Goethe-Institut
Der Entdeckungspreis von Rolls-Royce
Dass sich Festes in Flüssiges und Flüssiges in Gas verwandeln kann, inspirierte die frühen Alchemisten dazu, diese Verwandlungskunst selbst anzuwenden. Meist auf der Suche nach dem "Stein der Weisen", von dem man glaubte, er könne unedle Metalle in Gold verwandeln. Auch wenn alle Versuche erfolglos blieben, brachte so mancher Irrweg wichtige Erkenntnisse. Viele Elemente wurden erst nach einer Kette von Irrtümern gefunden. Heute listet das Periodensystem 118 Elemente auf. Es ist nichts weniger als die Ordnung der Welt, eingeteilt in Spalten und Gruppen nach der Kernladung und den chemischen Eigenschaften der Elemente. Dieses Grundverständnis verdankt die Wissenschaft dem Russen Dimitri Mendelejew, dem der Legende nach das Periodensystem im Traum erschienen ist. Seine Leistung besteht nicht nur in der Ordnung der bekannten Elemente, die er 1869 erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, sondern auch in der Definition der Lücken im Periodensystem. Er sagte voraus, dass es dort noch Elemente geben müsse, auch wenn sie zu seiner Zeit noch nicht bekannt waren. Mendelejew sollte sich als richtig erweisen. Ende des 19. Jahrhunderts begann zum ersten Mal eine Frau, die Lücken im Periodensystem zu füllen: Marie Curie. In dieser Folge der herausragenden Serie führt Mai Thi Nguyen-Kim fachkundig und unterhaltsam durch die Grundlagen eines faszinierenden Wissenschaftsgebiets, dem viele Menschen skeptisch gegenüberstehen. "Für viele ist Chemie nur ein verhasstes Schulfach, das man nicht schnell genug abwählen kann, dabei erklärt es diese verrückte, faszinierende Welt, in der wir leben", sagt die Wissenschaftsjournalistin. Der Film schafft es, diesen Bereich der Wissenschaft lebendig werden zu lassen!