JIFF: 'Die Rote Kapelle'

Film

Die Rote Kapelle Die Rote Kapelle © Jewish International Film Festival 2022


Dieser fesselnde Film beleuchtet die Geschichte der 'roten Kapelle', einer der wichtigsten Widerstandsnetze in Nazi-Deutschland, das von Berlin bis nach Paris operierte.

'Die rote Kapelle' war der Name, den die Abteilung III.F der Abwehr im August 1941 dem Netzwerk von Anti-Nazi-Widerstandsgruppen und Einzelpersonen gab, die oft unabhängig voneinander arbeiteten.

Diese Widerstandskämpfer druckten und verteilten verbotene Flugblätter, Plakate und Aufkleber, um zu zivilem Ungehorsam aufzurufen. Sie halfen Juden und anderen Widerstandskämpfern, dem Regime zu entkommen, dokumentierten die Gräueltaten der Nazis und übermittelten militärische Informationen an die Alliierten.
Zu den führenden Persönlichkeiten der Gruppe gehörten Leopold Trepper, der Jude war, und Harro Schulze-Boysen, der militärische Geheimnisse sammelte, die er an die Sowjets weitergab. 1942 gelang es Hitlers Schergen, die meisten Mitglieder der Gruppe aufzuspüren, indem sie ihre Funksprüche abfingen.

Das Erbe der Rote Kapelle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist bis heute von gegensätzlichen Sichtweisen geprägt, die in politisch motivierten filmischen Interpretationen aus Ost- und Westdeutschland sowie im Interesse des Geschichtsrevisionismus der Nachkriegsjahre und der Propagandabemühungen von Ost und West festgehalten wurden.

Regisseur Carl-Ludwig Rettinger veranschaulicht diese Widersprüche durch Spielfilmausschnitte, die Anfang der 1970er Jahre gedreht wurden, sowie durch Interviews mit den Nachkommen der Mitglieder der Gruppe und bietet so einen frischen Ansatz und eine abgerundete historische Darstellung der Tatsachen.




Das Erbe der Rote Kapelle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist bis heute von gegensätzlichen Sichtweisen geprägt, die in politisch motivierten filmischen Interpretationen aus Ost- und Westdeutschland sowie im Interesse des Geschichtsrevisionismus der Nachkriegsjahre und der Propagandabemühungen von Ost und West festgehalten wurden.

Regisseur Carl-Ludwig Rettinger veranschaulicht diese Widersprüche durch Spielfilmausschnitte, die Anfang der 1970er Jahre gedreht wurden, sowie durch Interviews mit den Nachkommen der Mitglieder der Gruppe und bietet so einen frischen Ansatz und eine abgerundete historische Darstellung der Tatsachen.

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