Memory Tapes
Ausstellung|Kıymet Daştan & Başak Kaptan
-
Goethe-Institut Ankara / Galeri Vitrin
- Preis Eintritt frei
Eröffnung: 03.04.2026, 18.30 Uhr
Die Künstlerinnen Kıymet Daştan und Başak Kaptan präsentieren vom 3. April bis zum 29. Mai 2026 eine Installation mit dem Titel Hafiza Şeridi / Memory Tapes im alternativen Kunstraum “Galeri Vitrin” des Goethe-Instituts Ankara.
Hafiza Şeridi / Memory Tapes schafft mit einer Installation aus Abdeckband, Archivvideoaufnahmen und blauen Planen ein Abbild des abgerissenen Gaswerks in Maltepe, einem Stadtteil Ankaras. Das in Schichten an der Glasscheibe angebrachte, halbdurchsichtige Band fügt sich zu einem die Vitrine ausfüllenden durchlässigen Konstrukt, das die Silhouette des Werks visualisiert. Die durch das sich überlagernde Band entstehende Schraffierung schafft einerseits ein architektonisches Geisterbild, andererseits weist es auf die Natur des Gedächtnisses hin, das sich durch Unterbrechungen, Zerfall und Rekonstruktion auszeichnet. Die blauen Planen im Hintergrund der Installation erinnern an die Planen, mit denen das Werk während des Abrisses abdeckt wurden, um die Verbreitung von Asbest zu verhindern. Das Material, dass einen öffentlichen Abriss verdeckte, wird in der Vitrine zu einer Fläche, die die Spuren eines nicht mehr vorhandenen Gebäudes aufzeigt.
Als Teil der Installation zeigt ein Monitor ein kurzes Video mit Aufnahmen des Gaswerks vor seinem Abriss. Diese auf den Spuren dieses verlorenen Ortes erstellte Arbeit konzentriert sich gleichzeitig auch auf den gemeinsamen Prozess der Produktion der beiden Künstlerinnen, auf die Vermittlung von Erfahrung und die verbindende Ebene von Vergangenheit und dem Gefühl des Verlusts.
Die Künstlerinnen verwandeln die Galeri Vitrin in eine Schwelle, einen Bereich der Betrachtung im öffentlichen Raum, indem sie das Vitrinenglas als Grenze, Oberfläche und Fläche für ein Narrativ inszenieren. Die mit dem Band von Neuem entstehende Gaswerk-Silhouette verdeutlicht die Eingriffe in die Stadt und die Zerstörung des gesellschaftlichen Gedächtnisses und lädt die Passierenden dazu ein, vor der Vitrine zu verweilen, durch die Lücken des halbdurchsichtigen Konstrukts ins Innere zu sehen und Erinnerung im Spannungsfeld von Gedächtnis, Aufzeichnung, Auslöschung, Unterbrechung und Leere zu erfahren.
Die Künstlerinnen Kıymet Daştan und Başak Kaptan präsentieren vom 3. April bis zum 29. Mai 2026 eine Installation mit dem Titel Hafiza Şeridi / Memory Tapes im alternativen Kunstraum “Galeri Vitrin” des Goethe-Instituts Ankara.
Hafiza Şeridi / Memory Tapes schafft mit einer Installation aus Abdeckband, Archivvideoaufnahmen und blauen Planen ein Abbild des abgerissenen Gaswerks in Maltepe, einem Stadtteil Ankaras. Das in Schichten an der Glasscheibe angebrachte, halbdurchsichtige Band fügt sich zu einem die Vitrine ausfüllenden durchlässigen Konstrukt, das die Silhouette des Werks visualisiert. Die durch das sich überlagernde Band entstehende Schraffierung schafft einerseits ein architektonisches Geisterbild, andererseits weist es auf die Natur des Gedächtnisses hin, das sich durch Unterbrechungen, Zerfall und Rekonstruktion auszeichnet. Die blauen Planen im Hintergrund der Installation erinnern an die Planen, mit denen das Werk während des Abrisses abdeckt wurden, um die Verbreitung von Asbest zu verhindern. Das Material, dass einen öffentlichen Abriss verdeckte, wird in der Vitrine zu einer Fläche, die die Spuren eines nicht mehr vorhandenen Gebäudes aufzeigt.
Als Teil der Installation zeigt ein Monitor ein kurzes Video mit Aufnahmen des Gaswerks vor seinem Abriss. Diese auf den Spuren dieses verlorenen Ortes erstellte Arbeit konzentriert sich gleichzeitig auch auf den gemeinsamen Prozess der Produktion der beiden Künstlerinnen, auf die Vermittlung von Erfahrung und die verbindende Ebene von Vergangenheit und dem Gefühl des Verlusts.
Die Künstlerinnen verwandeln die Galeri Vitrin in eine Schwelle, einen Bereich der Betrachtung im öffentlichen Raum, indem sie das Vitrinenglas als Grenze, Oberfläche und Fläche für ein Narrativ inszenieren. Die mit dem Band von Neuem entstehende Gaswerk-Silhouette verdeutlicht die Eingriffe in die Stadt und die Zerstörung des gesellschaftlichen Gedächtnisses und lädt die Passierenden dazu ein, vor der Vitrine zu verweilen, durch die Lücken des halbdurchsichtigen Konstrukts ins Innere zu sehen und Erinnerung im Spannungsfeld von Gedächtnis, Aufzeichnung, Auslöschung, Unterbrechung und Leere zu erfahren.