist sie Sängerin in der deutschsprachigen, niederländischen Band Deuba.
     

  • Frederik Hartig (*1979): Aufgewachsen in der Nähe von Dresden. Studium der Germanistik und Philosophie. 2004-2009 war er Mitherausgeber der internationalen Literaturzeitschrift “das gefrorene Meer” und organisierte mehrsprachige Literaturveranstaltungen. Seit 2008 wohnt er in den Niederlanden. Als freiberuflicher Journalist arbeitete er für Printmedien und für den öffentlichen Rundfunk. Seit 2014 unterstützt er niederländische Unternehmen bei ihren Aktivitäten auf dem deutschen Markt. Er ist Gründer und Sänger der deutschsprachigen, niederländischen Band Deuba.

  • Krijn Thijs ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Duitsland Instituut Amsterdam.
    Er studierte Geschichte an der Freien Universität in Amsterdam und promovierte anschließend am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam über die politische Instrumentalisierung der Berliner Stadtgeschichte im Dritten Reich, in der DDR und in West-Berlin. Seit 2009 ist er am DIA tätig. Er betreut das DAAD-Graduiertenkolleg, organisiert Workshops und Vorträge und lehrt an der Universität Amsterdam (Geschichte, Deutschlandstudien).