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Enter Africa auf der gamescom 2019
SPIELE, DIE MACHT HABEN

Enter Africa auf der gamescom 2019
Enter Africa auf der gamescom 2019 | © Evelia Essenam Gadegbeku

Ein Kontinent voller Kreativität: „Enter Africa“, ein Netzwerkprojekt des Goethe-Instituts in 15 afrikanischen Ländern, präsentierte zum ersten Mal das Megagame „Busara“ im Indie Arena Booth der gamescom 2019.

Von Tino Hahn

Als am letzten Tag der gamescom 2019 offiziell bekannt gegeben wurde, dass sich die Indie Arena Booth gegen etablierte Platzhirsche wie Microsoft, Sony oder Electronic Arts im Rennen um den besten Stand auf der gamescom 2019 durchgesetzt hat, war die Freude groß. Die monatelange Arbeit der Teilnehmer*innen von „Enter Africa“ zahlte sich nicht nur aus, sondern zeigte das große Potential hinter dem Projekt.

WEISHEIT, URTEILSFÄHIGKEIT UND MENSCHENVERSTAND

Ein Grund dafür war das Megagame „Busara“, ein von 15 Teams aus 15 afrikanischen Ländern entwickeltes Brettspiel, das zu den meistgespielten Spielen an der gesamten Indie Arena Booth gehörte. „Busara“ ist Swahili für Weisheit, Urteilsfähigkeit und Menschenverstand – der perfekte Titel also für ein Spiel, dessen Ziel es ist, eine möglichst lebenswerte Gesellschaft zu erschaffen. Diese ebenso knifflige wie motivierende Aufgabe zog zahlreiche Besucher*innen in ihren Bann. Dank der leicht zu erlernenden und schwierig zu meisternden Regeln war für gamingerfahrene Spieler*innen schnell klar, dass die Langzeitmotivation bei „Busara“ extrem hoch ist. Hier können Sie die kostenlose Print & Play-Version spielen. 
Besucher und Besucherinnen spielen am Stand Busara. © Enter Africa

Neue Inhalte liefern

Vor nahezu vollbesetzter Kulisse gaben Bethlehem Anteneh (Game Thinking Lead), Prince Andrew Ardayfio (Game Designer & Creative Director), Dagmawi Bedilu (Game Design Lead) und Johannes Ebert (Generalsekretär des Goethe-Instituts) spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Projekts. Im Publikum befanden sich zahlreiche Game-Designer*innen, deren großes Interesse am „Gateway to African Creators“ sich anhand vieler Fragen zeigte. „Weltweit fehlt es an neuartigen Inhalten. Wir sind davon überzeugt, dass Afrika genau diese Inhalte liefern kann. Mit unserem Projekt vernetzen wir uns miteinander und finden darüber auch Anschluss zum bereits existierenden weltweiten Netzwerk“, so Dagmawi Bedilu während des gamescom congress.


„Enter Africa“ auf dem gamescom congress. Es diskutieren Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Bethlehem Anteneh („Enter Africa“ Addis Abeba), Dagmawi Bedilu („Enter Africa“ Addis Abeba) und Prince Andrew Ardayfio („Enter Africa“ Accra) mit dem Moderator Tino Hahn © Stefanie Kastner

VORURTEILE BESEITIGEN UND DIE WELT VERÄNDERN

Die Wahrnehmung von Afrika soll weg vom Kontinent voller Krisen und hin zum Kontinent voller Kreativität. Das ist auch das einhellige Feedback der vielen Spieler*innen im Indie Arena Booth: „Durch Busara und die Gespräche mit den Macherinnen und Machern ist mir aufgefallen, wie wenig ich mich mit dem afrikanischen Kontinent auseinandergesetzt habe und wie viele spannende Ideen und Storys da noch auf mich warten. Das war für mich das inspirierendste Erlebnis auf der gamescom“, erzählt eine Gamedesign-Studentin.

Und wer sich die Besucherscharen während der gamescom anschaut, der dürfte keinen Zweifel mehr daran haben, dass Spiele die Macht haben, die Welt zu verändern und Vorurteile zu beseitigen. Busara ist das bereits gelungen – und dieses Megagame war erst der Startschuss, denn „Enter Africa“ ist gekommen, um zu bleiben und zum Vermittler zwischen den Welten zu werden.

Erste und einzige Besucherin am Messestand, die das Ziel von "Voyageurs" erreicht hat. Prince Andrew Ardayfio beim Interview; die sieben Videospiele am Messestand, und die erste und einzige Besucherin, die das Ziel von "Voyageurs" erreicht hat. | © Enter Africa Enter Africa am Messestand mit Martin Lorber, Head of PR von Electronic Arts (EA) Enter Africa am Messestand mit Martin Lorber, Head of PR von Electronic Arts (EA) | © Stefanie Kastner Abschlussbild vor dem Kölner Dom Abschlussbild vor dem Kölner Dom | © Steven Tu

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