27.03.2025 Košice - Annotationen
Workshop - Zeitreisen, Ortswechsel, Veränderungen von Charakteren – grammatische Zaubereien für den ganz normalen Alltag
Doc. Dr. Michaela Kováčová, Lehrstuhl für Germanistik, FiF UPJŠ, Košice
Begleitet vom geheimnisvollen Meister Hora und einem Mädchen ohne Alter aus Nirgendwo begeben sich die Teilnehmenden auf eine abenteuerliche Reise durch die Sprache. In diesem Workshop wird Grammatik anders gedacht. Im Mittelpunkt stehen handlungsorientiertes Lernen, Gamification und andere kreative Aktivitäten. Die Lehrkräfte schlüpfen in die Rollen ihrer Schüler*innen, lösen Aufgaben und erleben neue Methoden im eigenen Tun – ganz im Sinne eines erfahrungsbasierten, lernendenzentrierten Ansatzes. Nach dem spielerischen Ausprobieren wird in einer didaktischen Reflexionsphase analysiert, welche Prinzipien hinter den Aktivitäten stehen und wie sie zur Förderung nachhaltigen Lernens beitragen. Anschließend werden Möglichkeiten der zielgruppenspezifischen Anpassung diskutiert. Wer möchte, kann seinen Laptop mitbringen, um praktisch zu erfahren, wie sich einfache digitale Grammatikspiele entwickeln lassen.
27.03.2025 Bratislava - Annotationen
I. Vortrag - Grammatikvermittlung weitergedacht – zwischen Regelwissen, Handlungsorientierung und technologiegestützter Praxis
Dr. Isabel Hoffmann, Beraterin und Fortbildnerin für KI, Digitalisierung und Didaktik im Bereich DaF beim Ernst Klett Sprachen Verlag
Der Vortrag skizziert neue Wege der Grammatikvermittlung im Spannungsfeld von expliziter Regelarbeit und handlungsorientierten Lernsettings. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie 360°-Medien immersive Sprachräume eröffnen, wie KI-gestützte Tools individualisierte Übungs- und Feedbackformate ermöglichen und wie gamebasierte Elemente Motivation und Wiederholungsintensität steigern können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Technologien nicht additiv, sondern didaktisch fundiert eingesetzt werden, um Grammatik als funktionales Werkzeug im kommunikativen Kontext erfahrbar zu machen. Der Vortrag bietet Lehrkräften umsetzbare Impulse für einen zeitgemäßen, technologiegestützten Grammatikunterricht, der Regelwissen mit Anwendungskompetenz systematisch verbindet.
II. Vortrag - Wieviel Grammatik braucht der Deutschunterricht?
Dr. Wilfried Krenn, Lektor an der Karl-Franzens-Universität Graz
Im Vortrag wird die Bedeutung der Grammatik im gegenwärtigen Deutschunterricht beschrieben und hinsichtlich ihrer Funktion für das Erlernen des Deutschen als Fremdsprache analysiert. In der Folge wird gezeigt, welche Rolle Grammatik in einem kommunikativen und handlungsorientierten Unterricht übernehmen sollte. Darüberhinaus wird dafür argumentiert, auch und besonders im Grammatikunterricht die Lernenden mit motivierenden und kreativen Aufgabenstellungen zu konfrontieren.
1. Workshop - Grammatik im digitalen Raum anwenden und erleben: 360°-Medien als Motor einer handlungsorientierten Vermittlung
Dr. Isabel Hoffmann, Beraterin und Fortbildnerin für KI, Digitalisierung und Didaktik im Bereich DaF beim Ernst Klett Sprachen Verlag
Der Workshop zeigt anhand konkreter Unterrichtsszenarien, wie 360°-Medien einen authentischen, handlungsorientierten Lernraum eröffnen. Anhand von Tempusformen, Imperativen und Präpositionen entwickeln die Teilnehmenden Aufgabenformate, in denen Lernende navigieren, konzipieren, anwenden und interagieren – statt isolierte Regeln zu reproduzieren. Im Mittelpunkt stehen (didaktische) Prinzipien wie Situierung, Handlungsorientierung und Narration. Ziel ist es, Grammatik als Werkzeug im kommunikativen Kontext erfahrbar zu machen und digitale Medien gezielt zur praxisorientierten Anwendung und nachhaltigen Verankerung von sprachlichen Strukturen einzusetzen.
