Ausflüge und Sozialkontakte
Kein Auslandsaufenthalt ohne (Wochenend-)Ausflüge!
Für Ausflüge war immer genug Zeit - sei es ein Nachmittag in der nur 30 Minuten entfernten Stadt Braga, in Porto (ca. 1 Std.), oder ein Ganztagesausflug zum Beispiel in die Küstenstadt Viana do Castelo, oder in die kleine Stadt Amarante. Amarante liegt an einem Fluss und als ich Mitte Oktober dort war, haben noch einige Leute gebadet.
Coimbra | © Ronja Bergmann
Mit den blauen Rede-Expressos-Bussen, oder den allbekannten Flixbussen, kann man das Land eigentlich ziemlich gut entdecken. Und das Praktische ist: Die Hostels sind im Winter natürlich deutlich günstiger als im Sommer und die meisten Orte sind viel ruhiger.
Küste | © Ronja Bergmann
Und die Sozialkontakte?
Naja, die haben etwas gefehlt. An meiner Schule waren alle sehr freundlich und haben sich im Lehrer*innenzimmer gern mit mir unterhalten (in einem wilden Sprachenmix), aber leider gab es keine jüngeren Lehrkräfte und so waren alle sehr mit ihren Familien und ihrem Alltag beschäftigt. Manchmal habe ich mich etwas einsam gefühlt, aber auf der anderen Seite habe ich es auch sehr genossen, mal Zeit für mich selbst zu haben – wann kommt das denn schon mal vor? Außerdem sind die Leute hier auch in Geschäften, Cafés und auf dem Markt sehr aufgeschlossen und so habe ich mich am Nachmittag zum Beispiel oft kurz mit Café-Mitarbeiter*innen unterhalten – nach einer Weile kennt man sich. In den nächsten Tagen steht also eine kleine Verabschiedungsrunde an!
Janna und ich | © Ronja Bergmann
Mein Fazit
Drei Monate sind einfach viel zu kurz – die Zeit verfliegt so schnell! Natürlich gab es zwischendrin auch mal Tage an denen gefühlt alles schief gegangen ist, aber die gibt es auch Daheim. Ich bin zwar schon gespannt auf den Beginn des Referendariats in Deutschland, aber trotzdem werde ich das Leben in Portugal sehr vermissen.Zum Glück bleibe ich nach meinem Praktikumsende noch drei Wochen – über Weihnachten und Silvester – in Portugal: in Porto und auf Madeira. Und ich bin mir sicher, dass ich wieder nach Portugal zurückkommen werde, dann hoffentlich schon mit deutlich flüssigerem Portugiesisch.
Etwas, das ich aus Portugal auf jeden Fall mitnehmen werde, ist die Herzlichkeit, Höflichkeit und Lebensfreude der Menschen. Gestern Abend, am letzten Tag vor den Ferien, fand die Weihnachtsfeier in der Schule statt: Es war so ein fröhliches und lustiges Beisammensein, ein ganz besonderer Moment in meinem Praktikum und ein wunderschöner Abschluss.
Weihnachtsessen | © Ronja Bergmann
Tchau e muito obrigada,
Ronja