Ankommen in Finnland
Es war alles vorbereitet, ich musste nur noch die letzten Sachen in den Koffer packen und dann sollte es am Donnerstag, den 12.03., mit dem Flugzeug nach Helsinki gehen. Doch dann wurde am Dienstagabend vor meinem Abflug ein Streik der Piloten angekündigt. Ich musste also um meinen Flug bangen und hoffen, dass ich noch rechtzeitig zum Praktikumsbeginn am Montag in Finnland sein würde. Am Mittwoch ergab sich dann aber spontan die Möglichkeit, den Flug um einen Tag vorzuverlegen. Somit saß ich plötzlich nach hektischem Zusammenpacken und zweieinhalbstündiger Autofahrt zum Münchner Flughafen schon fünf Stunden nach der Umbuchung im Flugzeug und mein Abenteuer begann!
Tervetuloa Suomeen – Willkommen in Finnland!
In Finnland angekommen, musste ich schon die nächste kleine Hürde überwinden. Denn ich musste mich mit meinen Koffern erst einmal über Schotterwege kämpfen. Natürlich gibt es hier geteerte Wege, aber im Winter sind diese übersäht mit Split, um vereiste Wege zu verhindern. Diese kleinen Steinchen machten das Ziehen des Koffers fast unmöglich und verirrten sich auch immer wieder in meine Schuhe.Nach diesem wortwörtlich etwas holprigen Start etwa 1580 km von zu Hause entfernt, lebte ich mich aber schnell ein und verbrachte die ersten Tage in Südfinnland mit einigen organisatorischen Dingen. Ich war natürlich auch gleich einkaufen und musste dabei feststellen, dass Finnland wirklich ein teures Land ist und ich in den nächsten zwei Monaten wohl viel Geld für Essen ausgeben würde. Das typisch finnische Roggenbrot schmeckte mir aber schon einmal sehr gut und ich freute mich darauf weitere finnische Spezialitäten zu probieren.
Auch ein paar Erkundungen unternahm ich an meinem ersten Wochenende schon. Leider lag kaum mehr Schnee, was hier für diese Zeit eigentlich sehr ungewöhnlich ist, aber die Ostsee war an der Küste noch mit einer dicken Eisschicht zugefroren, was ich sehr beeindruckend fand. Durch eine kleine Wanderung im Zentralpark von Espoo, einem Wald inmitten der Stadt, verliebte ich mich auch sofort in die finnische Natur.
Ich fühlte mich schon in den ersten Tagen hier sehr willkommen und wohl und war gespannt, was mich noch alles erwarten würde.
Goethe-Institut in Helsinki | © Maria Schröther