Living Archive: Diversity in/of Freedom
BuurTour: Guided Tours|Bevrijdingsdag
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Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam
- Preis gratis, Anmeldung notwendig
- Teil der Reihe: Bevrijdingsdag
Im Rahmen des Projekts Living Archive wurde İrem Sezer eingeladen, für den Bevrijdingsdag 2026 eine BuurTour auf den Spuren der Freiheit in Amsterdam zu entwickeln.
Die Stadt Amsterdam gilt als Stadt der Freiheit. Zwar haben gewisse Klischees zu diesem Image und zur Popularität der Stadt beigetragen, doch gibt es tatsächlich verschiedene und sehr komplexe Gründe, die Freiheit, Offenheit und Unabhängigkeit Amsterdams und seiner Bürger*innen zu feiern. Die 750-jährige Geschichte der Stadt zeigt, dass Freiheit in Amsterdam nie nur eine einzige Bedeutung hatte. Ab dem 16. Jahrhundert wurde Diversität ein prägendes Merkmal der Stadt und ist es bis heute geblieben. Was die Amsterdamer*innen ausmacht, ist dynamisch und vielschichtig und in ständiger Entwicklung begriffen. Die komplexe Idee von Freiheit ist nicht über Nacht entstanden, sondern wurzelt in vielen Geschichten, Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen im sozialen, politischen und kulturellen Leben. Sie wurde durch die Bemühungen verschiedener Gemeinschaften und Minderheiten geprägt, oft jener, die am härtesten kämpfen mussten, um ihren Platz in der Stadt einzufordern.
Die BuurTour bietet Einblicke in die Geschichte von Freiheit in Amsterdam, indem sie die Perspektive von Frauen und queeren Gemeinschaften sowie Emanzipationsbewegungen, sozialen Aktivismus und Gedankenfreiheit in den Vordergrund rückt. Wir begegnen den vielen Erzählungen, die die Stadtgeschichte an Orten bietet, die wir im täglichen Leben oft achtlos passieren. Mit ausgewählten Geschichten und Orten in ganz Amsterdam zielt die BuurTour darauf ab, ein tieferes Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln, unabhängig davon, woher wir kommen oder wer wir sind, und einen gemeinsamen Stolz darauf zu wecken, Amsterdamer*in zu sein. Das Projekt zeigt die vielfältigen Bedeutungen von Freiheit und erinnert uns auch daran, dass wir, egal welcher Gruppe wir angehören, eine gemeinsame Verantwortung tragen, diese Freiheit für zukünftige Generationen zu schützen und zu bewahren.
Die Führung dauert ca. 30 bis 45 Minuten und führt zu sieben sorgfältig ausgewählten Orten in der ganzen Stadt. Start- und Endpunkt ist das Goethe-Institut oder ein Treffpunkt in der Nähe (tbd). Für die Teilnahme an der Führung ist eine Reservierung erforderlich, da die Kapazitäten sehr beschränkt sind.
In Kürze können Sie hier reservieren:
Reservieren für die Buurtour 13:30 Uhr
Reservieren für die BuurTour 14:30 Uhr
Reservieren für die BuurTour 15:30 Uhr
Reservieren für die BuurTour 16:30 Uhr
Living Archive ist eine kuratorische Methode, die von Ipek M. Sur (Kuratorin und künstlerische Leiterin der 7 Hills Foundation) entwickelt wurde. Mittels künstlerischer und kreativer Methoden wird mündliche Geschichte gesammelt und archiviert, im Dienste des kollektiven Gedächtnisses, der Heilung und der Vielfalt der Lebensentwürfe. Die Aktivitäten von Living Archive: Freedom am 5. Mai sind eine Kooperation der 7 Hills Foundation, des Goethe-Instituts, der Reinwardt Academy und des Netwerk Levend Archief und möglich gemacht mit Unterstützung des Comite 4 en 5 mei und des Vfonds.
Am Abend des Bevrijdingsdags findet im Goethe-Institut außerdem das statt. Hierfür ist eine separate Reservierung erforderlich.
Künstler*innen und Partner
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Ipek M. Sur ist eine in Amsterdam ansässige Kuratorin, Forscherin und Kulturvermittlerin, deren multidisziplinäre Praxis bildende Kunst, Performance, Film und sozial engagierte Projekte umfasst Ausgehend von Fürsorge, Gegenseitigkeit und aufmerksamem Zuhören, beschäftigt sich ihre Arbeit mit Migration, kollektivem Gedächtnis und der transformativen Kraft gemeinsamer Geschichten. Durch kuratorische Formate, die Partizipation und relationalen Austausch in den Mittelpunkt stellen, schafft sie Räume, in denen Kunst zu einem Ort der Reflexion, des Dialogs und der kollektiven Urheberschaft wird. Als Gründerin und künstlerische Leiterin der 7 Hills Foundation entwickelt sie interdisziplinäre Plattformen, die künstlerische Praxis mit gesellschaftlichem Engagement, Heilung und sozialer Vorstellungskraft verbinden.
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Die 7 Hills Foundation ist eine in Amsterdam ansässige Kulturstiftung, die interdisziplinäre Kunstprojekte und internationale Kooperationen zu Themen wie Identität, Migration und kollektives Gedächtnis entwickelt. Ausgehend von einem nomadischen und interkulturellen Ansatz arbeitet die Stiftung interdisziplinär von bildender Kunst und Film bis hin zu Performance und Design und schafft Kontexte, in denen Künstler*innen und Publikum sich begegnen, hinterfragen und gemeinsam neue Vorstellungen von Gesellschaft gestalten können. Die Projekte sind von der Dringlichkeit der Gegenwart und der Komplexität gemeinsamer Zukunftsperspektiven geprägt, wobei der Dialog, die Verbindung und die Fürsorge stets im Vordergrund stehen.
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Irem Sezer ist Kuratorin und Historikerin sowie Gründerin von Ben Sanattan Anlamam Art Tours. Sie hat bereits mit verschiedenen Kunst- und Kulturorganisationen sowohl in der Türkei als auch in den Niederlanden zusammengearbeitet, darunter das Museum of Innocence, SALT Galata, der Prince Claus Fund, Framer Framed und CODA Apeldoorn.
Links zum Thema
Ort
Amsterdam
Niederlande