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19:00 Uhr
Die Fotografen Bernd und Hilla Becher
Film|Die Geschichte von Bernd und Hilla Becher, dem Künstlerduo, das die Fotografie nachhaltig veränderte.
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Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam
- Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
- Preis 5 € | Studierende und mit Goethe-Pass kostenfrei
Die Fotografen Bernd und Hilla Becher
Regie: Marianne Kapfer94 Minuten
Deutsch mit englischen Untertiteln
Bernd und Hilla Becher waren ein deutsches Künstlerpaar, das die Fotografie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat. Sie widmeten sich der Dokumentation verschwindender Industrieanlagen in Westeuropa und Nordamerika, die einst das Zeitalter der Industrialisierung prägten. Ihre Arbeit war methodisch und rigoros; sie verwendeten eine Großformatkamera, um Industrieanlagen wie Hochöfen, Fördertürme, Getreidesilos, Kühltürme und Gastanks mit großer Präzision, Eleganz und Leidenschaft festzuhalten. Oft präsentierten sie ihre Fotografien in Rastern oder Anordnungen von vier bis dreißig Bildern, die sie als Typologien bezeichneten. Die Gebäude selbst betrachteten sie als „anonyme Skulpturen“.
Der Film ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung Entworfene Welt: Durch die Augen von Tata Ronkholz 1940 — 1997, die bis zum 21. Juni 2026 im Huis Marseille in Amsterdam zu sehen ist.
Die vielseitige Fotografin, Produktdesignerin und Innenarchitektin Tata Ronkholzar eine der ersten Studentinnen in Bernd und Hilla Bechers renommiertem Fotografie-Kurs an der Kunstakademie Düsseldorf, den sie 1978 begann. Zu ihren Kommilitonen zählten Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth, die alle später internationale Anerkennung erlangten.
Ronkholz wurde durch ihre fesselnden Fotoserien über Kioske (Trinkhallen) und kleine Läden bekannt, in denen sie charakteristische Momente der urbanen Alltagskultur einfing. Ihr Werk steht in der Tradition der objektiven, dokumentarischen Fotografie — einer Tradition, die maßgeblich von Bernd und Hilla Becher geprägt wurde. Wie deren Arbeiten zeichnen sich auch Ronkholz’ Fotografien durch klare Kompositionen, einen seriellen Ansatz und einen dokumentarischen Fokus auf architektonische Strukturen und alltägliche gebaute Umgebungen aus.
Ort
Goethe-Institut Amsterdam
Herengracht 470
1017 CA Amsterdam
Niederlande
Herengracht 470
1017 CA Amsterdam
Niederlande