Suyumuz
Izmir Wassertage
Suyumuz 2025
SUYUMUZ – Wassertage Izmir ist eine mehrjährige Kultur‑ und Wissensplattform des Goethe‑Instituts Izmir zu Wasser als zentraler ökologischer, urbaner und gesellschaftlicher Zukunftsfrage.
Die Plattform verbindet künstlerische Praxis, Stadtentwicklung, Medienkompetenz und internationale Wissensvernetzung in einer kohärenten Programmstruktur. Ziel ist es, lokale Verwundbarkeit mit europäischen Nachhaltigkeitsdiskursen zu verbinden und Izmir als mediterrane Stimme im globalen Klimagespräch zu positionieren.
SUYUMUZ verbindet kulturelle Produktion mit politischer Relevanz und schafft skalierbare Formate mit europäischer Förderfähigkeit.
Auch 2026 werden Studierende, Stadtverwaltungen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen zum Austausch eingeladen!
Open Call
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz (COP 2026) in Antalya rückt Wasser als zentrale Ressource, Konfliktfeld und Lebensgrundlage in den Fokus internationaler Debatten. Doch im Mittelmeerraum ist Wasser längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr – es ist Gegenwart.
Hitzeperioden, sinkende Grundwasserspiegel, veränderte Küstenlinien und wachsender Verbrauch prägen den Alltag. In Izmir wird dies unmittelbar spürbar: im Sommer, in der Stadtentwicklung, in den Diskussionen über Zugang und Verteilung. Gleichzeitig treffen in diesem Projekt zwei sehr unterschiedliche Wasserrealitäten aufeinander: Izmir und Bremen.
Verbunden durch eine langjährige Städtepartnerschaft, stehen beide Hafenstädte für gegensätzliche Erfahrungen – hier zunehmende Knappheit, dort der ständige Umgang mit Wasser im Überfluss, mit Flüssen, Gezeiten und Hochwasserschutz. Zwischen Mittelmeer und Nordsee entsteht ein Spannungsraum, in dem sich Fragen neu stellen lassen: Wie leben wir mit Wasser? Wem gehört es? Und wie verändert es unsere Städte, unsere Erinnerungen und unsere Zukunft? Das Goethe-Institut Izmir lädt Studierende aus Bremen und Izmir ein, diese Fragen künstlerisch zu erforschen. Gesucht werden Arbeiten, die Wasser als ästhetischen, sozialen und politischen Raum begreifen – als Ressource, als Gedächtnis, als verbindendes Element oder als Bedrohung. Welche Bilder, Klänge, Geschichten und Formen lassen sich daraus entwickeln?
Was wir suchen
Wir suchen künstlerische Arbeiten, die Wasser nicht nur zeigen, sondern befragen. Arbeiten, die eine Haltung haben. Die eine Frage stellen, eine Spannung erzeugen, einen Perspektivwechsel ermöglichen.Mögliche Themenfelder
- Wasser als soziale Frage: Wer hat Zugang – wer nicht?
- Wasser als Erinnerungsraum: Wie prägt Wasser Orte und Menschen?
- Wasser als Infrastruktur: Das Unsichtbare sichtbar machen – Wasser und Klimawandel: Dürre, Überflutung, Transformation
- Wasser als öffentlicher Raum: Begegnung, Konflikt, Gemeinschaft
Wer kann sich bewerben?
Eingeladen sind Studierende und Absolvent*innen (bis 2 Jahre nach Abschluss) aller Hochschulen aus Bremen und Izmir und aus folgenden Disziplinen:- Bildende Kunst & Fotografie
- Architektur & Stadtplanung
- Design & Medienkunst
- Film, Sound & Performance
- Literatur & kreatives Schreiben
Einzel- und Teameinreichungen sind willkommen.
Einreichformate
Akzeptiert werden alle künstlerischen und gestalterischen Ausdrucksformen, u. a.:- Fotografische Serien und Bildessays – Installationskonzepte (geeignet für den öffentlichen Außenraum)
- Kurzfilme und Videoarbeiten (max. 15 Min.)
- Soundarbeiten und Audioessays
- Architektonische und städtebauliche Entwürfe
- Literarische Texte: Kurzprosa, Lyrik, Essayistik (max. 5 Seiten)
- Intermediale und transdisziplinäre Projekte
Was Gewinner*innen erhalten
Die Ausstellung “Su Sesleri – Stimmen des Wassers” ist Teil des Begleitprogramms des Goethe-Instituts zur UN-Klimakonferenz (COP 2026) in Antalya. Vor diesem Hintergrund werden die überzeugendsten Projekte von einer internationalen Jury ausgewählt. Die ausgewählten Arbeiten erhalten:- Materialkostenpauschale von bis zu 100 € zur Umsetzung des Projekts (falls erforderlich)
- Präsentation im Rahmen der öffentlichen Ausstellung „Su İzleri – Wasserspuren“ im Stadtraum Izmir (Oktober–November 2026)
- Einladung zur Ausstellungseröffnung in Izmir
- Digitale Veröffentlichung auf der Projektplattform des Goethe-Instituts
- Teilnahmezertifikat des Goethe-Instituts
Ebenfalls wird in Ankara eine parallele Ausschreibung durchgeführt, sodass – je nach verfügbaren Mitteln – eine Zusammenführung der ausgewählten Projekte in einer gemeinsamen Ausstellung möglich ist.
Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbung umfasst:- Projektbeschreibung (max. 500 Wörter, deutsch oder englisch)
- Visuelles Material oder Konzeptskizzen (PDF, max. 10 Seiten)
- Kurzer Lebenslauf / Studienprofil (max. 1 Seite)
- Angabe der Hochschule und des Studienfachs
- Bei Teameinreichungen: Kurzprofil aller Mitglieder
Zeitplan
Bewerbungsschluss: 01.Juni 2026 Jurysitzung: Mitte Juni 2026 Benachrichtigung der Ausgewählten: Ende Juni 2026 Realisierungsphase: Juli – Oktober 2026 Ausstellungseröffnung: Ende Oktober 2026Einreichung
Bewerbungen werden ausschließlich digital eingereicht an: suyumuz-izmir@goethe.de Betreff: Su Sesleri Open Call 2026 – [Name / Team].Alle eingereichten Unterlagen werden vertraulich behandelt. Eine Rücksendung der eingereichten Materialien ist nicht möglich.