Künstlerische Videoarbeit

Lewat Liwet Talks

Ein Gespräch über Generationen mit fünf Kunstkollektiven aus Indonesien

Lewat Liwet Talks © Gudskul
17. Juni
17:10–17:20 Uhr CEST
Mitglieder von fünf Kunstkollektiven aus Indonesien diskutieren auf Einladung von Gudskul über ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen, ihr Selbstverständnis sowie gesellschaftliche und politische Prägungen. Auch innerhalb der Kunstkollektive existieren unterschiedliche Generationen – von denen, die sie einst gründeten hin zu denen, die sie fortsetzen. Die im Mai 2021 geführten "Lewat Liwet Talks" – Lewat bedeutet Weg, und Liwet ist der Name einer traditionellen indonesischen Speise, die auf Bananenblättern serviert und  zu besonderen Anlässen gemeinsam verspeist wird – wurden von dem Kreativstudio Toma & Kako künstlerisch animiert und basieren auf dem seit 2010 laufenden Forschungsprojekt FIXER, das die Entwicklung der Praktiken von Kunstkollektiven in Indonesien erfasst. 

Teilnehmende Kollektive sind:

SANGGAR ANAK AKAR (Jakarta, 1994): Yuli Setiawati & Abdurahman. Eines der ältesten Kollektive und gleichzeitig eine alternative Kunstschule in Jakarta, deren Fokus auf künstlerischer Erziehung und dem Schutz marginalisierter Kinder liegt. Die Absolvent*innen des Programms wurden häufig Teil des Kollektivs und führen ihren künstlerischen Aktivismus so weiter. 

SERRUM (Jakarta, 2006): M. Sigit Budi & Moch. Hasrul. Durch ihr Bildungsprogramm "Remedial" fördern sie Schüler*innen der Oberstufe und führen sie an die zeitgenössische Kunstszene heran.

RUMAH BUDAYA SIKUKELUANG (Pekanbaru, 2010): Gusmarian & Ade Donora. Ein Kunstkollektiv, das sich auf Aktivismus und Ökologie im Rimbangbaling-Wald fokussiert. In der Praxis von Sikukeluang geht es darum, mit der indigenen Gemeinschaft vor Ort verankert zu sein und neue Medien - von digitaler Kunst bis hin zu öffentlichen Programmen - zu erforschen, um ihre Praxis zu erhalten.

SERBUKAYU (Surabaya, 2011): Dwiki Nugroho Mukti & Chandra Prasetyo Wibowo. Bekannt für ihr öffentliches Kunstprojekt bei und ihre Beteiligung an der Jatim Biennale, setzt sich Serbukayu für die Stärkung der Netzwerke junger Künstler*innen in Ost-Java ein und bekämpft die veraltete Kunstauffassung älterer Generationen, die die Behörden beherrschten.

DEGIL HOUSE (Medan, 2018): Citra Hasan & Tengku Ariy Dipantara. Als eines der jüngsten Kollektive in Medan praktiziert Degil House den Spagat zwischen der Unterbringung lokaler kreativer Talente aus den Bereichen Musik, Poesie und bildende Kunst und der Auseinandersetzung mit dem Konservatismus der lokalen Behörden.
 

Mit

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