|

19:30 Uhr

Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

Vortrag und Gespräch|mit Stefanie Schüler-Springorum

  • Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam

  • Sprache Englisch
  • Preis gratis, Anmeldung notwendig

Stefanie Schüler-Springorum Copyright Fischer Verlage

Autorenporträt und Buchcover Fischer Verlage

Stefanie Schüler-Springorums neue Studie Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes zeigt, in welch erschreckendem Ausmaß sich In der westdeutschen Gesellschaft nach 1945 Antisemitismus, Rassismus und Hass auf Homosexuelle fortsetzten.
In ihrem Vortrag schildert sie die Erfahrungen von überlebenden Jüdinnen und Juden, von Sintize und Sinti oder Romnja und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeiter*innen und Homosexuellen in Westdeutschland in der Nachkriegszeit. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten der Ausgrenzung einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie tief im Denken der Menschen verankert waren und es zum Teil bis heute sind.

Im Anschluss an ihren Vortrag diskutiert Stefanie Schüler-Springorum mit Meta Huijsmans vom NIOD Amsterdam die Erkenntnisse ihrer Studie. Dabei wird auch Bezug genommen auf Huijsmans' Forschung zur Behandlung überlebender Jüdinnen und Juden durch die niederländische Nachkriegsgesellschaft in Zwolle. 
Moderiert werden Vortrag und Diskussion von Hanno Balz.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Duitsland Instituut Amsterdam. 

Sprecher*innen

  • Stefanie Schüler-Springorum ist Professorin an der Technischen Universität Berlin und Leiterin des dortigen Zentrums für Antisemitismusforschung. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Krieg und Fliegen. Die Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939 (2010), Perspektiven deutsch-jüdischer Geschichte: Geschlecht und Differenz (2014) und Hans Litten – Anwalt gegen Hitler. Eine Biographie (2022).

  • Hanno Balz ist Historiker und Kulturwissenschaftler und seit September 2025 als DAAD-Fachlektor am Duitsland Instituut Amsterdam tätig. Zuvor lehrte er im Auftrag des DAAD an der Johns Hopkins University in Baltimore und an der University of Cambridge. 
     

  • Meta Huijsmans ist Doktorandin am NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies und an der Erasmus Universität Rotterdam. Ihre Forschung untersucht die Entrechtung und Ausbeutung jüdischer Menschen in Zwolle während des 2. Weltkriegs, sowie die Rückerstattungsverfahren in der Nachkriegszeit.