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19:30 Uhr

100 Jahre Lion Feuchtwangers Roman Jud Süß

Gespräch|Arnon Grunberg im Gespräch mit Ewout van der Knaap

  • Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam

  • Sprache Niederländisch
  • Preis Die Veranstaltung ist ausgebucht

Buchcover Jood Süß © Schoklandverlag

Buchcover © Schokland

Die Veranstaltung ist ausgebucht. 

In der Weimarer Republik waren Lion Feuchtwanger und die Brüder Mann die meistverkauften Autoren. Feuchtwangers Roman Jud Süß wurde 1925 veröffentlicht und erschien bald in zahlreichen Übersetzungen. Feuchtwanger schrieb über den Erfolg und Niedergang eines Finanzberaters im 18. Jahrhundert. Auch der gleichnamige NS-Propagandafilm, der die Lebensgeschichte des ‚Hofjuden‘ Oppenheimer für eine rabiate antisemitische Botschaft ausnutzte, wurde berühmt. In seinem historischen Roman zeigte Feuchtwanger den tief verwurzelten Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft seiner Zeit auf, indem er ein Fallbeispiel aus dem 18. Jahrhundert aufgriff. Dabei interessierte ihn nach eigenen Worten vor allem die Entwicklung der Hauptfigur, die nach dem Streben nach Macht Reue zeigt.

Arnon Grunberg und Ewout van der Knaap sprechen anlässlich des Erscheinens der niederländischen Neuübersetzung, die genau hundert Jahre nach der deutschen Erstveröffentlichung bei Uitgeverij Schokland in der Reihe Kritische Klassieken erscheint. Es gibt an dem Abend die Gelegenheit, das Buch zu erwerben. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Genootschap Nederland Duitsland.
 

Sprecher

  • Arnon Grunberg

    Autor

    Arnon Grunberg ist ein gefeierter und vielfach ausgezeichneter niederländischer Romanautor, der in New York lebt.
    Grunberg schreibt Kolumnen, Essays, Rezensionen, Kurzgeschichten und Reportagen für verschiedene Zeitungen, Wochenzeitschriften und Literaturmagazine wie NRC Handelsblad, Vrij Nederland, Humoen und VPRO Guide. Er schreibt auch für internationale Zeitungen und Zeitschriften wie Die Welt, Die Zeit, Libération, Ha'aretzen und die New York Times.

  • Ewout van der Knaap

    Ewout van der Knaap ist Lehrstuhlinhaber für deutschsprachige Literatur und Kultur an der Universität Utrecht. Unter seinen zahlreichen Publikationen sind zu nennen: u.a. Nacht und Nebel. Gedächtnis des Holocaust und internationale Wirkungsgeschichte (Wallstein, 2008), Robert Menasse (text + kritik, 2022, Hg.), Literaturdidaktik im Sprachenunterricht (utb, 2023), Jenseits der Deiche — Die internationale Vielfalt der Interkulturellen Germanistik (Transcript, 2025, Hg.). Auszeichnungen: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2018) und Bundesverdienstkreuz (2024).