2. Workshop - Kreativer Grammatikunterricht
Dr. Wilfried Krenn, Lektor an der Karl-Franzens-Universität Graz
Grammatikunterricht wird selten mit dem Konzept „Kreativität“ in Zusammenhang gebracht, geht es doch primär darum, Sprachfertigkeiten zu trainieren. Es gibt allerdings gute Argumente dafür, grammatikalische Strukturen kreativ und motivierend zu üben.
Im Workshop soll gezeigt werden, wie das Üben von Grammatik mit kreativen Anforderungen an die Lernenden verknüpft werden kann.
Arbeitsformen: Simulation von Unterrichtssequenzen, Diskussion.
3. Workshop - Wenn Regeln tanzen lernen
Mgr. Monika Rybáriková, Freie Mitarbeiterin des Goethe-Institut Slowakei
In diesem Workshop entdecken DaF-Lehrkräfte, wie Grammatikunterricht leicht, lebendig und verständlich werden kann – ohne trockene Regelberge. Grammatik steht dabei nicht im Rampenlicht, sondern spielt die Rolle, die sie am besten kann: Sie unterstützt Kommunikation, statt sie auszubremsen.
Der Workshop zeigt mit modernen didaktischen Ideen und anschaulichen Beispielen, wie Lernende durch Mustererkennung, Bewegung, Bilder, kleine Geschichten und spielerische Aufgaben schneller Zugang zu Strukturen finden. Vieles wird direkt ausprobiert – mit Aha‑Momenten garantiert. Und das Beste: Alles lässt sich ohne großen Aufwand in den eigenen Unterricht mitnehmen.
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die ihren Deutschunterricht abwechslungsreicher gestalten möchten und Lust haben, Grammatik so einzusetzen, dass sie das Sprechen erleichtert – nicht ersetzt.
4. Workshop - Grammatik fast nebenbei?
Martina Bartucz // Lukasz Krobski, Fachberater des Cornelsen Verlags
Explizite Grammatikvermittlung steht im Sprachunterricht noch zu häufig im Fokus. Dabei geht man davon aus, dass nach einer Phase expliziten Lernens und anschließenden Übungen grammatische Regeln bei der Sprachproduktion anwendbar sind. Warum der Transfer expliziten Wissens in praktische Anwendung oft nicht funktioniert und Grammatikunterricht von Lernenden als langweiliges Übel betrachtet wird, analysieren wir in diesem Workshop und zeigen, mit welchen Methoden und Methoden Grammatik erlebbar und unterhaltsam sein kann. Dabei schauen wir uns auch an, welche Möglichkeiten in diesem Zusammenhang auch der Einsatz von KI hat.
27.03.2025 Banská Bystrica - Annotationen
Workshop - Kreativ grammatisch: Stop-Motion-Geschichten als Mini-Projekt
Palina Lissitsyna, DAAD-Lektorin, Lehrstuhl für Germanistik, UMB Banská Bystrica
In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie mit Lernenden grammatikalische Strukturen praktisch anwenden und kreativ in Stop-Motion-Animationen umsetzen können. Das Mini-Projekt ist ideal für Grundschüler*innen, lässt sich aber leicht an andere Altersstufen anpassen. Sie versetzen sich aktiv in die Rolle der Schüler*innen und erstellen Ihr eigenes Stop-Motion-Video.
Sie brauchen: ein internetfähiges Handy & eine Stop-Motion-App – Kostenlos im App Store (Wird gemeinsam während des Workshops heruntergeladen).